Leitzinsen sorgen weiter für Gesprächsstoff – EZB belässt Zinsniveau unverändert
5. Februar 2009 von Marc Schmidt | kein Kommentar
Die Leitzinsen sorgen trotz der niedrigen Zinssätze weiter für Gesprächsstoff. Während die Europäische Zentralbank EZB ihre Leitzinsen bei 2,00 Prozent belassen hat, reagierte die Bank of England mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte auf nun noch 1 Prozent.
Die EZB hatte Mitte Januar erst mit einem ähnlichen Schritt versucht die Wirtschaftsenwicklung anzukurbeln, wenn auch hier laut EZB-Chef Trichet die Aussichten weiterhin wenig erfreulich sind.
Damit ist Euroland mit seinem Zinssatz nach wie vor Hochzinsland, was angesichts der geringen Erfolge der Nullzinspolitik in den USA auch nicht schlecht sein muss. Die Briten kämpfen derzeit sowieso nicht nur um ihre Wirtschaftsentwicklung, sondern auch um ihre währungspolitische Unabhängigkeit. Ob es das Pfund in fünf Jahren noch gibt, darf bezweifelt werden, auch wenn es nach wie vor viel Euro-Skeptiker auf der Insel gibt. Und auch innerhalb der Eurozone die Probleme nicht zu verachten sind. Die Tschechen haben heute übrigens ebenfalls ihre Leitzinsen um 50 Basispunkte auf nun 1,75 Prozent gesenkt. Auch hier steht ein Euro-Kandidat auf der Matte.
Doch gegen die Zinssätze in Europa erscheinen die Leitzinsen in Südafrika von nun 10,5 Prozent unerschwinglich hoch, trotz der Zinssenkung um 100 Basispunkte. Das Land leidet allerdings nicht weniger unter eine Schwäche der Industrie, sondern unter einer Schwäche der Rohstoffpreise. Von daher sind die Voraussetzungen grundverschieden.
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geschrieben am Donnerstag, den 5. Februar 2009 um 22:31 Uhr
Kategorien: Marktgeschehen
Tags: Bankenkrise, Euro, EZB, Finanzkrise, Leitzinsen, Notenbank







