Wochenrückblick KW17: Bären nicht in Sicht, Apple vor Neubewertung

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der US-Berichtssaison. Vor allem Technologiewerte wie Amazon, Facebook, Google und Microsoft wurden dabei mit Interesse beäugt. Größere Enttäuschungen gab es indes nicht. Dennoch blieben auch positive Überraschungen weitgehend aus. Damit richtet sich der Blick nun ganz auf die kommende Berichtswoche, die durch die Zahlen von Apple (WKN 865985) am Montagabend eingeläutet wird. Mit Spannung werden dabei vor allem die iPhone-Verkaufszahlen beachtet werden, nachdem im letzten Quartal unerwartet viele der Smartphones verkauft worden waren. Zudem erhoffen sich viele Anleger weitere Informationen zur Apple Watch, die seit Freitag ausgeliefert wird und bereits mit Lieferschwierigkeiten auf sich aufmerksam machte. Je nach Ergebnis der Zahlen dürfte die Apple-Aktie vor einer deutlichen Neubewertung stehen.
Konjunkturseitig richtet sich der Blick auf die US-Notenbank Fed. Diese wird am Mittwoch wieder über die Geldpolitik beraten. Besondere Beachtung werden dabei die Inflations- und die Lohndaten finden. Ansonsten dürfte in Europa vor allem die Griechenland-Krise weiter für Gesprächsstoff sorgen, schließlich sind zum Wochenschluss wieder einige Zahlungen fällig. Letztlich dürfte jedoch auch hier wieder eine Lösung gefunden werden, so dass Griechenland für die Märkte zum Nicht-Ereignis werden dürfte. Die Bären dürften so weiter im Zaum gehalten werden.

Aus Deutschland

Bei Daimler (WKN 710000) läuft es seit geraumer Zeit bestens. Das konnte man an dieser Stelle schon des öfteren lesen. Nun scheint diese Nachricht auch bei den Analysten von equinet angekommen zu sein. Anders kann man die heutige Kommentierung nicht verstehen.
Wie neidisch andere Konsumgüterhersteller auf den Erfolg von Beiersdorf (WKN 520000) sind, zeigt der aktuelle Streit um die Exklusivität des Blautons für die berühmten Nivea-Cremedosen. Dabei überzeugt das Unternehmen nicht nur mit Hautpflegeprodukten. Mehr dazu hier.
Anleger konnten sich zuletzt in Bezug auf BASF (WKN BASF11) über einen positiven Nachrichtenfluss freuen. Neben Rekordständen für die Aktie steht in diesem Jahr natürlich das 150-jährige Jubiläum an. Es ist jedoch nicht sicher, dass die Feierlichkeiten ungestört weitergehen können… Mehr dazu hier.
Für die Deutsche Bank (WKN 514000) ist eine heiße Phase angebrochen. Mit der Frage bezüglich der Abspaltung der Postbank oder des gesamtem Privatkundengeschäfts sowie dem Versuch, die vielen Rechtsstreitigkeiten beizulegen wird es sich entscheiden, ob Deutschlands Branchenprimus zu altem Glanz zurückkehren und auch im weltweiten Bankensektor für Furore sorgen kann. Mehr dazu hier.
Für den Online-Händler windeln.de (WKN WNDL11) wird es überraschend schnell ernst: Am 8. Mai will einer der führenden und am schnellsten wachsenden Online-Händler für Baby- und Kleinkinderprodukte in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Börse gehen. Dazu wurde nun die Preisspanne auf 16,50 Euro bis 20,50 Euro festgesetzt. Unsere Einschätzung dazu hier.

