windeln.de: Erste Zahlen nach dem Börsengang überzeugen

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Bildquelle: Pressefoto windeln.de

Wenige Wochen nach dem enttäuschenden Börsenstart von windeln.de (WKN WNDL11) hat das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt. Mit einem Umsatzrekord versucht das Unternehmen die Anleger milde zu stimmen, die von Anfang an dabei waren. Ob das gelingt wird sich zeigen. Auf dem aktuellen Kursniveau schaut indes so mancher potenzielle Neu-Aktionär genau hin.

Der Onlinehändler für Baby- und Kleinkindprodukte konnte seinen Umsatz im ersten Quartal 2015 um 87 Prozent auf 35,6 Mio. Euro steigern. Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Gross Profit) stieg von 4,5 Mio. Euro auf nun 9,1 Mio. Euro, wodurch sich die Bruttomarge von 23,3 auf 25,6 Prozent verbesserte. Das bereinigte EBIT kletterte um 39 Prozent auf -1,3 Mio. Euro, was unter anderem auch an einem positiven Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit 0,6 Mio. Euro lag. Alles in allem wächst das Unternehmen also weiterhin stark. Bis belastbare, dauerhaft schwarze Zahlen vorhanden sind, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Das sollte man als Anleger immer im Hinterkopf haben.

Für das Gesamtjahr 2015 rechnet windeln.de mit weiterem dynamischem Wachstum und erwartet beim Umsatz einen Anstieg um 70 bis 80 Prozent für die bestehenden Geschäftsbereiche windeln.de, windelbar.de und windeln.ch. Weitere Umsatztreiber sieht das Unternehmen im Einstieg in den italienischen Markt, in der Erstkonsolidierung von Feedo sowie weiteren möglichen Akquisitionen und Erweiterungen des Produktportfolios. Für Italien erwartet das Unternehmen in 2015 einen Umsatz in Höhe von ca. 1 bis 2 Mio. Euro und für Feedo einen Umsatzanstieg von ca. 50 Prozent gegenüber dem Umsatz in 2014 in Höhe von rund 6 Mio. Euro.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Wie man an den Charts vergleichbarer deutscher Online-Händler wie Zalando (WKN ZAL111) oder Zooplus (WKN 511170) sieht, kommt das Geschäft mit dem Internethandel in toto gut an. Entscheidend für den Erfolg sind allerdings Wettbewerbsposition und Wachstum. In beiden Fällen muss windeln.de weiterhin zeigen, dass es den Ansprüchen der Anleger gerecht werden kann. Der Kurssturz vom Ausgabepreis von 18,50 Euro auf zeitweise 14 Euro ist eine Bürde, die die Aktie noch einige Zeit belasten wird. Investoren sollten sich daher immer des spekulativen Charakters ihres Engagements bei windeln.de bewußt sein. Käufe auf dem aktuellen Niveau können dennoch aus Sicht von einigen Monaten lukrativ sein. Hinsichtlich von Neuemissionen hat sich indes wieder gezeigt: Einige Zeit Börsenalltag abwarten, schadet nicht!

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Bildquelle: Pressefoto windeln.de


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