Swatch: Ruhe bewahren

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Bildquelle: Swatch

Wie erwartet war der starke Schweizer Franken das Hauptthema bei der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen beim weltgrößten Uhrenhersteller Swatch (WKN 865126). Während man auf Unternehmensseite weiterhin Gelassenheit demonstriert, ist die Aktie mit einem Minus von rund 4 Prozent am Donnerstag der größte Verlierer im SMI.

Mit einem Rückgang um knapp 27 Prozent auf 1,4 Mrd. CHF fiel 2014 insbesondere der Konzerngewinn enttäuschend aus. Der Bruttoumsatz konnte im Gegensatz dazu um knapp 5 Prozent auf den Rekordwert von 9,2 Mrd. CHF gesteigert werden. Zudem verbuchte das Unternehmen im Januar starke Wachstumszahlen. Allerdings ist in dieser Hinsicht die Einschränkung „in Lokalwährungen“ entscheidend. Konzernchef Nick Hayek lässt sich aber auch durch den stärker gewordenen Gegenwind an der Devisenfront nicht von seinem Kurs abbringen.

Ende Januar hatte Hayek im Gespräch mit der Zeitung „Blick“ noch einmal bestätigt, dass Swatch weiterhin nach dem Motto vorgehen werde, „in der Schweiz hergestellte Produkte weltweit zu verkaufen“. Zudem sei die starke Schweizer Währung auch in der Vergangenheit kein Grund gewesen, die Produktion in der Schweiz nicht auszuweiten. Nebenbei wird der negative Effekt des überbewerteten Schweizer Frankens dank der Marketinginvestitionen und Vertriebskosten in Fremdwährungen, oder Gesellschaften in den USA oder im Mittleren Osten, deren Aufwände ebenfalls in Lokalwährungen erfasst werden, teilweise gedämpft. Gleichzeitig werden die Preise angehoben.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Auch wenn derzeit sehr viel Wind um die Auswirkungen der Franken-Stärke oder die drohende Konkurrenz vonseiten der Smartwatch aus dem Haus Apple (WKN 865985) gemacht wird, würde ich Swatch nicht abschreiben. Schließlich ist die Situation bei den Wechselkursen seit langem bekannt, während sich Konzernchef Hayek sogar positive Effekte durch die Einführung der Apple Watch ausrechnet. Ganz nebenbei ist der Aktienkurs innerhalb eines Jahres um knapp 40 Prozent zurückgegangen, so dass man auch eine Gegenbewegung spekulieren kann.

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Bildquelle: Swatch


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