Österreichische Post: Üppige Dividendenrenditen winken

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Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG

Am Ende konnte die Österreichische Post (WKN A0JML5) in 2014 einen neuen Rekordgewinn einfahren. Ein positiver Sondereffekt spielte dabei auch eine Rolle, trotzdem zeigte der führende österreichische Logistik- und Postdienstleister, wie sehr ihm der anhaltende durch den Online-Handel befeuerte Paketboom zugutekommt. Kein Wunder also, dass auch die Aktie des teilstaatlichen Unternehmens jüngst auf ein neues Rekordhoch klettern konnte und selbst bei den neuen Höhen noch Luft nach oben hat.

2014 stieg der Nettogewinn um knapp ein Fünftel auf 147 Mio. Euro. Allerdings war der Vorjahreswert durch negative Sondereffekte belastet, während 2014 die positiven Effekte aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale in der Postgasse im ersten Wiener Gemeindebezirk leicht überwogen. Beim operativen Ergebnis legte die Österreichische Post um 5,9 Prozent auf 197 Mio. Euro zu. Die Umsatzerlöse kletterten dagegen nur minimal auf 2,37 Mrd. Euro. Neben einem Umsatzplus von 3,1 Prozent im Bereich Paket & Logistik musste ein Umsatzrückgang von 1,5 Prozent im Segment Brief, Werbepost & Filialen ausgewiesen werden. Allerdings ist dies keine neue Entwicklung. Schließlich wird der traditionelle Brief schon seit einiger Zeit von E-Mails und anderen elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten verdrängt.

Auf lange Sicht soll das Geschäft im Bereich Paket & Logistik die rückläufigen Absatzmengen bei Briefen noch stärker kompensieren. Aus diesem Grund schaut man sich auch den Wachstumsmarkt Lebensmittellogistik genau an. Zudem bleiben auch die aufstrebenden Märkte in Süd- und Osteuropa weiterhin fest im Blick. Angesichts der sich dort bietenden Chancen sollte die Aktie der Österreichischen Post ihre jüngste Rekordjagd fortsetzen können. Es bleibt auch abzuwarten, ob der Staat bei den erreichten Kurshöhen eventuell über eine weitere Privatisierung nachdenkt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Auf der anderen Seite ist das Unternehmen ein fleißiger Dividendenzahler. Die 2015er-Dividendenrendite liegt bei satten 4,6 Prozent. Da kann man es sogar verschmerzen, dass die Aktie angesichts eines 2015er-KGV von 18 nicht gerade günstig ist. Bei einem Blick auf den seit mehr als zwei Jahren andauernden steilen Aufwärtstrend und die frischen Allzeithochs aus diesem Jahr relativiert sich aber auch diese Einschätzung ganz schnell. Moderat klingt daher schon viel besser.

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Bildquelle: Pressefoto Österreichische Post AG


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