IBM: Auch Warren Buffett erlebt Mal einen Flop

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Angesichts der Aktualität rund um die gefallenen Ölpreise und die schrumpfenden Gewinne der Ölkonzerne drehen sich die Nachrichten im Zuge der jüngsten Trades von Warren Buffett um die Verkäufe der Anteile an ExxonMobil (WKN 852549) und ConocoPhillips (WKN 575302). Doch noch interessanter finde ich es, wie die Investorenlegende auf einen seiner größten Flops der vergangenen Jahre reagiert.

Hierbei geht es um den US-Technologieriesen IBM (WKN 851399). Dieses Investment ist schon allein deshalb interessant, weil Buffett mit einer Investition in Big Blue frühere Vorsätze über Bord geworfen hatte. Eigentlich wollte er nicht in Technologiewerte investieren, weil er diese nicht immer verstehen würde. Und nun sitzt er da, also besser gesagt seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN A0YJQ2), als größter IBM-Aktionär mit einem Anteil von knapp 8 Prozent. Jüngst wurde der Anteil sogar aufgestockt, obwohl sich IBM in den vergangenen Jahren vor allem in Sachen Umsatzwachstum und beim Aktienkurs nicht mit Ruhm bekleckert hat. Dabei rutschte die Aktie auch unter den durchschnittlichen Einstiegspreis, den Buffett bezahlt hat.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Doch offenbar glaubt er, dass IBM wieder auf den Wachstumskurs zurückfinden kann. Mit Big Data und neuen Cloud-Services hat man einige vielversprechende zukünftige Umsatzbringer. Zudem weist die IBM-Aktie viele Eigenschaften auf, die Buffett sehr gerne hat. Neben der günstigen Bewertung mit einem KGV von unter 10 und einer attraktiven Dividendenrendite kauft das Unternehmen auch ganz gerne eigene Aktien zurück. Dies sieht das Orakel von Omaha ganz gerne. Denn: Der Anteil, den jetzige Aktionäre an zukünftigen Gewinnen haben steigt, wenn die Aktienzahl abnimmt. Wen würde das mehr freuen, als den größten Aktionär? Wer mithilfe eines Hebelprodukts auf steigende Kurse der IBM-Aktie setzen möchte, könnte den Schein mit der WKN DG1L4X ins Auge fassen.

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


2 KOMMENTARE

  1. Verkauf von Unternehmen
    Es kann mittelfristig sinnvoll sein Unternehmungen zu verkaufen, weil kurzfristig
    starke Verluste an der Börse drohen. Die Ölschwemme in den USA wird sicherlich
    einige Jahre anhalten und könnte Kurse von Ölkonzernen weiter drücken und
    die Gewinne nach unten ziehen. Selbst, wenn davon ausgegangen wird, dass
    die Preise langfristig bei Öl wieder steigen, würden die Verluste bei Ölaktien zu
    hoch. Es ist leider heute nicht mehr so, dass gute Aktien keinen Kursverlusten
    unterliegen. Gegen eine Masse zu schwimmen kostet viel Geld. Wer verliert schon
    gern Geld?

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