Aktion pro Aktie: Es lebe die (nicht vorhandene) deutsche Aktienkultur!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Idee ist gut. Sie ist spitze. Man kann nur hoffen, dass es wirklich was bringt – nicht nur PR für die durchführenden Broker. Aktion pro Aktie ist eine Aktion führender deutscher Direktbanken. Aufgelistet sind dieses die comdirect bank, die Consorsbank, die DAB Bank und ING-DiBa. Alle vier Broker machen sich stark für eine bessere Aktienkultur in Deutschland.

Zusammen haben sie Deutschlands größte Direktbankenstudie durchgeführt und diese sagt natürlich das gleiche aus, wie allen anderen vorherigen Studien zu diesem (leidigen) Thema innerhalb der deutschen Sparbuch-Mentalität: Die Deutschen haben Berührungsängste. Viele halten Aktien für zu riskant und nur etwas für „Zocker“. Eine mögliche Anlage in Aktien wird daher oft ignoriert. Es lebe das Sparbuch von Oma und die Staatsanleihen von Opa! Warum eigentlich? Was ist dran an den Vorurteilen der Deutschen gegenüber Aktien? Um herauszufinden, wie Aktionäre wirklich „ticken“, haben die vier Direktbanken 1,6 Millionen anonymisierte Depots von Privatkunden ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen: Privatanleger sind keine „Zocker“ – viele von ihnen haben gerade deshalb vom Börsenboom der vergangenen Jahre profitiert.
Das Ziel der Aktion pro Aktie ist es, einen Umdenkprozess anzustoßen, um einen vorurteilsfreien und aufgeklärten Umgang mit dem Thema Aktie zu fördern. Studien, Bildungsangebote, Veranstaltungen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie der „Tag der Aktie“ leisten einen Beitrag dazu, das Thema stärker in den Köpfen der Deutschen zu verankern.

Wie gesagt, die Idee ist nicht nur cool. Sie ist dringend notwendig, in einem Land voller Sparbuch-Fans und Mischfonds-Enthusiasten, die mit mickrigen Renditen das Thema Altersvorsorge anpacken wollen. Zeit zum Umdenken. Die Börsenblogger sind dabei.

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14 KOMMENTARE

  1. Es ist schwer zu glauben, für die Menschen, die die Wahrheit sehen.
    Kann sich die Aktienkultur, unter den jetzigen Umständen positiv ändern?
    Die staatliche Ohnmacht, von der Finanzwirtschaft abhängig zu sein;
    verhindert leider notwendige Eingriffe, innerhalb von Europa und der
    Welt. Die Worte Insidervergehen gelten wie weit? Es ist
    sicherlich schön, die & 13,14, und 15 des Wertpapiergesetzes zu
    lesen. Leider hat die Finanzwirtschaft schon zu viele Wege
    gefunden, diese gutgemeinten Eingrenzungen zu umgehen?
    Die Anleger werden nicht davor geschützt, wenn Aktiengesellschaften
    Kurse durch Aktienverdoppelungen manipulieren – ohne entsprechende
    Investitionen- und ihr Eigenkapital erhöhen. Leider gibt es hier
    Probleme, die die Anleger treffen, die unter anderem durch
    unterschiedliche Rechtsformen bei Banken möglich sind. Die
    Töchter von Mutterunternehmen verüben Handlungen, die für
    die Anleger schädlich sind. Es werden Finanzhilfen erschlichen
    ohne, dass diese wirklich notwendig sind; nur um Kurse zu
    manipulieren. Es werden neue Gesellschaften gegründet, um
    wirkliche Eigenkapitalwerte bei der Mutter zu verwässern, nur
    um sich arm zu reden. Dies alles ist über Goodwill möglich.
    Beispiel Mutter gründet 2 Tochterunternehmen mit einem
    Eigenkapital von 40 Mrd.; bei der Gründung wird dieser Wert
    jedoch nur mit 20 Mrd. eingesetzt. Die Mutter schenkt den
    Töchtern 20 Mrd., welche hier auf Kosten des Eigenkapital
    der Mutter gehen. Hinter diesen Sätzen steckt leider noch viel
    mehr! Die Finanzwirtschaft kann Kurse in jede Richtung treiben.
    Sicherlich können die Anleger einen Vorstand belangen,
    wenn die Mutter wissentlich geschädigt wird. Wie sieht
    die Praxis aus. Jedes Land der Welt legt die Aktiengesetze
    und Aktienvergehen anders aus. Auch bei den unterschied-
    lichen Sparten Chemiebranche, Finanzbranche, Telekom-
    Branche usw. stoßen die Anleger auf viele Handlungen, die
    oft nicht mehr mit dem Wort Gaunerei umschrieben werden
    dürfen. Straftaten sind leider nur das, was per Gesetz von
    der Staatsanwaltschaft verfolgt wird. Die Hintertürchen für
    die Finanzbranche werden ständig mehr und die dubiosen
    Papiere werden nicht weniger. Jeder Anleger muss versuchen,
    die Wahrheit selber zu erkennen. Wie gehen die Banken
    wirklich mit dem Wissen um, was die Kunden in den Depots
    halten? Hier wirken die Insidergesetze leider nicht. Die
    BaFin kann leider nicht alles kontrollieren.

