Henkel: Von Euphorie nichts zu spüren

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Bildquelle: Pressefoto Henkel

An sich müsste der Konsumgüterkonzern Henkel (WKN 604843) euphorisch auf das Jahr 2015 blicken. Im Vorjahr war es unter anderem die Euro-Stärke, die den Persil-Hersteller ausgebremst hatte. Doch spätestens mit dem Anleihenkaufprogramm der EZB hätte sich diese Situation radikal verbessern müssen. Wären da nur nicht die Ukraine-Krise und die Russland-Sanktionen.

Aufgrund der starken Abwertung des russischen Rubels und weiterer osteuropäischer Währungen sowie der Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine musste Henkel 2014 im Osteuropageschäft einen Umsatzrückgang ausweisen. Konzernweit stiegen die Erlöse um 0,4 Prozent auf 16,4 Mrd. Euro. Organisch lag das Plus bei 3,4 Prozent. 2015 soll es organisch noch einmal um 3 bis 5 Prozent nach oben gehen, während die EBIT-Marge um 0,2 Prozentpunkte auf 16 Prozent anwachsen soll. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll um 10 Prozent zulegen, nach einem Plus von 7,6 Prozent auf 4,38 Euro in 2014. Die 2014er-Dividende liegt wiederum bei 1,31 Euro je Vorzugsaktie und damit um 7,4 Prozent höher als im Vorjahr.

Während Henkel die Erwartungen auf der Umsatzseite sogar leicht übertreffen konnte, schwächelten die Ergebnisse etwas. Zudem konnte man nicht gerade Optimismus für 2015 verbreiten. Daher rutschte die Henkel-Aktie am Mittwoch schon vorbörslich ins Minus. Immerhin lassen die gesunkenen Ölpreise hoffen, dass Verbraucher mehr Geld in der Tasche haben und das Geschäft in den entwickelten Volkswirtschaften so angekurbelt wird. Daneben bleiben die Schwellenländer ein wichtiger Wachstumsfaktor, so dass die negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise und der Russland-Sanktionen etwas abgefedert werden könnten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Allerdings wirkt das 2015er-KGV von 22 in einem solchen wirtschaftlichen Umfeld und nach der jüngsten Rekordjagd der Henkel-Aktie nur noch wenig einladend, vor allem da es angesichts einer Dividendenrendite von 1,2 Prozent wahrlich attraktivere Alternativen für Dividendenfans gibt. Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse der Henkel-Aktie setzen möchten, könnten das Produkt mit der WKN DG2M1U ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Henkel


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