Internationales

Viele Unternehmen können es sich nur wünschen, einmal solch gute Quartalsergebnisse zu präsentieren, wie es das führende Soziale Netzwerk Facebook (WKN A1JWVX) zu Beginn des Jahres 2015 geschafft hat. Trotzdem wurde die Aktie gestern Abend nach US-Börsenschluss abgestraft. Unsere Einschätzung dazu hier.
Am Donnerstagabend haben mit Amazon (WKN 906866), Google (WKN A0B7FY) und Microsoft (WKN 870747) gleich drei US-Technologieriesen ihre jüngsten Quartalsergebnisse präsentiert. Auch wenn die Zahlen an sich nicht immer beeindruckend ausgefallen sind, zeigen die deutlichen Kursgewinne der drei Aktien nach US-Börsenschluss, dass die Unternehmen insgesamt erfreuliches zu berichten hatten. Mehr dazu hier.
2012 holte Yahoo (WKN 900103) Marissa Mayer als Vorstandschefin ins Unternehmen. Sie hatte zuvor eine beeindruckende Karriere bei Google gezeigt. Jetzt sind ihre Tage so langsam gezählt. Mehr dazu hier.
Die Investorenlegende Warren Buffett vertraut auch weiterhin darauf, dass IBM (WKN 851399) den ganz großen Konzernumbau hinbekommen wird. Im ersten Quartal 2015 wurde jedoch einmal mehr deutlich, wie schwierig das für „Big Blue“ werden wird. Doch neben einem weiteren Umsatzrückgang waren dieses Mal auch einige Fortschritte erkennbar. Unsere Einschätzung dazu hier.
Die Aktie des Ölbohrkonzerns und Tiefsee-Bohrspezialisten Transocean (WKN A0REAY) konnte sich zuletzt ein wenig erholen, nachdem die gefallenen Ölpreise den SMI-Titel zuvor stark unter Druck gebracht hatten und inzwischen selbst ein Abstieg aus dem Schweizer Leitindex drohen könnte. Darüber hinaus rechnen die Analysten bei Vontobel nicht mit einer schellen Erholung. Mehr dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren. In der kommenden Woche berichten u.a.: Apple, Barrick Gold, GDF SUEZ, (Montag); Accor, AIXTRON, BP, Daimler, DMG MORI SEIKI, Fielmann, Ford Motor, GoPro, Kraft Foods, Merck, Pfizer, Philips, Saint-Gobain, T-Mobile US, Twitter, UPS, Western Digital, Whirlpool (Dienstag); ABB, Banco Santander, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche EuroShop, Drägerwerk, Fiat Chrysler, GRENKELEASING, HOCHTIEF, LinkedIn, MasterCard, Mondelez, OSRAM, Sanofi, SGL Carbon, Software AG, STRABAG, Time Warner, VW (Mittwoch); Airbus, BASF, Bayer, BNP Paribas, Colgate-Palmolive, Delphi Automotive, Exxon Mobil, Fresenius Medical Care, Fresenius, FUCHS PETROLUB, Gilead Sciences, Goldcorp, Krones, Linde, LinkedIn, Mosaic, Nokia, Potash, Royal Dutch Shell, Sony, Visa, Vossloh, Wacker Chemie (Donnerstag), Chevron, Berkshire Hathaway (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Montag
08:00 DE Einfuhrpreise (März)

Dienstag
15:00 US Case-Shiller-Hauspreisindex (Februar)
16:00 US Verbrauchervertrauen Conference Board (April)

Mittwoch
11:00 EU Economic Sentiment (April)
14:00 DE Verbraucherpreise (April)
14:30 US BIP (Q1)
16:00 US Schwebende Hausverkäufe (März)
20:00 US Fed Zinsentscheid

Donnerstag
08:00 DE Einzelhandelsumsatz (März)
09:55 DE Arbeitsmarktdaten (April)
11:00 EU Verbraucherpreise (April)
11:00 EU Arbeitsmarktdaten (März)
14:30 US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche)
14:30 US Persönliche Einnahmen (März)
14:30 US Private Konsumausgabe (März)
15:45 US Chicago Einkaufsmanagerindex (April)

Freitag
16:00 US ISM-Index verarb. Gewerbe (April)
16:00 US Bauausgaben (März)
16:00 US Verbrauchervertrauen Uni Michigan (April)

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