  2. Schöner Beitrag. wobei wir bei diesem Szenario wohl nur einen kleinen Teil der Konzerne ins Auge fassen müssen. Es gibt genügend seriöse börsennotierte Unternehmen, mit denen jeder wirklich solides Geld und Rendite machen kann. Mit 70 oder 80 Jahren fragt keiner mehr, wie das Geld zum Leben aufs Konto gekommen ist, sondern jeder will einfach nur eine Altersvorsorge haben, um sein bisheriges Leben fortzuführen. Und das dieses mit Aktien besser zu erreichen ist, ist wohl keine Frage, zumal Mischfonds in die gleichen Gesellschaften investieren, die Wendolin oben beschrieben hat. Das System mag irgendwo und -wie nicht ganz sauber sein, aber es nun mal Bestand unserer Gesellschaft. Die ändern wir nicht so schnell..

  3. Das Schweigen über Vergehen in der Finanzwirtschaft muss nicht
    förderlich sein. Es ist sicherlich nicht einfach gegen den Strom zu
    schwimmen. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang
    die Basel III Bestimmungen, die vor einigen Jahren neu gefasst
    wurden. Das Eigenkapital soll zur Bilanzsumme in einem
    ausgewogenen Verhältnis stehen. Im Klartext 4 – 5 % der Bilanzsumme
    sollen als Eigenkapital ausgewiesen werden. Hier ist zu
    beachten, dass viele Gesellschaften nicht die notwendige
    Eigenkapitalhöhe erreichen, hierdurch bedingt die Bilanzsumme
    herunterfahren. Der Sinn sollte unter anderem sein, dass die
    toxischen Papiere in der Bilanz heruntergefahren werden.
    Wenn jetzt die EZB hingeht und mit der Druckerpresse den
    Banken über 1 Billion Euro zusätzlich zur Verfügung stellen
    will, kann es wieder zu dem Effekt kommen, dass die
    Banken toxische Papiere ins Depot nehmen. Es ist wohl
    klar, wer nachher die Zeche zahlen wird. Eine Bank kann
    grundsätzlich nie Geld verlieren, weil sie mit dem Geld der
    Teilhaber, Anleger und Sparer arbeitet. Also das Aufblasen
    der Aktienmärkte, wird selten eine Bank treffen. Das Platzen
    der Blase in der Krise bezahlen die Bürger.- siehe Tulpenkrise-
    Herr Scherbaum hat sicherlich recht, dass nach 70 und mehr
    Jahren keiner fragt, woher das Geld kommt, was einer
    verdient hat. Manche Währungen können jedoch auch eher
    den Bach heruntergehen? Bei allem positiven Denken sollte
    dies nicht außer Acht gelassen werden. Hilfsprogramme bei
    einer tatsächlichen Krise sind besser als eine Notenpresse.
    Es ist sicherlich
    zu hoffen, dass alle Anleger den richtigen Einstieg zum
    Kaufen und den richtigen Ausstieg beim Verkaufen finden.
    An der Börse wird bekanntlich nicht geklingelt. Leider verstehen
    die meisten M.die Politik der Notenbank nicht.. Die Bürger haben
    über die Staaten, die Finanzwirtschaft 2008 vor dem Kollaps
    bewahrt; so schnell darf auch ein EZB-Präsident nicht
    vergessen. Herrn Professor Sinn hat hier einen sehr
    kritischen Beitrag in der Wirtschaftswoche Germany
    über die Geldschwemme geschrieben. Traurig ist sicherlich,
    dass den meisten Bürgern nicht klar ist, dass Kurssteigerungen
    bei Aktien und gleichzeitiger Geldentwertung nichts bringen.
    Wenn Anleger das fünf bis zehnfache des Buchwertes als
    Kurswert bezahlen kann dies bedenklich sein. Bei einer
    Aktien die 100 Euro kostet und 1 Euro ausschüttet braucht
    ein Anleger 100 Jahre um den Preis zu verdienen. Sollte
    hier nicht ein Konsum vorgezogen werden. Der ärmste Mann
    der Welt fährt die meisten Firmen mit 10 % Eigenkapital
    und der Rest ist Fremdkapital. Wie viele Schulden mag der
    arme Mann wohl haben? Bestimmt mehr als 54 Mrd. Euro.

