Ölpreis zieht kräftig an

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Lange musste auf die Gegenbewegung gewartet werden, jetzt ist sie da: Der Ölpreis kann in dieser Woche deutlich zulegen und nähert sich wieder den Tiefs aus dem Dezember.

Es war etwas ruhiger geworden um den Ölpreis in den vergangenen zwei Wochen. Nach dem Crash der letzten Monate stabilisierte sich der Rohstoff auf tiefem Niveau. Es schien zunächst unklar, ob aus dieser Seitwärtsbewegung eine Bodenbildung entsteht oder eine bärische Fortsetzungsformation ausgebildet wird.

In dieser Woche klärt sich die Frage: Der Ölpreis bricht nach oben hin aus und vollzieht die erste größere Kurserholung seit vergangenem Juni. Dabei sah es vergangenen Donnerstag noch recht düster aus: Der Preis der amerikanischen Leichtölsorte WTI rutschte auf neue Jahrestiefs ab, konnte sich aber am Freitag wieder darüber retten. Das war die Ausgangslage für einen dynamischen Rallyschub, der nach wie vor andauert. Kommen wir nun zur charttechnischen Analyse der beiden bekannten Ölsorten:

Zunächst ist die laufende Kurserholung lediglich als sogenannte Bärenmarktrally zu verstehen, also nur eine technische Gegenbewegung auf die Übertreibung nach unten. Ob daraus tatsächlich eine größere Erholung oder sogar eine Trendwende nach oben hin wird, ist unklar.

Bei 58,50 – 60,00 $ liegt bei der Nordseesorte Brent Crude Oil der markante Widerstandsbereich, wo die Erholung enden könnte. Oberhalb davon hellt sich das sehr kurzfristige Bild leicht auf, bei knapp 65,00 $ liegt dann eine Abwärtstrendlinie als weiteres Erholungsziel. Kritischer wird es wieder unterhalb von 50,00 $, dann kann ein Test des Tiefs bei 46,50 $ folgen. Unterhalb davon kann der mittelfristige Abwärtstrend weiter in Richtung 38,50 $ fortgesetzt werden.

Quelle: Guidants Rohstoff-Analysen
Quelle: Guidants Rohstoff-Analysen

Auch die amerikanischen Leichtölsorte WTI nähert sich einem Widerstandsbereich bei 54,70 – 56,00 $. Dort oder im Falle starken Kaufdrucks an der Abwärtstrendlinie bei ca. 60,00 $ könnten die Kurse wieder kippen. Dabei wird es unterhalb von 47,00 $ wieder ungemütlich, Abgaben bis 43,00 – 45,00 müssten dann eingeplant werden. Erfolgt ein Rutsch auf neue Jahrestiefs, liegt der nächste, markante Unterstützungsbereich bei etwa 37,00 – 38,00 $. Dort notieren auch die Zwischentiefs aus den Jahren 2008 und 2009.

Quelle: Guidants Rohstoff-Analysen
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Autor: André Rain, Charttechnischer Analyst bei GodmodeTrader.de.

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