Volkswagen nach dem Piëch-Abgang: Volle Konzentration auf das operative Geschäft!

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Der Führungsstreit bei Volkswagen (VW) (WKN 766403) hat Europas größten Automobilhersteller die letzten Wochen mehr beschäftigt als alle Problemfelder des weltweit aktiven Unternehmens zusammen. Durch den überraschenden Rücktritt von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch können sich die Wolfsburger nun unter der unumstrittenen Führung von Martin Winterkorn wieder auf das operative Geschäft konzentrieren, was dem Aktienkurs gut tun dürfte.

Am vergangenen Samstag gelang Ferdinand Piëch ein letzter Paukenschlag: Zusammen mit seiner Frau Ursula Piëch legte er sämtliche Ämter im VW-Konzern mit sofortiger Wirkung nieder. Besonders der Rückzug von der Spitze des Aufsichtsrats sorgte dabei wenige Tage vor der Jahreshauptversammlung am 5. Mai 2015 für Unruhe. Allerdings steht mit dem Aufsichtsrats-Vize Berthold Huber ein langjähriger VW-Kenner parat, um die Hauptversammlung erfolgreich über die Bühne gehen zu lassen. Dort wird unter anderem über eine um 20 Prozent auf 4,86 Euro erhöhte Dividende abgestimmt.

Der Rückzug von Piëch ist das letzte Kapitel eines über Wochen schwelenden Führungsstreites. Der Enkel des Porsche-Gründers Ferdinand Porsche hatte am 10. April in einem Interview mit den Worten „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“ dem VW-Vorstandschef sein Misstrauen ausgesprochen. In mehreren folgenden Aufsichtsratssitzungen gelang es Piëch jedoch nicht, eine Mehrheit für die Ablösung von Winterkorn als Konzernchefs zu erzielen. Stattdessen wurde der Vorstandsvertrag von Winterkorn bis 2016 verlängert. Nach erneuten öffentlichen Spekulationen um eine Fortsetzung der Ablösungsbemühungen durch Piëch erfolgte am vergangenen Samstag dann die Kapitulation in Form der Niederlegung aller Ämter.

Auf Seiten des Marktes gibt es seither Spekulationen über einen möglichen Anteilsverkauf durch Ferdinand Piëch an VW. Der langjährige Aufsichtsratschef hält indirekt über seine auf 13,6 Prozent geschätzte Beteiligung an der Porsche SE zusammen mit anderen Familienmitgliedern die Mehrheit der VW-Stammaktien. Innerhalb der Familien Porsche und Piëch gibt es offenbar für diesen Fall ein Vorkaufsrecht. Auf Basis früherer Stimmrechtsmitteilungen hielt Ferdinand Piëch weitere 2,34 Prozent der VW-Stimmrechte (ca. 7 Mio. Stammaktien). Da der Anteil unter der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 Prozent liegt, ist nicht bekannt ob Piëch diesen Anteil noch hält. Etwaige Vorkaufsrechte für diesen Fall seitens der Porsche SE oder der Familien Porsche und Piëch sind nicht bekannt.

Aus operativer Sicht sehen unsere DZ BANK Analysten den Piëch-Rückzug positiv, da sich der VW-Vorstand nun wieder voll auf das wichtige operative Geschäft konzentrieren kann. Sie bestätigen daher ihre positive Haltung zu Volkswagen, da sie in der Branche weiterhin das mittelfristig größte Margenverbesserungspotenzial bei VW sehen. Vor allem das bestehende Verbesserungspotenzial aus der stärkeren Nutzung modularer Produktionsbaukästen sowie Kostensenkungsmaßnahmen steht hier im Fokus. Angesichts der neuen Entwicklungen im Führungsstreit haben unsere DZ BANK Analysten den fairen Wert für die VW-Vorzugsaktie mit 305,00 Euro bestätigt und das „Kaufen“-Rating erneuert.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
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Mit Blick auf die fundamentale Analyse des Unternehmens Volkswagen könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment zum Beispiel ein Call-Optionsschein der DZ BANK (WKN DG42T3) auf die Aktie des DAX-Konzerns anbieten. Das Papier wird am 25. September 2015 fällig, während der Strike bei 250,00 Euro liegt und das Bezugsverhältnis 10:1 beträgt. Steigt der Kurs der VW-Vorzugsaktie bis September in Richtung des fairen Wertes auf beispielsweise 280,00 Euro, würde der Optionsschein bei 3,00 Euro notieren. Bei einem aktuellen Verkaufskurs von 1,17 Euro würde dies einer Rendite von etwa 156 Prozent entsprechen. Sollte sich die Markterwartung jedoch nicht erfüllen und der Kurs der VW-Aktie am Bewertungstag unter 250,00 Euro liegen, kommt es zum Totalverlust.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 29.04.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen


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