Die Börsenblogger um 12: Neue Bestmarken – von wegen Unglückstag!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Unfassbar, aber wahr! Der DAX hat doch tatsächlich die 11.000er-Punktemarke zum ersten Mal geknackt. Und das ausgerechnet am einem Freitag, den 13. Das war es dann wohl mit dem Unglückstag. Für die positive Stimmung haben insbesondere die Nachwirkungen der Erleichterung über einen möglichen Frieden in der Ukraine und die Aussicht auf Finanzhilfen vonseiten des IWF für das Krisenland gesorgt. Zudem sind Fortschritte in den Verhandlungen um einen griechischen Schuldenschnitt zu erkennen.

Die Lage an der Frankfurter Börse:

DAX                         +0,6% 10.987
MDAX                      +0,5% 19.307
TecDAX                   -0,1% 1.526
SDAX                       +0,3% 7.921
Euro Stoxx 50         +0,9% 3.449

Die Topwerte im DAX sind am Mittag die Commerzbank (WKN CBK100), die Deutsche Bank (WKN 514000) und BASF (WKN BASF11). Nachrichten gibt es unter anderem von ThyssenKrupp (WKN 750000). Dabei kletterte der Gewinn im ersten Geschäftsquartal 2014/15 (Ende Dezember) dank Einsparungen und niedrigerer Rohstoffkosten von minus 70 Mio. Euro auf 43 Mio. Euro. Allerdings blieb man damit unter den Markterwartungen. Wenigstens konnten die Jahresziele bekräftigt werden. Trotzdem fällt die Aktie mit einem Minus von rund 4 Prozent an das DAX-Ende zurück. In der zweiten Reihe macht der Autozulieferer ElringKlinger (WKN 785602) mit einem Zukauf in den USA von sich reden, während sich die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet (WKN A12UKK) frisches Geld besorgt.

Ein Blick auf Devisen und Rohstoffe:

Der Eurokurs ist zum Freitagmittag angestiegen. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1410 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am gestrigen Donenrstag auf 1,1328 US-Dollar festgesetzt – der US-Dollar kostete damit 0,8828 Euro.

Die Ölpreise notieren heute wieder deutlich fester. Zuletzt war WTI mit 53,05 US-Dollar je Barrel 1,7 Prozent fester, die Nordseesorte Brent kletterte um 1,6 Prozent auf 60,27 US-Dollar je Barrel. Der Goldpreis legte ebenfalls zu und kostete mit 1225,43 US-Dollar je Unze 0,6 Prozent mehr. An der New Yorker Wall Street lassen die Futures erneut auf einen guten Handelsauftakt schließen:

Dow Jones Future        +0,2% 17.970
NASDAQ100-Future    +0,3% 4.357
S&P500-Future             +0,2% 2.087

Zum Wochenschluss wird es in der Berichtssaison traditionell ruhiger. Dennoch stehen mit den zwei Automobilzulieferern TRW Automotive (WKN A0BLEE) und WABCO Holdings (WKN A0MXAZ) interessante Titel auf dem Quartalszahlen-Kalender. In beiden Fällen werden Gewinnsteigerungen erwartet. Ebenfalls Quartalszahlen berichtet die auf Jeans, Outdoor-Jacken und Berufsbekleidung spezialisierte VF Corp. (WKN 857621). Der Hersteller von Jeans der Marken Lee und Wrangler und Outdoormarken wie The North Face, Timberland, JanSport, Napapijri, Vans und Eastpack soll laut Analysten einen deutlichen Gewinnsprung vermelden.

Einen kompakten Überblick über die wichtigsten Themen der Presse- und Bloglandschaft finden Sie in unserer Presseschau.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


1 KOMMENTAR

  1. Es kann nicht schaden, wenn die Anleger auf der Hut sind?
    In einer Hausse ziehen Bankaktien meistens zuletzt an.
    Jedoch den Knackpunkt kennt bekanntlich keiner. Auch
    sollten die Karnevalstage nicht als Maßstab mit oft geringen
    Umsätzen an den Börsen genommen werden. Es gibt zur
    Zeit sehr viele Unbekannte, wie Ölpreis, US-Dollar-Kurs,
    Krieg oder Frieden in der Ukraine usw. Diese Faktoren können
    sich gut oder schlecht auf die Kursentwicklung international
    auswirken. Der Grund für die jetzigen Kursschübe wird die
    ungekündigte Geldschwemme der EZB sein. Die Finanzwelt
    schiebt die Aktienmärkte zur Zeit an; niemand weiß jedoch
    wie lange dieses Szenario anhalten wird? Auch treibt viele
    Investoren der Mangel an Alternativen in den Aktienmarkt.
    Die Rendite wird leider durch An- u. Verkaufspesen sehr
    stark geschmälert und lässt nicht mehr viel von den niedrigen
    Dividendenrenditen über. Die Anleger müssen hier prüfen, ob
    die jeweilige Aktie wirklich ein Zukunftswert ist; der auch bei
    einem stärkeren Kursverfall noch gehalten werden kann. Die
    Krise von 2008 hat ja gezeigt, dass Kurseinbrüche von 50 %
    bis 80 % möglich sind und viele Menschen dadurch in den
    Ruin getrieben wurden. In der Euphorie kann dies übersehen
    werden

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