Schöne Grüße aus Beverly Hills

0
Bildquelle: dieboersenblogger.de

Eigentlich passiert es mir nur im Sportstudio, dass ich „n-tv Deluxe – alles, was Spaß macht“ als Format meiner Wahl unter den vielen anderen langweiligen TV-Angeboten heraussuche. Nicht dass diese Sendung besonders geistvoll wäre, aber um sich ein wenig vom eintönigen, aber notwendigen Ausdauertraining abzulenken, eignet sich Jennifer Knäbles Einladung: „Hallo, liebe Milliardäre!“ schon. Und für gesellschaftliche Studien.

Der erste Beitrag führte uns zum x-ten Mal (n-tv Deluxe scheinen wohl langsam die Milliardäre auszugehen) Richtung Los Angeles zu den Reichen und Superreichen von Beverly Hills. Und weil sich dort mit Grundstücken und Immobilien besonders viel Geld verdienen lässt, wird uns eine Immobilienmaklerin vorgestellt, die sich natürlich nur mit den Allerreichsten befasst. Denn in Beverly, so scheint es, kann man über Nacht zum Millionär werden. Man muss nur das Richtige tun: Sechs Prozent Maklerprovision können einen im Erfolgsfall so richtig reich machen. „Sechs Prozent auf 50 Millionen Dollar“, rechnet uns die Stimme aus dem Off beflissen vor, „macht drei Millionen.“ Leicht zu rechnen, aber dennoch schwer zu bekommen. Hm, so richtig Neidstimmung will bei mir dennoch nicht aufkommen, auch nicht beim 500 Quadratmeter großen Haus aus dem Portfolio für Interessenten. Wahrscheinlich auch bei den meisten anderen Fernsehzuschauern nicht, weil als Grundvoraussetzung für das Entstehen von Neid soziale Vergleichbarkeit mit dem zu Beneidenden gegeben sein muss. Und die Reichen und Schönen von Beverly spielen einfach in einer anderen Liga als unsereins.

Dennoch: Ein Satz aus dem TV-Beitrag will mir nicht aus dem Kopf gehen: „Wer es hier geschafft hat, der zeigt das auch.“ Wo doch, so könnte man meinen, in diesen Vermögensregionen und bei so viel Reichtum der Status keine große Rolle mehr spielen sollte…

Auf www.der-goldberg.de geht es weiter

GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here