  4. Die Leiden der Direktbanken und der Anleger?
    Es gibt sicherlich Vorteile für Anleger, wenn diese Online gehen
    und direkt Aktien ordern. Der zeitliche Vorsprung scheint hier
    riesengroß zu sein? Jedoch die Banken in der Gesamtheit sind
    sicherlich im diskutierten Sekundenhandel schneller. Gut,
    wenn Opa und Oma am Schalter gehen und den Kauf oder
    Verkauf aufgeben, kann der Zug schon abgefahren sein?
    Die meisten Bürger beunruhigt hier die NSA-Affäre und das
    Ausspähen von Kundendaten -hier Ankauf und Verkauf- von
    Wertpapieren. Wie richtig im Bericht dargestellt können alle
    Banken die Transaktionen von Kunden auswerten. Die Frage
    ist hier, wie weit dürfen die Direktbanken gehen? Eigentlich
    gibt es klare Vorgaben die besagen, dass gegen die Einlagen
    von Kunden nicht spekuliert werden darf. Nur leider kann
    im Eigenhandel einer Bank -auch Direktbanken gegen jede
    Aktie ein Hedging nach oben oder unten durchgeführt werden.
    Wenn Anleger reich oder arm gemacht werden, ist dies nur
    schwer einer Gruppe zuzuordnen. Die normalen Kursregulatoren
    können mit Pflichtmitteilungen, mit Eingriffen innerhalb der
    jeweiligen Gesellschaft, außer Kraft gesetzt werden. Die
    Gefahr des Handelns bei Direktbanken scheint aus Sicht
    vieler Anleger größer zu sein. Es ist sicherlich auch richtig,
    wenn gesagt werden kann, dass Anleger abgezockt werden
    können. Das Wort Auswerten von Kundendaten egal zu
    welchen Zwecken „Fair Play“ kann nicht verhindert werden.
    Die alte Aktienkultur scheint immer weiter über Bord zu
    gehen. Schön ist, dass die Anleger die Anleger+++ dies
    schreiben dürfen, ohne das die Betreiber der Meinungs-
    Bildung der Werbeetat gestrichen wird? Ein Witz ist es
    schon, wenn manche Banken drohen, wenn dieser Mann
    schreibt, wird der Etat gestrichen. Leider scheint die
    Meinungsbildung auch in BRD durch die Macht des
    unsauberen Geldes in Gefahr zu sein. Demokratie?

