Commerzbank: Besserung wird sichtbar

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Analysten bei Goldman Sachs hatten zuletzt konstatiert, dass die Commerzbank (WKN CBK100) in Sachen Kapitalausstattung gegenüber anderen europäischen Großbanken immer noch etwas schwach auf der Brust sei. Doch nun konnte Deutschlands Nummer zwei am Bankenmarkt für das Geschäftsjahr 2014 einige Erfolge verbuchen.

Trotz dieser Erfolge verliert die Commerzbank-Aktie am Donnerstag rund 1 Prozent an Wert, obwohl der DAX insgesamt um rund 1 Prozent zulegt. Immerhin sagte Vorstandchef Martin Blessing, dass auch das Jahr 2015 für den Bankensektor schwierig werden dürfte. Doch für 2014 konnte man sich dank der Erfolge im Privatkundengeschäft, beim Abbau der Altlasten in der Bad Bank oder einer niedrigeren Vorsorge für mögliche Kreditausfälle auf die Schulter klopfen. Fraglich bleibt aber noch, ob die Rückstellungen für mögliche Strafzahlungen in den USA wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Handelssanktionen ausreichen werden.

Während das operative Ergebnis 2014 um 40 Prozent auf über 1 Mrd. Euro gesteigert wurde, kletterte das Konzernergebnis sogar von 81 Mio. Euro im Vorjahr auf nun 602 Mio. Euro. Zudem wurde das Kreditvolumen in der Kernbank gesteigert und die berüchtigte Kapitalquote CET 1 bei vollständiger Anwendung von Basel 3 von 9,0 Prozent Ende 2013 auf 9,5 Prozent Ende 2014 verbessert. Einige Anleger dürften jedoch mit Enttäuschung darauf reagiert haben, dass es trotz des Gewinnsprungs erneut keine Dividende gibt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Daneben sind die allgemeinen Marktturbulenzen mit einem möglichen Schuldenschnitt und Euro-Austritt Griechenlands sowie einer schwächelnden europäischen Konjunktur nicht gerade förderlich für die Banken. Auch aus diesem Grund sollte das Kurspotenzial der Commerzbank-Aktie trotz vieler Fortschritte im operativen Geschäft begrenzt bleiben. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Commerzbank-Aktie setzen möchte, könnte einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG1K8K werfen.

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6 KOMMENTARE

  1. Es ist zu hoffen, dass die Commerzbank-Aktie den Turn-Round schafft.
    Es ist sicherlich schön, wenn die Commerzbank wie berichtet den Gewinn
    nach Steuern kräftig gesteigert hat. Wichtig für die Aktionäre sollte die
    Eigenkapitalentwicklung sein. Diese hat sich bei Commerzbank leicht
    verbessert auf 20 Mrd. Euro. Die Anleger sollten diese 20 Mrd. zur
    Bilanzsumme stellen und so ermitteln wie die Bank eine Extrembelastung,
    hier den Ausfall von weniger guten Papieren zukünftig verkraftet. Wenn
    die Bank den Weg so weiter geht und das Eigenkapital steigert, sollte
    der Ausfall der Dividende für viele Jahre ruhig hingenommen werden.
    Die Commerzbank war seit 2008 in wirklicher finanzieller Not und ist
    durch den Staat -Bürger wieder auf einen neuen Weg gebracht worden.
    Hier sollte gelten, dass die Anleger nicht die vielen Kapitalerhöhungen
    vergessen und die Commerzbank auf Bewährung stellen. Langfristig
    könnte die Anlage vertretbar sein, wenn es in Europa nicht zu
    dramatischen Veränderung im Bankenbereich und der politischen
    Ebene kommt. Die europäischen Banken befinden sich im Wandel
    und versuchen hoffentlich, das verspielte Vertrauen wieder zu
    gewinnen. Hier sollte weiter gelten, dass es wenig bringt steuerliche
    Gewinne einzufahren und im selben Atemzug Eigenkapitalverluste
    einzufahren. Die Bank hat leider noch einen weiten Weg vor sich,
    die von den Anlegern erwartete Eigenkapitalvorsorge von 10 %,
    zur tatsächlichen Bilanzsumme zu erbringen?
    Natürlich gelten diese warmen Worte für alle Banken der Welt.
    Für Gaunereien und Betrug sollte in Zukunft kein Platz mehr
    im Finanzbereich sein. Der Entzug zum Führen von Banken (BL)

  2. […] Die Commerzbank konnte für das Gesamtjahr 2014 immerhin einen überraschend hohen Nettogewinn präs…, allerdings ist das Institut längst nicht aus dem Gröbsten raus. Daher sollte auch das Kurspotenzial der Aktie erst einmal beschränkt bleiben. Interessant wäre es zum Beispiel zu wissen, wie viel man in den USA an Strafen tatsächlich wird zahlen müssen. Außerdem dürften sich einige Anleger nach einer jahrelangen Durststrecke endlich auch wieder eine Dividende wünschen. […]

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