RWE: Immer noch zu wenig

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Bildquelle: Pressefoto RWE

Auch wenn der nachhaltige Konzernüberschuss 2014 bei RWE (WKN 703712) im Vorjahresvergleich auf 1,28 Mrd. Euro fast halbiert wurde und der Versorger weiterhin mit sinkenden Großhandelsstrompreisen zu kämpfen hatte, konnten die Essener in einigen Bereichen auch positiv überraschen. Trotzdem bleiben die Aussichten nicht gerade optimistisch.

Für 2014 wurde die Dividende noch auf dem Niveau des Vorjahres bei 1 Euro je Aktie gehalten. Allerdings rechnet man für 2015 trotz der erwarteten Fortschritte bei den Sparbemühungen mit erneuten Ergebnisrückgängen. Das EBITDA soll von 7,13 Mrd. Euro in 2014 auf 6,1 bis 6,4 Mrd. Euro sinken. Beim betrieblichen Ergebnis soll es von 4,02 Mrd. Euro auf 3,6 bis 3,9 Mrd. Euro nach unten gehen, während das nachhaltige Nettoergebnis voraussichtlich in einem Korridor von 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro liegen soll.

Hoffnungen machen allerdings die zuletzt überraschend guten Fortschritte bei den Sparbemühungen, während man den Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea für 5,1 Mrd. Euro an die russische LetterOne-Gruppe eintüten konnte. Allerdings stellen mögliche weitere Russland-Sanktionen und das Verhalten der britischen Regierung in diesem Zusammenhang Unsicherheitsfaktoren dar. Zudem erhöhen die Einnahmen aus dem Verkauf den Druck, die Dividende konstant zu halten, obwohl die Geschäftsentwicklung möglicherweise einen weiteren Einschnitt nötig machen würde.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Nach der Bekanntgabe der Zahlen und der Prognose muss die RWE-Aktie am Dienstag leichte Verluste hinnehmen. Dass diese nicht deutlicher ausfallen, hat sicherlich mit den zarten Hoffnungsschimmern, für die RWE trotz des schwachen Ausblicks sorgen konnte, zu tun. Doch es ist immer noch zu wenig, um von einer Trendwende beim kriselnden zweitgrößten deutschen Energieversorger nach E.ON (WKN ENAG99) zu sprechen. Wer trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG1KM8 ins Auge fassen. Shorties könnten einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG1Y18 werfen.

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Bildquelle: Pressefoto RWE


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