  5. Aktie im Fokus: ING-Gruppe, Niederlande
    Bilanzpressekonferenz: ING kündigt Aufnahme der
    Dividendenzahlung für 2014 an. Wahrscheinlich
    0,14 Euro je Stück. Sehr mager nach dem fast
    Verkauf des gesamten Versicherungsbereiches.
    Positiv ist zu werten, dass das Eigenkapital um
    fast 3 Mrd. Euro steigt und der Bankbereich ein
    gutes Ergebnis ausweist; jedoch dieses gute
    Ergebnis durch Sonderlasten gedrückt wird.
    Hier scheint auch wichtig zu sein, wie hoch in
    der Aktiva das ausfallgefährdete Kapital ist.
    Wenn dies die 50 Mrd. Euro Grenze überschreitet
    können Anleger sehen, wie viel das Eigenkapital
    von 50 Mrd. je Stück ca. 13 Euro wirklich wert
    ist. Die ING hat die Aktionäre fast 7 Jahre im
    Trockenen stehen lassen; ´durch Aktienverdoppelung
    und Verwässerung den Aktionären dauerhaften
    Schaden durch Kurseinbußen zugeführt. Die
    normalen Kursregulatoren wurden durch bewusste
    Handlungen und Taten außer Kraft gesetzt.
    Tatsache ist auch, dass der Staat Niederlande
    auf Kosten der Aktionäre ordentlich mit
    Einverständnis der Gesellschaft abgesahnt
    hat. Laut Aktiengesetz dürfen Anteilseignern
    -hier Staat keine Vorteile gegenüber anderen
    Eigentümern eingeräumt werden. Die ING
    gewährte dem Staat fast 13% Rendite, ohne
    nachweislich wirklich in Not zu sein.
    Diese Art von Vetternwirtschaft ist aus
    Sicht vieler Aktionäre nicht in Ordnung.
    Rückblick die ING hatte 2007 noch ein Eigenkapital
    von 37 Mrd. und hat durch Aktienverdoppelung ca.
    7,5 Mrd. Euro eingenommen =44,5. Die
    Aktionäre sollen rechnen, was in den
    letzten 7 Jahren wirklich nach dem fast
    Verkauf der Versicherungssparte dazugekommen
    ist. Jeder Aktionär muss die
    Fundamentaldaten und Ad-Hoc
    Mitteilungen selber prüfen.
    -Ob so das verlorene Vertrauen d. A.
    wieder gewonnen werden kann ist
    fraglich.
    Die im Bericht aufgeführte ING-Diba hat
    ein gutes Ergebnis erzielt und zum
    guten Ergebnis im Konzern beigetragen.

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  6. Vetternwirtschaft bei ING-Gruppe
    Fair sollte hier noch erwähnt werden, dass die NN Gruppe noch
    konsolidiert in der Gruppenbilanz geführt wird und zur Zeit das
    Eigenkapital mit über 50 Mrd. mit einem Anteil von ca. 12 Mrd.
    Euro unterlegt? Dies geht nur solange, bis der Wert über 50 % liegt.
    Danach wird nur noch der tatsächliche Kurs- Börsenwert in
    der Bilanz stehen. Dies wird aus Sicht der Aktionäre das
    Eigenkapital wieder stark schmälern.
    Wenn die Gesellschatten Voya und NN ausgegliedert wurden,
    um mehr Klarheit und Ehrlichkeit zu schaffen -nach Vorgaben
    der EU- muss hinter diesen Maßnahmen ein großes???
    stehen. Nach dem Kenntnisstand werden beide Gesellschaften
    noch vom Gruppenvorstand der ING geführt und das
    Gemauschel geht weiter. Hiermit ist gemeint
    Kapitalverschiebungen und Verwerfungen je nach Bedarf
    und Notwendigkeit. Mit dem Trennen von Bank und
    Versicherung wurde leider nichts erreicht. Die Gesetze
    fehlen! Der Staat machte mit seinen Vertretern und jetzt
    Vertreter die Vorgaben und die Aktionäre und Kunden
    sollen die Zeche zahlen. Mit Speck fängt man Mäuse.
    Irreführende Werbung mit Handgeld sollte in der
    Finanzwirtschaft verboten werden. Wettbewerbsverzerrung?

  7. Wettbewerbsverzerrung bei Direktbanken -Onlinebanken durch Geldzuwendung
    an zukünftige Kunden?
    Ein gesunder Wettbewerb ist wichtig für eine soziale Marktwirtschaft. Gerade bei
    den Direktbanken ohne hier wirklich Namen zu nennen, wird der Kundenfang mit
    Geldmitteln direkt erreicht. Während es in der freien Wirtschaft verboten ist,
    Geldmittel zur Erschleichung von Aufträgen zu verwenden, werden bei vielen
    Direktbanken finanzielle Mittel geboten, um Kunden zu werben und abzuwerben?
    Hier ist eine Wettbewerbsverzerrung zu beobachten; da den meisten
    konservativ geführten Banken oft die Geldmittel fehlen, um Neukunden
    Geldmittel in bestimmter Höhe direkt oder sonstigen Vergütungen zu gewähren?
    Weiter ist hier festzustellen, dass gerade Banken, wo die Mutter am Tropf der
    Staaten -Bürger gehangen hat, auf diese Weise Kunden gewinnen. Wenn
    als Beispiel eine Bank pro Kunde 300 Euro Prämie gewährt und 1 Million
    Kunden im Jahr gewinnt, sind dies 300 Millionen Euro Aufwand für die Bank.
    Dieses Geld haben die Bürger (über Staat) bei vielen Banken zur Rettung
    bereitgestellt. Die Banken, die in der Not auf finanzielle Hilfe verzichtet haben,
    werden hier direkt benachteiligt. Vor dem EU-Gericht ist schon ein Prozess
    gelaufen, ob Banken durch Staatskredite besondere Vorteile erlangen.
    Dem Hohen Gericht wurde diese Seite der Wahrheit bekanntlich nicht
    zugänglich gemacht?

