EUR/USD – Steht eine starke Erholung an?

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Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

Der Streit um die griechischen Schulden und QE belasten seit langem den Euro. Gegenüber dem US-Dollar musste er zuletzt massive Verluste hinnehmen.

EUR/USD erreichte im Juni 2008 ein Hoch bei 1,6036 USD. Danach geriet das Währungspaar unter Druck und fiel in einem Abwärtstrendkanal ab. Im Mai 2014 markierte EUR/USD ein Erholungshoch bei 1,3993 USD. Seitdem hat sich der Abverkauf sogar noch beschleunigt. Im Februar 2015 musste das Währungspaar sogar die Nackenlinie einer langfristigen oberen Umkehrformation aufgeben. Auf 1,0494 USD fiel das Währungspaar inzwischen ab. Damit setzte es aber auf der unteren Begrenzung der Abwärtsbewegung seit Juni 2008 auf. Diese Trendlinie sollte eine wichtige Unterstützung darstellen. Nach den starken Verlusten der letzten Monate ist EUR/USD zudem stark überverkauft.

Insgesamt ergibt sich damit im langfristigen Bild die Chance auf eine deutliche Erholung. Eine gundsätzliche Trendwende ist allerdings noch weit entfernt. In den nächsten Monaten könnte es zu einer Erholung in Richtung 1,20 USD kommen. Aber selbst damit käme es nur zu einem Pullback an die Nackenlinie der oberen Umkehrformation. Aus dieser Formation ergibt sich ein langfristiges Abwärtsziel bei ca. 0,89 EUR.

EUR/USD im Monatschart

Quelle: Guidants Devisen-Analysen
Quelle: Guidants Devisen-Analysen

Auf Tagesbasis deutet sich heute nach zwei sehr schwachen Tagen zuletzt ein erster Stabilisierungsversuch auf der Unterkante des Abwärtstrendkanals seit Juni 2008 an. Auch hier zeigt sich eine stark überverkaufte Situation. Denn seit der Aufgabe des letzten Zwischentiefs bei 1,1097 USD stand EUR/USD noch einmal stark unter Druck. Ein erster wichtiger Widerstand liegt bei 1,1097 USD.

Kurzfristig kann sich also EUR/USD bis 1,1097 USD erholen. Gelingt ein stabiler Ausbruch über diese Marke, dann wäre mittelfristig sogar eine weitere Erholung bis ca. 1,20 USD möglich. Damit würde es aber immer noch zu keiner grundsätzlichen Trendwende kommen. Denn solange EUR/USD nicht deutlich über 1,20 USD ansteigt, droht langfristig ein Rutsch in Richtung 0,89 EUR. Sollte EUR/USD deutlich unter 1,0494 USD abfallen, müsste sogar mit einem crashartigen Abverkauf in Richtung 0,89 USD gerechnet werden.

EUR/USD im Tageschart

Quelle: Guidants Devisen-Analysen
Quelle: Guidants Devisen-Analysen

Autor: Alexander Paulus, Charttechnischer Analyst bei GodmodeTrader.de.

Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank


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