3D Systems & Stratasys: Der Fall der einstigen Börsenlieblinge

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Bildquelle: Pressefoto 3D Systems Corp.

Lange Zeit waren die Größen unter den 3D-Druck-Spezialisten Stratasys (WKN A1J5UR) und 3D Systems (WKN 888346) gefeierte Börsenstars. Doch 2014 bekam der 3D-Boom einen herben Dämpfer, so dass auch die Aktien von Stratasys und 3D Systems regelrecht abstürzten. Dabei sprechen die jüngsten Quartalsergebnisse nicht gerade dafür, dass die Euphorie so schnell zurückkehrten sollte.

Nachdem 3D Systems mit seinen in der Vorwoche präsentierten Ergebnissen für das Schlussquartal 2014 die Markterwartungen nicht erfüllen konnte, hat es Stratasys nun etwas besser gemacht und zumindest die gesenkten Ziele erreicht. Anfang Februar hatte Stratasys die Umsatz- und Gewinnziele nach unten gefahren sowie wegen schwacher Absätze eine Abschreibung auf die MakerBot-Sparte in Höhe von 100 bis 110 Mio. US-Dollar angekündigt. Diese lag nun bei 102 Mio. US-Dollar, während die Gesamterlöse im Dezember-Quartal bei 217 Mio. US-Dollar lagen, nachdem man zuletzt noch 214 Mio. US-Dollar erwartet hatte.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 92 Mio. US-Dollar zu Buche nach minus 2 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Immerhin lag das bereinigte EPS mit 0,48 US-Dollar im Bereich der Markterwartungen. Für das Jahr 2015 geht Stratasys von Umsatzerlösen zwischen 940 und 960 Mio. US-Dollar sowie einem EPS von 2,07 bis 2,24 US-Dollar aus. Die Konsensschätzungen bewegen sich innerhalb dieser Spannen, allerdings sind die Schätzungen zuletzt deutlich nach unten gekommen, nachdem Stratasys eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen hatte.

Auch bei 3D Systems lief es zuletzt nicht besser. Vielmehr konnte man dort im vierten Quartal 2014 nicht einmal die gesenkten Umsatzerwartungen der Analysten erreichen, während sich wenigstens die Aussichten in etwa mit den Vorhersagen decken. Allerdings ist dies enttäuschend, wenn man sich die Träumereien im Bereich 3D-Druck in den vergangenen Jahren anschaut. Doch seitdem immer mehr klar wird, dass sich der 3D-Druck bei privaten Konsumenten nicht so schnell durchsetzen wird, wenn überhaupt, schmieren Aktien von 3D Systems, Stratasys & Co reihenweise ab.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Die 3D-Systems-Aktie verlor 2014 rund 65 Prozent an Wert. Wenigstens setzte in diesem Jahr eine Stabilisierung ein. Bei Stratasys stand im Vorjahr ein Minus von 40 Prozent zu Buche. Allerdings sorgte die jüngste Umsatz- und Gewinnwarnung noch einmal für einen Kursrutsch um 25 Prozent seit Anfang 2015. Angesichts der wenig berauschenden Prognosen könnten Investoren sogar weitere Kopfschmerzen erleben. Aus diesem Grund bleiben solche Titel nur etwas für hartgesottene Zocker.

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Bildquelle: Pressefoto 3D Systems Corp.


1 KOMMENTAR

  1. Hinterher sind die „Experten“ immer klüger. Die Börsenlieblinge wie Apple werden gehypt bis zum „geht nicht mehr“ und die gefallenen Engel wie 3D weiter in den Abgrund gestoßen. Fakten werden einfach ignoriert, dafür nachgeplapperte Meinungen verbreitet. Fakt ist, dass sich der Umsatz mit 3D-Druckern um 20% jährlich erhöht (trotz stark fallender Endkundenpreise), dafür die Anwendungen nahezu wöchentlich verbreitert werden (zuletzt Flugzeug-Triebwerke aus Titan sowie medizinische „Ersatzteile“ für Knochen und Zähne). Mal sehen, was die „Experten“ in einem Jahr von sich geben, wenn Elektroautos von Google mit 3D hergestellt werden.

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