  8. Börsenwitze
    Die Zahlen einer Bilanz können richtig und trotzdem falsch sein?
    Die Hände von Menschen können sauber aussehen und trotzdem schmutzig sein?
    Das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft kann richtig mit 50 Mrd. Euro angesetzt
    sein bei Konsolidierung und bei Nichtkonsolidierung nur 45 Mrd. Euro betragen?
    Makaber für die Leute, die den Witz nicht verstehen.
    Es ist Karneval, da darf ruhig einmal herzhaft gelacht werden.
    Die meisten Fachleute der Börse haben den Witz verstanden

  9. Jeder Investor hat wahrscheinlich gern mit seriösen Aktiengesellschaften
    zu tun. Jedoch dürfen die Augen nicht verschlossen werden, vor
    Gesellschaften, die die Aktionäre durch Handlungen dauerhaft schädigen.
    Es ist oft schwierig diesen Gesellschaften das Handwerk zu legen. Hier
    muss die Schädigung nicht immer darin liegen, dass sich Vorstände
    direkt am Vermögen bedienen. Oft kann es ausreichen, wenn Vorstände
    Vermögen oder Vermögensteile aus der Gesellschaft herauslösen und
    zu einem niedrigen Preis vermarkten. Es ist auch hier sehr schwierig, wenn
    Bekannte und Freunde diese niedrig bewerteten Gesellschaften erwerben,
    Vorständen Fehlverhalten nachzuweisen. Oft wird dargelegt, dass die
    vereinbarten Preise dem Marktwert entsprechen und aufgrund von
    möglichen gesetzlichen Vorgaben oder betrieblichen Notwendigkeiten
    zum Vorteil der Anteilseigner wären. Wenn jedoch staatlichen Hilfen
    in Anspruch genommen werden ohne Notwendigkeit zum Vorteil einer
    Gruppe und Aktienverdoppelung ohne entsprechende Investitionen nur
    Desinvestitionen um Kurse zum Nachteil der Investoren zu drücken
    sollten bei Anlegern Alarmglocken läuten. Leider nehmen die
    unseriösen Handlungen bei Gesellschaften zu ohne das die
    Strafverfolgung wirklich eingreifen kann. Die Maddoffs der Gegenwart
    machen oft keine gesetzlichen Fehler. Es wäre zu wünschen, dass
    die Rechtstaatlichkeit hier besser greifen würde und die
    Staatsanwaltschaften eingreifen könnten. Leider sind die Begriffe
    Gaunerei und Betrug im bürgerlichen Ausdruck nicht mit
    dem gesetzlichen Betrug identisch. Die zivilrechtlichen
    Auseinandersetzungen zwischen klagenden Parteien können
    sich oft nur Betuchte leisten, so dass das Recht auf der Strecke
    bleibt. Mir ist ein Fall bekannt, wo dem Vorstand der Nachteil
    beim Verkauf von Unternehmensteilen und Gründung einer
    AG nahegebracht wurde und der liebe Vorstand doch
    zum Nachteil der Anteilseigner dauerhaft gehandelt hat. Die
    Macht der Aufsichtsräte kann auch hier korrektes Handeln
    für die normalen Aktionäre verhindern. Die Sparer und
    Investoren erleben leider seit mehr als 7 Jahren einen
    schleichenden Untergang der Rechtstaatlichkeit, die
    die Demokratien in Europa gefährden und den
    Rechtsradikalismus stark fördern. Ob dies gewollt
    ist, möchte der Schreiber nicht kommentieren?

