Deutsche Annington: Reif für den DAX

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Annington Immobilien SE

Deutsche Annington (WKN A1ML7J) ist eine Erfolgsgeschichte. Vor knapp zwei Jahren hat der größte deutsche Wohnungskonzern den Gang aufs Parkett gewagt. Während die Aktien zu 16,50 Euro ausgegeben worden waren, erreichte der Kurs Anfang März bei 35,28 Euro ein Allzeithoch. Die Rallye hat nun der größte Einzelaktionär des Konzerns zum Ausstieg genutzt: Der Staatsfonds von Abu Dhabi, ADIA, warf seine verbleibende Beteiligung von 6,6 Prozent auf den Markt. Die 23,5 Mio. Papiere sind zu je 30,85 Euro platziert worden. Damit streicht ADIA 725 Mio. Euro ein.

Kurzfristig lastete der Anteilsverkauf natürlich auf dem Kurs. Mittel- bis langfristig ist die Platzierung jedoch positiv zu sehen. Zum einen ist der Verkaufsdruck nun endlich weg. Denn Börsianer hatten damit gerechnet, dass ADIA aussteigen würde. Schließlich hatte der Investor schon damit begonnen, seine Beteiligung von ursprünglich 13,4 Prozent Schritt für Schritt abzubauen. Vor einem Monat hatte ADIA einen Anteilsbesitz von knapp 9,5 Prozent gemeldet.

Zum anderen steigert die Erhöhung des Streubesitzes die Aufnahmechancen in den DAX. Um in die erste deutsche Börseliga aufzusteigen, muss eine Aktie gemessen an den Kriterien Börsenwert des Streubesitzes und Handelsumsatz grundsätzlich zu den 30 größten und liquidesten Titeln Deutschlands gehören. In der März-Rangliste war Deutsche Annington mit den Plätzen 28 und 33 schon nahe dran. Allerdings reicht es schon aus, bei beiden Kriterien besser als Rang 35 zu sein, wenn gleichzeitig ein DAX-Mitglied existiert, das in einem Kriterium schlechter als 40 liegt. Gemessen daran steht der Chemiekonzern Lanxess mit Position 45 beim Börsenwert derzeit auf der Abschussliste. Mit anderen Worten: Ein DAX-Aufstieg beim nächsten Umstellungstermin im Juni ist möglich, zum September-Termin sogar so gut wie sicher. Davon dürften positive Kursimpulse ausgehen. Mit einem Mini Future Long-Zertifikat (ISIN DE000PS3LBD3) von BNP Paribas können risikobereite überproportional profitieren.

Seit dem Börsengang vor knapp zwei Jahren hat sich die Aktie von Deutsche Annington in der Spitze mehr als verdoppelt. Trotz der jüngsten Schwäche ist der langfristige Aufwärtstrend intakt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Fazit: Spekulativ orientierte Anleger können mit dem Mini Future Long-Zertifikat von BNP Paribas auf positive Kursimpulse bei der Aktie des Immobilienkonzerns durch den wahrscheinlichen DAX-Aufstieg setzen. Das Papier bildet Kursgewinne mit einem Hebel von etwa fünf ab. Ein Kursanstieg der Aktie von beispielsweise fünf Prozent würde bei dem Mini Future in einen Gewinn von rund 25 Prozent münden. Die Knock-Out-Schwelle, bei der das Zertifikat ausgestoppt wird, liegt bei 26,52 Euro. Diese Marke ist rund 15,7 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt. So niedrig notierte die Aktie in diesem Jahr noch nicht. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der innere Wert (Net Asset Value, kurz NAV), der per Ende 2014 bei 24,22 Euro je Aktie lag. Viele Immobilienaktien notieren inzwischen mit einem Aufschlag zum NAV.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Annington Immobilien SE


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