RWE & E.ON: Es gibt bessere Dividendenperlen

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Bildquelle: Pressebild E.ON

Am Dienstag hat sich der DAX einmal mehr auf Rekordjagd begeben und ist mit einem Plus von mehr als 1 Prozent ganz nahe an die 11.000er-Punktemarke herangekommen. Die Versorger E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) liegen dagegen mit deutlichen Verlusten abgeschlagen am Indexende. Schuld ist eine wahrscheinlicher gewordene Niederlage im Atomstreit.

Doch selbst wenn die beiden Energieunternehmen keine Brennelementesteuer zahlen müssten, halten sie die Analysten bei der Commerzbank für nicht besonders attraktiv. Der Grund seien die im Vergleich zur europäischen Branchenkonkurrenz nicht gerade üppigen Dividendenrenditen. Zudem seien die Bewertungen zu hoch. Während E.ON mit einem 2015er-KGV von 15 daherkommt, kann sich dieses bei RWE mit rund 11 aber immer noch sehen lassen.

Zwar hat RWE jüngst mit dem Dea-Verkauf etwas Rückenwind erhalten, während E.ON mit seiner Aufspaltung punkten könnte. Trotzdem stellt sich die Frage, warum viele Anleger weiterhin an den Papieren von RWE und E.ON festhalten sollten, während es längst bessere Dividendenpapiere mit deutlich mehr Kurspotenzial gibt. Denn angesichts der Russland-Sanktionen, der schwachen Konjunktur in Europa, der deutschen Energiewende oder der hohen Verschuldung der Konzerne sieht es nicht nach einem raschen Comeback der RWE- und E.ON-Aktien aus. Wer jedoch optimistischer eingestellt ist und gehebelt auf steigende Kurse der E.ON-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DZ5L7K ins Auge fassen. Im Fall von RWE käme das Hebelprodukt mit der WKN DG1KM8 infrage.

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Bildquelle: Pressebild E.ON


2 KOMMENTARE

  1. Es gibt sicherlich bessere Dividendenwerte als RWE und E.ON
    Jedoch die Anleger schauen bekanntlich nicht nur nach der
    Dividende. Der Eigenkapitalwert je Aktie zum Kurswert steht
    bei beiden Aktien in einem guten Verhältnis. Sicherlich es
    kann nicht geleugnet werden, das Altlasten aus den Atomre-
    aktoren das Eigenkapital noch weiter reduzieren können.
    Jedoch, wenn die Langfristigkeit der Anlage gesehen wird,
    ist davon auszugehen, dass der Stromverbrauch in den
    kommenden Jahren stark steigen wird. Wie schnell schaffen
    es hier die Energiekonzerne, den richtigen Weg zu finden.
    Es ist verständlich, dass die Altlasten, die beide Unter-
    nehmungen haben, nicht in einem Jahr abgeschrieben
    werden können. Hier sollten nur Anleger investiert sein,
    die weniger an Dividende denken. Hier muss in Zeiträumen
    von 50 bis 100 Jahren gedacht werden. Hier wird das
    „Ei“ nicht mit dem 5 oder 10 fachen tatsächlichen Wert
    bezahlt; dies ist nicht negativ..

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