  10. Es ist sicherlich richtig, dass die Privatanleger keine Zocker sind;
    aber werden sie zunehmend abgezockt. In den folgenden Zeilen
    geht es sich nicht um seriöse Banken und Versicherungen.
    Punkt 1 Kann durch die Aufnahme eines Staatskredites und hier
    ungünstige Konditionen der Gesellschaft und den
    Aktionären dauerhafter Schaden zugefügt werden?
    Punkt 2 Kann diese Vetternwirtschaft strafrechtlich und
    zivilrechtlich zur Anklage gebracht werden.
    Punkt 3 Kursverluste durch Beeinflussung der Märkte durch
    Gesellschaften, ist dies Gesetzwidrig?
    Punkt 4 Neuausgabe von jungen Aktien, weit unter Kurswert
    und Buchwert -mögliche Aktienverdoppelung- bei
    nur Desinvestitionen; und der Vorgabe einer Not
    die nie besteht oder bestand. Die Anleger können
    durch solche Maßnahmen 80 % und mehr verlieren.
    Greift die Judikative in Europa hier ein?
    Punkt 5 Vetternwirtschaft zwischen Staaten und Banken
    Bank überträgt Hypothekenkredite, die bekanntlich
    durch Grundstücke oder Bauwerke gesichert sind
    an den Staat und erhält im Gegenzug
    Sicherungsscheine weit unter Wert. Hier könnte
    der Bank durch handelnde Vorstände Schaden
    in Milliardenhöhe zugefügt werden. Ist dies
    strafrechtlich relevant in Europa? Eine Kassiererin
    die eine Pfandflasche vom Kunden einlöst und
    das Geld behält, kann wegen Bereicherung den
    Job verlieren? Gibt es den Paragraf der Untreue
    von Vorständen gegenüber Aktionären? Guckt
    die Judikative in Europa weg?
    Punkt 6 Zur Auflockerung der viel gerühmte Sekundenhandel,
    der Banken Vorteile gegenüber Kunden einräumt;
    hat der Gesetzgeber in Europa hier versucht die Waage
    zwischen Kunden und Banken im Handel wieder
    herzustellen?
    Punkt 7 Banken und Versicherungen und auch Kunden ist
    es erlaubt ein Hedging nach unten oder oben gegen
    jede Aktie durchzuführen. Nur und hier kommt die
    Kritik, die Banken und Versicherungen haben das
    Vermögen der Kunden im Depot. Girosammelver-
    Wahrung und können hier durch Handeln und
    Auswerten Märkte beeinflussen und Kunden
    schädigen und bereichern, jedoch in der Mehrzahl
    liegt hier eine Bereicherung der Banken vor und
    ein Abzocken der Kunden durch Kursverlust.
    Hier schaut die Gesetzgebung in Europa nach
    links, für den Investorenschutz wird nichts
    unternommen? Die BaFin ist mehr für die Banken
    da als für Kunden?
    Punkt 8 Wenn Aktionären durch handelnden Vorständen
    indirekt über Verlusten bei der Gesellschaft schaden
    zugefügt wird. Beispiel neu gegründete Gesellschaften
    werden weit unter ihrem tatsächlichen Wert an die
    Börse gebracht. Auch hier schaut die Gesetzgebung
    stark nach links und lässt die Aktionäre im Regen
    stehen. Vetternwirtschaft ist auch hier sehr schwer
    nachzuweisen. Im Extrem könnten Vorstände abgelöst
    werden, wenn die Gesellschaft dauerhaft durch
    Handlungen wie Eigenkapitalverlust geschädigt wird.
    Die Praxis sieht auch hier anders aus.
    Punkt9 Pflichtmitteilungen sind wichtig um relevante Tatsachen
    der Gesellschaft den Aktionären zeitnah zur Verfügung zu
    stellen. Leider können verkehrte Tatsachen und Gründe
    auch die normalen Kursregularen außer Kraft setzen.
    Viele Umstände und daraus resultierende Pflichtmitteilungen
    können auch die normalen Kursregularen außer Kraft setzen
    und Anleger über 80 % und mehr schädigen. Die Gesetzgebung
    in Europa schaut auch hier lieber nach links und lässt die Anleger
    im Regen stehen? Im Zweifel können die Aktionäre ja verkaufen?
    Punkt 10 Das Aufpumpen der Märkte mit Geld der EZB Bank. Auch hier
    werden die Anleger wieder getäuscht; mit diesem Geld werden
    dubiose Wertpapiere zunehmend gekauft, weil sie höhere
    Renditen für Banken versprechen und bei Ausfall Aktionäre
    und Kunden durch die 100000 Euro Regel direkt zur Kasse
    gebeten werden. Wer profitiert von dem Untergang des Euros
    am meisten? Sicherlich doch Banken und Versicherungen die
    nur 4 % vom harten Kernkapital an Eigenkapital vorhalten müssen
    und weit mehr als 95 % Schulden haben; die im Extrem die
    Kunden mit ihren Einlagen oder Anteilseigner bezahlen müssen.
    Beim Auseinanderbrechen einer Währung zahlen zuerst die
    kleinen Leute. Alle die 90 % und mehr Schulden haben, haben
    ja noch das Anlagevermögen, welches die Normalsterblichen
    Arbeitnehmer oft nicht haben. Also die Geldschwemme kommt
    in erster Linie den Firmen zugute, weil sie die meisten Schulden
    horten und die arbeitende Bevölkerung über Kaufkraftverlust und
    starker Geldentwertung die Zeche zahlen muss. Dies gilt auch für
    Griechenland.
    Punkt 11 Hier sollte eigentlich etwas über das „Fair Play“ bei Banken stehen?
    Punkt 12 Hier sollte etwas über Transparenz bei Banken stehen?
    Punkt 13 Im Beitrag über Bayer muss es natürlich heißen, dass die Kunden das
    fünffache des Buchwertes mit dem Börsenwert bezahlen.
    Entschuldigung.
    Punkt 14 Die Beiträge aus China sind sehr interessant und hilfreich; auch in
    China gibt es Anlagebetrug?

