Deutsche Bank: Leute, Leute, was für eine Gemengelage!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Liebe Leserin, lieber Leser,

das ist schon heftig, was sich so alles seit Jahren bei der Deutschen Bank (WKN 514000) tut und nun in einem Aufwasch angepackt werden soll.

Was hat diese Bank nicht alles an Problemen und Unwägbarkeiten angehäuft.

Dabei ist die Spanne der mehr als unangenehmen Themen gewaltig. Ich möchte an dieser Stelle nur die Kirch-Pleite und den Libor-Skandal nennen.

Kirch-Pleite bleibt ein unangenehmes Thema

So steht an heute der Co-Vorstandsvorsitzende Jürgen Fitschen vor Gericht, um seine Aussagen zur Rolle der Deutschen Bank beim Zusammenbruch des Kirch-Imperiums zu durchleuchten.

Leitzinsen-Manipulation wird jetzt teuer

Beim Libor-Skandal musste die Bank erst am vergangenen Donnerstag eine Rekordstrafe von 2,3 Milliarden Euro akzeptieren, die die Manipulation des Referenzzinses Libor ahnden soll.

Nun ja, das sind alles Dinge, die aus vergangenem Fehlverhalten herrühren und die Deutsche Bank will nun massiv umstrukturieren, um die Weichen in eine bessere Zukunft zu stellen.

Sich mit dem Holzhammer auf einen neuen Weg prügeln

Auch hier ist die Liste erneut sehr umfangreich, deswegen nur 3 mir besonders wichtige Punkte:

– Reduzierung des Filialnetzes durch Schließung jedes dritten (!) Standorts

– Verkauf der Mehrheit an der Deutschen Postbank

– Rückzug aus dem Geschäft mit Kleinsparern und Baufinanzierungen, stattdessen Konzentration auf extrem kapitalstarke Kunden

Ich bin offensichtlich nicht der Einzige, dem diese Vorhaben nicht zielführend erscheinen. So verlor die Aktie der Deutschen Bank gestern kräftig und auch heute sieht es noch nicht nach einer Erholung aus.

Ob das wirklich klug ist, den “Kleinen” in den Hintern zu treten?

Begeisterung sieht da auch bei mir anders aus. Vielleicht sehe ich das alles völlig falsch, aber der Rückzug aus dem Massengeschäft und gleichzeitiger Konzentration auf wenige, aber dafür extrem reiche Kunden bietet massive Risiken.

Denn wer sagt denn, dass diese Klientel, die von allen Banken favorisiert wird, nicht schnell wieder abwandert, wenn es an anderer Stelle bessere Konditionen gibt?

Der “kleine” Kunde ist kaum wechselfreudig und bleibt somit lange als zu melkende Kuh erhalten.

Werfen wir nun einen Blick auf den Point & Figure Chart der Deutschen Bank:

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Point&Figure Deutsche Bank: Kaufsignal als (verfrühte) Vorschuss-Lorbeeren?

Zumindest befindet sich die Aktie der Deutschen Bank noch im Kaufsignal, das am 20. Februar durch Erreichen der 29,00 Euro entstand.

Dieses Signal wies ein horizontales Ziel von 35,00 Euro. Davon wurden Notierungen über 33 Euro erreicht, bevor die Reaktion auf die oben genannten Umstrukturierungspläne den Wert wieder deutlich und nun bis knapp über 29 Euro zurückfallen ließ.

Wir reden hier nicht von einem Verkaufssignal, denn das würde nach aktuellem Stand erst bei Erreichen der 22 Euro generiert.

Aber das aktuelle Zeichen der Schwäche sollte “Schnäppchenjäger” vorsichtig werden lassen. Ich werde die Aktie erst dann kaufen, wenn ich hier wieder eine X-Spalte sehe, die das vertikale Kursziel von 54,00 Euro bestätigt.

Mein Fazit:

Erst eine Ausprägung einer erneuten X-Säule lässt mich bei der Aktie der Deutschen Bank auf die Käuferseite wechseln.

Ihr Jörg Mahnert

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