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Siemens will alle Ketten sprengen

Bei Siemens (WKN 723610) findet eine großangelegte Umstrukturierung statt – und das nicht nur an der Spitze der einzelnen Geschäftsbereiche. Diese Transformation soll zukünftig beim Unternehmen für mehr Profitabilität sorgen und bisherige Wachstumshindernisse endgültig verschwinden lassen. Aus der langweiligen Siemens-Aktie soll durch die Maßnahmen wieder ein spannender deutscher Blue Chip werden.

Mit den Ergebnissen für das erste Geschäftsquartal 2014/15 hatte der Technologiekonzern zuletzt noch wenig überzeugen können. Während sich im Bereich Power & Gas die gesunkenen Rohölpreise negativ bemerkbar machten, hatte man in der Medizintechnik mit neuen Diagnosemethoden zu kämpfen. Genau diese beiden Bereiche hatten in der Vergangenheit jedoch stets zu überzeugen gewusst. Nach dem Motto „neue Besen kehren gut“ sollen die Sparten nun unter einer neuen Führung zu alter Stärke zurückfinden.

Die Schwächen im Dezember-Quartal in den einstigen Erfolgssparten führten dazu, dass Siemens einen Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich um rund ein Viertel auf 1,1 Mrd. Euro ausweisen musste. Die Umsätze kletterten dagegen auf 17,4 Mrd. Euro. Allerdings will man sich bei Siemens nicht allzu lange mit der Vergangenheit beschäftigen. Vielmehr werden jetzt die Ärmel hochgekrempelt, alte Zöpfe abgeschnitten und umgebaut was das Zeug hält. Genau dieser Umbau ist es, der für reichlich Kursfantasien bei der Siemens-Aktie sorgt.

Aus Sicht unserer DZ BANK Analysten bleibt die Transformationsstory bei Siemens auch im Geschäftsjahr 2014/15 intakt. Durch die Integration von Rolls-Royce und DresserRand, eine zusätzliche Reorganisation („Vision 2020“) und Portfoliobereinigungen wird auf Analystenseite bis zum Geschäftsjahr 2015/16 mit einer Steigerung der operativen Marge auf 11,0 Prozent gerechnet, nach 10,6 Prozent im Geschäftsjahr 2013/14. Schon im laufenden Geschäftsjahr dürfte die Restrukturierung Früchte tragen. Schließlich kommt durch die Verkäufe des Siemens-Anteils an der Hausgerätesparte BSH an den bisherigen Joint-Venture-Partner Bosch sowie des Geschäfts mit Hörgeräten ordentlich Geld in die Kassen des DAX-Konzerns. Allerdings ist das nur der Anfang. Laut Analysteneinschätzung sollte 2015/16 operativ die Post erst so richtig abgehen – dann wird ein Produktivitätsgewinn von 1 Mrd. Euro erwartet.

Wesentlich früher sollten dagegen der Aktienrückkauf und die attraktive Ausschüttungsquote den Kurs der Siemens-Aktie stützen, da auch die moderate Bewertung der Aktie zusätzlich überzeugen kann. Im Ergebnis bleibt man also in der DZ BANK Researchabteilung bei der positiven Einschätzung bezüglich der Siemens-Aktie und dem „Kaufen“-Rating, auch wenn das Kursziel wegen der kurzfristigen Belastungen aus höheren Restrukturierungskosten sowie Zins- und Währungseffekten leicht von 105 auf 103 Euro gesenkt wurde. So etwas ist jedoch zu erwarten, wenn sich ein Industrieriese wie Siemens zu einem radikalen Konzernumbau aufmacht. Stattdessen sollten Anleger laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten die mittel- und langfristigen positiven Auswirkungen der Umbaumaßnahmen im Blick behalten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Quelle: Guidants Aktien-Analysen; Hinweis: Aussagen zu früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen von Finanzinstrumenten, Finanzindizes oder Wertpapierdienstleistungen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Wertentwicklungen dar. Eine Gewähr für den künftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in diesem Dokument genannten Finanzinstruments, Finanzindex oder einer Wertpapierdienstleistung kann daher nicht übernommen werden.

Mit Blick auf die fundamentale Analyse des Unternehmens Siemens könnte sich ein Discountzertifikat (WKN DG1XST) der DZ BANK auf den DAX-Konzern anbieten. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs dient als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) von aktuell rund 9 Prozent ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 96,00 Euro begrenzt. Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der Aktie über den Cap hinaus erfolgt nicht. Das Zertifikat wendet sich also an Anleger, die davon ausgehen, dass der Kurs der Siemens-Aktie am letzten Bewertungstag (16.03.2016) auf oder über 96,00 Euro notieren wird. In diesem Fall wird der maximale Auszahlungsbetrag von 96 Euro fällig und die Rendite würde bei einem aktuellen Kaufkurs des Zertifikats von 89,01 Euro bei rund 8 Prozent liegen. Notiert der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Euro in Höhe des Referenzpreises. Fällt die Siemens-Aktie am Laufzeitende unter den Kaufpreis des Discountzertifikats von 89,01 Euro erleidet der Anleger einen Verlust. Auch ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie null ist.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 04.03.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: Pressebild Siemens


1 Kommentar zu Siemens will alle Ketten sprengen

  1. Siemens: Unternehmen mit eingebauter Bank?
    Eigentlich sagt dieser Satz alles.

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