    .

  11. Nachtrag zum Beitrag vom 12.2.2015 Vetternwirtschaft ING
    Holding ING-Gruppe verkauft weitere Anteile an NN und senkt
    Beteiligung von 68 % auf 55 %; damit rückt die Nichtkonsolidierung
    in der Gruppe näher. Wichtig scheint hier die Rückkoppelung was
    die Versicherungsgruppe NN + Japan in der Bilanz der Holding
    vor Jahren noch wert war. Die Wertpapiere der Versicherungsgruppe
    wurden in den vergangenen Jahren stark im Wert gemindert?
    Warum? Es entsteht der Eindruck, als wenn die NN Gruppe
    verschleudert wird; jedoch vorher noch mit Diamanten und Smaragden
    behangen wird. Ach die Glücklichen, die vorher alles gewusst haben?
    Was auch immer die EU mit der Nichtkonsolidierung erreichen wollte,
    Transparenz kann so nicht erreicht werden.
    -Bilanzen sollen wahr und klar sein?-
    Es gibt natürlich auch andere Expertenmeinungen zu diesem Thema:
    Die Holding ING würde schmäler und verringere das Risikokapital.
    Dies stimmt natürlich. Die 9 Mrd. Eigenkapitalverlust in den Vorjahren,
    dienten zum Aufpolieren von NN. Die Befürworter sollten mir bitte
    Positiv sagen, was der Deal für die Holding nach Zugabe von Vitamin C
    gebracht hat?
    Der Kursverlauf der ING-Gruppe gibt den Befürwortern recht; der
    Kurs übersprangt kurzfristig die 13,– Euro Marke?
    Ein Hedging des Kurses kann auch in eine andere Richtung erfolgen;
    wie lange?

  12. Kriminelle Bande
    Welche Gefahren kommen auf die Direktbanken und deren Kunden
    -durch das über 10 jährige kriminelle Handeln dieser Gruppe- zu?
    Aus der allgemeinen Presse wird der Ball ja sehr flach gehalten;
    die Andeutung, dass ein russischer Informatiker beim Auffliegen
    von Teilen der Bande geholfen hat und der Schaden man höre und
    staune fast 2 Mrd. Euro beträgt, kann kaum jemanden
    beruhigen. Die Gefahr, dass es hier zunehmend Trittbrettfahrer
    gibt, die leicht verdientes Geld machen möchten, ist leider groß.
    Das Ausspionieren von Zugangsdaten von Konten scheint durch
    die Internetdienstanbieter nicht schwerer geworden zu sein. Ob
    allerdings auch so leicht an den jeweiligen Kontrollnummer pro
    Geschäftsvorfall zu kommen ist, können wahrscheinlich nur die
    kriminellen Hacker sagen. Ist Online und Tele Banking heute noch
    sicher? Die Kinder und Erwachsenen wachsen in eine Zeit herein,
    wo die Cyber-Kriminalität zunimmt, ohne das die Politik und
    Gesetzgebung wirklich eingreift. Das Wort NSA wurde einfach
    geschluckt und das Ausspionieren von Geschäfts- und Bankdaten
    geht fröhlich weiter? Die Angsthasen in der Gesellschaft, die
    zunehmend noch vorsichtiger werden im Handel mit Wertpapieren,
    werden sicherlich zunehmen. Die Angst vor dem normalen Abzocken
    wie beschrieben, wird noch durch das kriminelle Abzocken von
    Banken erhöht? Laufen unsere Kinder nicht nur in eine Bullenfalle?

