Individualität, die gewünscht und erforderlich ist

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Haltedauern bei Anlegern von strukturierten Wertpapieren sind absolut relativ und mindestens so individuell und kundenspezifisch wie die Anleger und Produkte selbst. Manche Menschen behalten ihr Zertifikat deutlich länger als ihr Mobiltelefon oder ihr Auto. Und bei anderen entspricht die Haltedauer nicht einmal dem Verfallsdatum des Joghurts im Kühlschrank.

Wie lange Zertifikate im Depot eines Anlegers letztlich bleiben, differiert und ist mit dem Kauf kurz-, mittel- oder langfristiger Güter vergleichbar. Es hängt immer von der jeweiligen Zielsetzung, den Möglichkeiten und Präferenzen ab.

Mehr als die Hälfte der Privatanleger in Deutschland gibt an, einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont zu haben. 57 Prozent halten ihre Zertifikate mehrere Monate oder länger im Depot. Das geht aus der aktuellen Online-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands hervor. An dieser Trend-Umfrage, die gemeinsam mit sieben großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich immerhin mehr als 3.200 Personen.

Bei den Umfrage-Teilnehmern handelt es sich in der Regel um gut informierte Selbstentscheider, die als Anleger ohne Berater investieren. Weitere 30,5 Prozent besitzen ihre Zertifikate über mehrere Jahre und setzen diese somit zum langfristigen Vermögensaufbau ein. Mehr als jeder Vierte gibt eine Haltedauer von mehreren Monaten bis zu einem Jahr an. 29 Prozent der Befragten haben einen Anlagehorizont von ein paar Tagen bis zu wenigen Wochen. Lediglich 14 Prozent führen ihre jeweiligen Kauf- und Verkaufstransaktionen innerhalb eines Handelstags durch.

Dieses Umfrageergebnis zeigt, dass sich Zertifikate insbesondere für die Langfristanlage eignen, und ein Großteil der Privatanleger in Deutschland diese Option für den nachhaltigen Vermögensaufbau auch nutzt.

Die eher klassischen Beratungskunden setzen in der Regel auf langfristige Anlagezertifikate wie Kapitalschutzprodukte. Viele Selbstentscheider präferieren hingegen Teilschutzprodukte oder sogar erheblich risikoreichere Hebelpapiere, die den Kunden in der Bankberatung gar nicht aktiv angeboten werden.
Es gibt eben nicht den einen Typ Anleger. Beim Vermögensaufbau und der –verwaltung sind heutzutage individuelle Lösungen mehr denn je zuvor gefragt.

DDV, Lars BrandauEin Beitrag von Lars Brandau

Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war Lars Brandau unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv tätig; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de

Bildquelle: dieboersenblogger.de / DDV


1 KOMMENTAR

  1. Mir sind Derivate viel zu spekulativ. Außerdem halte ich ein Investment von Kleinanlegern in Einzelwerte aus Diversifikationsgründen nicht für sinnvoll. Die Lösung: ETFs. Sie sind kostengünstig, transparent und flexibel. Sogar Warren Buffet steht auf ETFs. Für Kleinanleger, die nicht spekulieren wollen, sondern langfristig ein privates Vermögen aufbauen wollen, gibt es nichts Besseres.

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