Deutsche Bank: Suche nach der richtigen Strategie

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Bank AG

Bei der Deutschen Bank dreht sich derzeit alles um die Suche nach der richtigen Strategie. Die verschiedenen Vorschläge haben eines gemein: Sie sollen Deutschlands Bankenprimus weltweit in altem Glanz erstrahlen lassen.

Am 21. Mai findet die Hauptversammlung der Deutschen Bank statt. Bis dahin sollen Vorstand und Aufsichtsrat einem der auf dem Tisch liegenden Vorschläge zustimmen, so dass die Anteilseigner möglichst schnell die neue Unternehmensstrategie absegnen können. Von drei zuletzt in der engeren Auswahl gehandelten Varianten, über die die Nachrichtenagentur „Reuters“ zuerst berichtet hatte, wäre eine Abspaltung des gesamten Privatkundengeschäfts inklusive Postbank sowie ein Börsengang des Bereichs in den kommenden Jahren wohl die radikalste Alternative. In diesem Fall würde man auch den Regulierungsbehörden in gewisser Weise entgegenkommen. Diese scheinen seit der jüngsten Finanzkrise ein Trennbankensystem, bei dem riskante Wertpapiergeschäfte vom Einlagegeschäft mit privaten Kunden getrennt werden, immer mehr zu bevorzugen. Laut „Reuters“-Informationen ist es genau diese Variante, die intern bevorzugt wird.

Wie nicht anders zu erwarten, wird Co-Chef Anshu Jain als alter Investmentbanker mit der neuen Strategie versuchen, das Investmentbanking zu stärken. Doch genau darin liegt laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten auch eine große Chance. Infolge des Rückzugs der europäischen Wettbewerber werden Wachstumschancen für die Deutsche Bank im Investmentbanking gesehen. Zudem hat es die Deutsche Bank im Schlussquartal 2014 geschafft, im Vergleich zur US-Konkurrenz in diesem Segment trotz eines schwierigen Marktumfelds überraschend gut abzuschneiden. Darüber hinaus wird die neue Strategie, unabhängig davon wie sie im Einzelnen aussehen wird, weitere Kosteneinsparungen beinhalten. Laut Analysteneinschätzung dürfte auf diese Weise die Rentabilität weiter erhöht werden, so dass auch der Aktienkurs davon profitieren sollte.

Noch ist die endgültige Entscheidung nicht gefallen. Unsere DZ Bank Analysten erachten jedoch im Segment Private & Business Clients einen Spin-off oder Verkauf des kompletten Privatkundengeschäfts als nicht wahrscheinlich, wohingegen ein Verkauf der Postbank als deutlich wahrscheinlicher angesehen wird. Darüber hinaus würde ein Verkauf der Postbank die Abhängigkeit vom Investmentbanking weniger stark erhöhen als die Trennung vom gesamten Privatkundengeschäft. Schließlich bringt das Investmentbanking auch Risiken mit sich, während die Rentabilität nicht mehr ganz so üppig ist wie vor der Finanzkrise.

Bleibt nur noch die Frage, wie es mit den Rechtsrisiken weitergeht. Unsere DZ BANK Analysten sind zwar der Ansicht, dass die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten die Ergebnisse der Deutschen Bank noch eine Weile belasten dürften. Doch schon im vergangenen Jahr konnte das Institut wegen geringerer Gerichtskosten den Gewinn von 681 Mio. Euro auf knapp 1,7 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig dürften die angestrebten Umbau- und Sparmaßnahmen neue Kräfte freisetzen, sodass man sich in der DZ BANK Researchabteilung dazu entschlossen hat, das Kursziel für die Deutsche-Bank-Aktie von 30,00 auf 35,00 anzuheben und das „Kaufen“-Rating beizubehalten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen; Hinweis: Aussagen zu früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen von Finanzinstrumenten, Finanzindizes oder Wertpapierdienstleistungen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Wertentwicklungen dar. Eine Gewähr für den künftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in diesem Dokument genannten Finanzinstruments, Finanzindex oder einer Wertpapierdienstleistung kann daher nicht übernommen werden.

Mit Blick auf die fundamentale Analyse des Unternehmens Deutsche Bank könnte sich als Alternative zu einem Direktinvestment ein Discountzertifikat (WKN DG4ASY) der DZ BANK auf den DAX-Konzern anbieten. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs dient als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) von aktuell rund 11 Prozent ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 35,00 Euro begrenzt. Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der Aktie über den Cap hinaus erfolgt nicht. Das Zertifikat wendet sich also an Anleger, die davon ausgehen, dass der Kurs der Aktie der Deutschen Bank am letzten Bewertungstag (17.06.2016) auf oder über 35,00 Euro notieren wird. In diesem Fall wird der maximale Auszahlungsbetrag von 35,00 Euro fällig und die Rendite würde bei einem aktuellen Kaufkurs des Zertifikats von 29,33 Euro bei rund 19 Prozent liegen. Notiert der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Euro in Höhe des Referenzpreises. Fällt die Deutsche-Bank-Aktie am Laufzeitende unter den aktuellen Kaufpreis des Discountzertifikats von 29,33 Euro erleidet der Anleger einen Verlust.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 08.04.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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