Transocean: Von wegen Entwarnung

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Bildquelle: Pressefoto Transocean Ltd.

Die Aktie des Ölbohrkonzerns Transocean (WKN A0REAY) ist am Donnerstag der Top-Performer im Schweizer Leitindex SMI. Dabei musste das Unternehmen 2014 wegen hoher Abschreibungen auf seine Anlagen einen Nettoverlust in Höhe von 1,9 Mrd. US-Dollar einfahren. Weil die Zahlen nicht ganz so schlecht wie befürchtet ausgefallen sind, setzen einige Anleger nun darauf, dass das Schlimmste überstanden ist. Bei Vontobel rät man jedoch wegen des hohen Risikoprofils und des schwachen Marktumfelds weiterhin zur Zurückhaltung.

Abgesehen von den hohen Abschreibungen konnte Transocean überzeugende Ergebnisse abliefern. Während Analysten für das Schlussquartal 2014 mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,75 US-Dollar gerechnet hatten, schaffte Transocean 0,95 US-Dollar. Auch die Umsätze und die Auslastung der Plattformen fielen besser als erwartet aus. Außerdem rechnet Transocean für 2015 mit einer Senkung der Betriebskosten um 400 bis 600 Mio. US-Dollar, was das Unternehmen laut Vontobel-Einschätzung vor Verlusten bewahren könnte.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Gleichzeitig gehen sie davon aus, dass der Angebotsüberhang bei Ölplattformen und die schwache Nachfrage weiter die Auslastung und die Rentabilität belasten sollten. Transocean macht es zu schaffen, dass bei fallenden Ölpreisen erst einmal auf tiefere und teurere Bohrvorhaben verzichtet wird. Daher hat sich die Transocean-Aktie im weiteren Handelsverlauf am Donnerstag von den Tageshochs entfernt. Anleger dürfte zu dem Schluss gekommen sein, dass es für eine Entwarnung zu früh ist. Und dann bleibt da noch die Frage, ob sich die Transocean-Aktie im SMI halten kann, nachdem das Papier 2014 mit einem Minus von 58 Prozent größter Verlierer im Schweizer Leitindex war.

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Bildquelle: Pressefoto Transocean Ltd.


2 KOMMENTARE

  1. […] Gerade als die Spekulationen um ein Elektroauto aus dem Hause Apple (WKN 865985) die Marktteilnehmer verrückt zu machen schienen, kommt der Apfelkonzern gleich mit dem nächsten Highlight um die Ecke. Dieses Mal geht es um neue Produkte. Und man muss sich dabei immer wieder fragen, wo der ganze Hype noch hinführen soll. Unsere Einschätzung dazu hier. Europas größter Softwarekonzern und die weltweite Nummer zwei im Cloud-Geschäft SAP (WKN 716460) hat es sich vorgenommen, den US-Konkurrenten Salesforce (WKN A0B87V) vom Thron in der Wolke zu stoßen. Wenn man sich jedoch die jüngsten Umsatzprognosen bei Salesforce ansieht, könnten die US-Amerikaner ihr großes Ziel, die Walldorfer bei den Gesamterlösen zu übertrumpfen, eventuell früher erreichen. Mehr dazu hier. Ähnlich wie die großen Ölkonzerne waren auch die Bergbauunternehmen wie BHP Billiton (WKN 908101) vor kurzer Zeit noch stolze Giganten der Aktienmärkte. Doch nach den jüngsten Preisrückgängen bei vielen Rohstoffen sind radikale Produktionskürzungen angesagt, um die Dividenden zu retten – immerhin eines der letzten Argumente, warum man sein Geld überhaupt noch in diese Unternehmen steckt. Mehr dazu hier. An sich könnte beim französischen Pharmakonzerns Sanofi (WKN 920657) alles in bester Ordnung sein. Während das wichtige Diabetesmittel „Toujeo“ in den USA die Zulassung erhalten hat, wurde auch noch ein neuer Chef gefunden – und der ist sogar wieder ein Franzose. Mehr dazu hier. Der Ölbohrkonzern Transocean (WKN A0REAY) musste 2014 wegen hoher Abschreibungen auf seine Anlagen einen Nettoverlust in Höhe von 1,9 Mrd. US-Dollar einfahren. Weil die Zahlen nicht ganz so schlecht wie befürchtet ausgefallen sind, setzen einige Anleger nun darauf, dass das Schlimmste überstanden ist. Bei Vontobel rät man jedoch wegen des hohen Risikoprofils und des schwachen Marktumfelds weiterhin zur Zurückhaltung. Mehr dazu hier. […]

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