Evotec: Ein neuer Versuch

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Bildquelle: Evotec AG

Das Hamburger Biotechnologieunternehmen Evotec (WKN 566480) versuchte zuletzt durch zahlreiche Nachrichten auf sich aufmerksam zu machen. Doch das Vorjahr ist nicht vergessen, als man wegen hoher Abschreibungen in Bezug auf das unrühmliche Ende des Diabetesmittels DiaPep277 einen deutlichen Verlust ausweisen musste. Selbst durch eine umfangreiche Kooperation mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi (WKN 920657) und weiteren Erfolgsmeldungen gelang es dem TecDAX-Titel bislang nicht sich aus der Seitwärtsbewegung zu befreien.

Evotec konnte nun abermals eine Kooperation vermelden. Konkret betrifft die Zusammenarbeit von Evotec und Facio Therapies die Identifizierung von Substanzen als mögliche Behandlungsoption zur Verhinderung des Fortschreitens der Fazioskapulohumeralen Muskeldystrophie („FSHD“), einer Muskelschwundkrankheit, die weltweit das Leben von mehr als einer halbe Million Menschen und ihrer Familien zerstört. Die nun geschlossene Vereinbarung stellt dabei den Beginn der Suche nach einem Wirkstoff dar, der es ermöglicht, FSHD zu überwinden.

Die Zusammenarbeit mit Facio beinhaltet den Aufbau und die Umsetzung automatisierter Hochdurchsatzscreenings zur Identifizierung niedermolekularer Substanzen, die eine positive Wirkung auf die Aktivität der Proteine SMCHD1 und DUX4 in von FSHD betroffenen menschlichen Muskelzelllinien haben. Es wird erwartet, dass Substanzen, die im Screening eine vielversprechende Aktivität darlegen, in der ersten Jahreshälfte 2016 vorliegen. Diese Substanzen werden weiteren Tests unterzogen, um Substanzen zu generieren, die für die Entwicklung eines Therapeutikums zur Behandlung von FSHD geeignet sind. Insgesamt ist dies ein sehr herausfordernder Prozess, der über mehrere Jahre dauern kann, bevor klinische Studien mit Menschen durchgeführt werden können.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Finanzielle Erfolge sind aus dieser Kooperation zwar nicht allzu rasch zu erwarten, dennoch untermauert es die Forschungsstärke von Evotec. Diese hat das Unternehmen aber bereits schon des öfteren unter Beweis gestellt, denn die Kooperation mit Sanofi ist nicht die einzige Forschungszusammenarbeit, die Evotec geschlossen hat. Aus diesem Grund sollte auch der Ärger der Anleger über die Verluste im Vorjahr nicht allzu lange andauern. Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse der Evotec-Aktie setzen möchten, könnten einen Blick auf das Produkt mit der WKN DG2K3K werfen.

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Bildquelle: Evotec AG


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