Infineon: Alles richtig gemacht

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Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

Die Übernahme des US-Halbleiterherstellers International Rectifier durch Infineon (WKN 623100) wurde am Markt überwiegend positiv aufgenommen. Nur gab es Zweifel bezüglich des Timings. Schließlich machten Spekulationen um eine mögliche Abkühlung am Chip-Markt die Runde, während die Konjunktur schwächelte. Und in einer solchen Phase will man sich nicht unbedingt mit einer milliardenschweren Übernahme herumschlagen. Doch inzwischen ist alles ganz anders, auch dank Mario Draghi.

Der schwache Euro und die starke Nachfrage aus der Automobilindustrie haben dem DAX-Unternehmen zu einem sehr guten Auftakt in das Geschäftsjahr 2014/15 verholfen. Daraufhin wurde die Prognose für das Gesamtjahr angehoben, während sich der Eurokurs zum US-Dollar zuletzt für Infineon sogar noch vorteilhafter entwickelt hat. Auf Unternehmensseite rechnet man damit, dass die Erlöse um 12 Prozent wachsen sollen. Wenn es dann sogar in Richtung US-Dollar-Euro-Parität gehen sollte, wäre noch mehr drin. Somit ist es wenig verwunderlich, dass die Analysten in jüngster Zeit immer häufiger die Übernahme von International Rectifier und die Entwicklung an den Devisenmärkten zu Gunsten von Infineon angeführt haben.

Daher rechnet man beispielsweise bei den Commerzbank-Analysten damit, dass der Halbleiterkonzern ein starkes zweites Geschäftsquartal 2014/15 (Ende März) hinter sich gebracht hat. Die Analysten der Deutschen Bank haben zudem zwei weitere Pluspunkte entdeckt. Sie führen auch die Ausrichtung auf die zuletzt sehr erfolgreiche Autoindustrie und die attraktive Bewertung der Infineon-Aktie im europäischen Branchenvergleich an. Daher ist der Titel auch der interne „Top Pick“ im europäischen Halbleitersektor. Sie führen Infineon derzeit mit einem „Buy“-Rating und einem Kursziel von 13,50 Euro.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Aktuell kommt die Infineon-Aktie auf ein 2015er-KGV von 21. Im Vergleich zu anderen Werten ist dies vielleicht hoch, aber nicht so sehr bei Technologiewerten. Zudem gilt es zu bedenken, dass das Papier in den vergangenen Monaten um rund 70 Prozent an Wert zugelegt und dabei ein frisches Fünf-Jahreshoch auf das Börsenparkett gezaubert hat. Außerdem kommt Infineon auch mit einer Dividende um die Ecke. Mit einer Dividendenrendite von 1,5 Prozent gehört man nicht zu den Dividendenaristokraten, allerdings kann sich diese Höhe im Technologiebereich sehen lassen. Anleger, die überproportional und schon mit kleinen Geldbeträgen von steigenden Kursen der Infineon-Aktie profitieren möchten, könnten einen Blick auf den WAVE XXL Call der Deutschen Bank mit der WKN DT95KV werfen.

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Bildquelle: Pressefoto  Infineon Technologies AG


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