Bulle wird zum sturen Ochsen!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Bullenmarkt entwickelt sich an der Wall Street zu einem sturen Ochsen. Gut so, denn wie erwartet arbeitet sich der S&P 500 Index langsam gen Norden. Überwinden wir die Marke von 2120, ist der Weg bis auf 2200 frei.

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Was macht mir Mut? Dreiecksformationen brechen meist nach oben aus. Gleiches gilt für lange Seitwärtsphasen. Wir sehen im S&P 500 seit Jahresauftakt die drittniedrigste Handelsspanne seit 1928! Verglichen mit ähnlichen Phasen, kam es – bis auf einmal – stehs zu einem Ausbruch gen Norden.

Aber auch andere Faktoren stimmen positiv. Die Widerstandsfähigkeit des Aktienmarktes ist unter anderem beeindruckend. Trotz steigender Renditen bei den Staatsanleihen, nicht nur in den USA, sondern nahezu global, kommt am Aktienmarkt nur wenig Verkaufsdruck auf. Auch die enttäuschenden Wirtschaftsdaten, und die wachsende Angst vor einer Rezession, wirkte sich kaum aus.

Erfreulich ist auch, dass das Maß an Optimismus unter Privatanlegern nachgelassen hat. Nur noch 27 Prozent der Anleger sind im Lager der Bullen. Der langfristige Durchschnitt liegt bei stolzen 39 Prozent. Spannend ist auch, dass das Lager der Bären mit 26 Prozent aber auch gesunken ist. Kurzum: Anleger sind nicht geflohen, sondern warten am sicheren Ufer auf einen Einstieg. 47 Prozent der Anleger sind neutral positioniert!

Quelle: American Association of Individual Investors
Quelle: American Association of Individual Investors

Wie geht es weiter? Die US-Wirtschaft sollte sich in den kommenden Monaten wieder aufhellen. Der anhaltende Aufschwung am Arbeitsmarkt, mit sinkenden Erstanträgen für Arbeitslosenhilfe, sprechen gegen eine Rezession. Nimmt das Vertrauen in die Wirtschaft zu, sollte der Dollar mehr Rückenwind bekommen. Kommt es wiederum zu einer Erholung des Dollar, nimmt in Folge der Gegenwind bei Öl zu. Die dortige Preiserholung basiert auf spekulativen Positionen, und nicht auf dem fundamentalen Umfeld. Der Aufwärtsdruck bei den Renditen der Staatsanleihen scheint auch nachzulassen, mit den Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen unter dem Hoch.

Fazit: Ich setze in der kommenden Woche auf eine Erholung des Dollar, Abgabedruck beim Ölpreis und kurzfristig stabilen bis sinkenden Renditen bei US-Staatsanleihen. Daraus ergeben sich wunderbare Trading-Gelegenheiten!

In diesem Sinne, Ihnen allen ein erholsames Wochenende!
Aus New York, von der Wall Street,
Ihr Markus Koch

MarkusKochEin Beitrag von Markus Koch.

Er ist das Gesicht der Wall Street. 1996 berichtete Markus Koch erstmals fürs Fernsehen von der New Yorker Aktienbörse. Seitdem steigt seine Bekanntheit und Beliebtheit stetig. Sein Themenspektrum umfasst weit mehr als nur die Wall Street und Börse. Auch die übergeordneten Themen aus internationaler Wirtschaft und Politik bezieht er in seine Beiträge ein. Sein kostenloser weekly-Newsletter unter www.markuskoch.de spiegelt dieses wider.

Bildquelle: dieboersenblogger.de / Dirk Eusterbrock


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