  13. Die Aufarbeitung der Lehmann-Brother Krise 2008 und die Folgen?
    In München findet und fand zur Zeit ein Prozess gegen die ehemalige
    HRE statt; es geht hier um Genussscheine, die bekanntlich nur bedient
    werden, wenn eine Gesellschaft steuerpflichtige Gewinne einfährt.
    Sehr komplex; die Bank möchte den Anlegern den fälligen Zins nicht
    gewähren und dies mit fadenscheinigen Argumenten.
    Weiter wird in München ein Fall gegen die Direktbank DAB und dessen
    Ableger „Accessio“ verhandelt. Hier geht es sich darum, ob eine Bank
    Kunden mit hohen Zinsen für Tages- und Monatsgeld locken darf und
    danach Genussscheine und Anleihen von dubiosen Firmen mit hohem
    Ausfallrisiko andrehen darf. Die Gerichte tuen sich nach wie vor sehr
    schwer mit der Aufarbeitung von dubiosen Geschäften im Bankenhandel.
    Hier scheint auch der Fall Madoff in Amerika der schlimmste gewesen zu
    sein. Hier wurden Wertpapiere vermarktet, die es in Wahrheit nicht in der
    Listung und im Register gab. Gut auch hier soll niemand glauben, dass
    bei den Zusammenbrüchen von fast 200 Banken in den jeweiligen
    Bilanzen alles Super war? Vielleicht kann die EZB mit der Geldschwemme
    ab März 2015 etwas Licht ins Dunkel der schwachen Banken bringen,
    wenn diese nach dem Geld greifen. Hier werden sich sehr schnell wieder
    die „Schwarzen Schafe“ der Branche zeigen?

  14. Die Reformierung der in BRD tätigen Universalbanken?
    Vor einigen Jahren war in BRD der Gedanke, dass ein Trennbankensystem
    viele Probleme im gerechten Umgang mit Kundengeld -Anlagegeld bringen
    könnte. Hier war allerdings der Hintergedanke, dass dadurch zukünftige
    Krisen bei Banken abgewendet werden könnten? Die Interessenlage von
    Staaten gegenüber Banken hat sich wieder grundlegend gewandelt. Das
    verfluchte Investment-Banking war nur bedingt Auslöser der Krise. Die
    Staaten mussten erkennen, dass leider nicht das gesamte Investment-
    Geschäft schlecht ist. Eigentlich müsste nur der Umgang mit Kundendepots
    im Investment-Banking neu und besser geregelt werden. Dies ist jedoch
    mit den heutigen Standards und Gesetzen nicht möglich, wie bereits in
    Beiträgen beschrieben. Der Anlegerschutz geht immer mehr den Bach
    in BRD herunter; daran ist nicht das Investment-Banking schuld. Schuld
    ist die Tatenlosigkeit der Politik- die mit dem Wort Verbraucherschutz und
    Dokumentation etwas erreichen wollte- in Wahrheit wurde von den großen
    Baustellen Insidervergehen usw. nichts bereinigt. Die zukünftige erhöhte Geldmenge
    der EZB mag zwar kurzfristig durch Preisanstieg die Steuern sprudeln
    lassen, dies werden die Verbraucher durch Preisanstieg und steigender
    Geldentwertung bezahlen. In Europa haben die verantwortlichen Stellen
    Probleme, die neuen Gesetzeslücken, die Verbraucher um ihr Geld bringen,
    noch nicht erkannt und genügend behandelt? Die soziale Gerechtigkeit
    in den Demokratien Europas kann auch durch eine unsaubere Geldpolitik
    gefährdet sein. Hiermit ist nicht die Solidarität mit Griechenland gemeint.
    Es wurde im Bankgeschäft auch zu wenig hinterfragt, wie manche üppigen
    Gehälter zustande gekommen sind. Oft konnte in der Vergangenheit schon
    erkannt werden, dass das moderne Ausrauben von Kunden und deren
    Depots hart an die gesetzlichen Grenzen stößt. Ohne, dass die Gesetze
    bis heute reformiert wurden. Die Direktbanken sind teilweise hier auf
    einen Zug gesprungen.

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