Im Fokus MorphoSys: Chancen und Risiken abwägen

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Bildquelle: Pressefoto MorphoSys AG

Seit einiger Zeit lassen Biotechnologieunternehmen, darunter insbesondere US-Branchenriesen wie Gilead Sciences oder Amgen, Anlegerherzen höher schlagen. Mit MorphoSys (WKN 663200) und einigen anderen versuchen auch deutsche Unternehmen von den Wachstumschancen in der Branche zu profitieren.

Dabei entwickeln MorphoSys & Co in der Regel keine Medikamente in Eigenregie. Vielmehr holen sie sich dazu finanzkräftige Partner aus der Pharmabranche mit ins Boot und erhalten dafür Meilensteinzahlungen für Forschungserfolge oder Beteiligungen an den Produktverkäufen. Allerdings kann die Abhängigkeit von solchen Partnerschaften auch kräftig nach hinten losgehen. Dies musste MorphoSys jüngst an zwei Beispielen feststellen. Am 19. Dezember hatte der Schweizer Pharmakonzern Roche mitgeteilt, dass er die Entwicklung des Wirkstoffs „Gantenerumab“ für die Behandlung von Alzheimer im Frühstadium einstellen würde, nachdem einige Phase-3-Studiendaten enttäuscht hätten. Während die Forschung weit fortgeschritten war, hätte das Mittel MorphoSys Beteiligungen an den Produktverkäufen einbringen sollen. Wenigstens wird an dem Wirkstoff bei anderen Indikationen weiter geforscht.

Mit der Beendigung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Vermarktung des Krebs-Antiköpers „MOR202“ sorgte das US-Unternehmen Celgene am 26. März für den nächsten Tiefschlag. MorphoSys wird die klinische Entwicklung alleine fortsetzen. Trotzdem hatte auch diese Meldung zur Folge, dass die MorphoSys-Aktie deutliche Verluste erleiden musste, nachdem es zuvor lange Zeit fast nur nach oben ging. Gunnar Romer, Analyst bei der Deutsche Bank, sieht trotzdem noch Chancen für die im TecDAX gelistete MorphoSys-Aktie. In einer Studie vom 27. März hieß es dazu, dass das Ende der Kooperation mit Celgene zum Antikörper „MOR202“ zwar der zweite größere Rückschlag in der Pipeline des Biotech-Unternehmens aus Martinsried bei München innerhalb weniger Monate sei, allerdings verfüge MorphoSys über eine der umfassendsten Medikamenten-Pipelines in der Branche. Zudem sei das Chance/Risiko-Verhältnis der Aktie nach dem jüngsten Kurssturz attraktiv. Daher wurde das Kursziel von 88,00 auf 78,00 Euro gesenkt, das Rating jedoch auf „Buy“ belassen.

Neben der attraktiven MorphoSys-Pipeline gilt es auch die allgemeinen Marktaussichten für die Branche zu beachten. Während Trends wie der medizinische Fortschritt oder alternde Gesellschaften die Entwicklung neuer Medikamente erfordern, ist die Pharmabranche auf die Innovationskraft der Biotech-Branche angewiesen, um auslaufende Patente von großen Gewinnbringern früherer Tage zu kompensieren. Mithilfe von Kooperationen in der Forschung oder durch Übernahmen lassen sich die Rechte an neuen Mitteln erwerben. Trotzdem ist Vorsicht geboten. MorphoSys hat es gezeigt: Einige wenige Rückschläge in der Forschung können große Folgen haben, so dass sich investierte Anleger auf Höhen und Tiefen einstellen müssen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der MorphoSys-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT4D90) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,39, die Knock-Out-Schwelle bei 45,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM2K74, aktueller Hebel 3,24; Knock-Out-Schwelle bei 67,45 Euro) auf fallende Kurse der MorphoSys-Aktie setzen.

Stand: 09.04.2015/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

© Deutsche Bank AG 2015
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Bildquelle: Pressefoto MorphoSys AG


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