Amazon vs. Google: Es mutet schon etwas merkwürdig an

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Gestern Abend fand ein Showdown zwischen den US-Technologieriesen Amazon (WKN 906866) und Google (WKN A0B7FY) statt. Wenn man sich die Marktreaktionen anschaut, dann kamen die Quartalsergebnisse von Amazon wesentlich besser an.

Allerdings mutet es etwas merkwürdig an, wenn Amazon seinen Jahresumsatz um 20 Prozent auf 89 Mrd. US-Dollar steigert, dabei unter dem Strich 241 Mio. US-Dollar verliert, Google wiederum die Erlöse um 19 Prozent auf 66 Mrd. US-Dollar nach oben schraubt, dabei den Gewinn um knapp 12 Prozent auf 14,4 Mrd. US-Dollar steigert und Investoren Amazon zujubeln. Satte 12 Prozent konnte die Amazon-Aktie am Donnerstagabend nachbörslich zulegen, weil die Ausgaben im Schlussquartal nicht ganz so stark angestiegen sind, wie man es am Markt befürchtet wurde. Zudem kam der Erfolg des Streaming-Dienstes Amazon Prime gut an.

Google hatte wiederum im vierten Quartal mit einer abnehmenden Wachstumsdynamik bei den bezahlten Klicks und geringeren durchschnittlichen Einnahmen pro Anzeige zu kämpfen. Dies ist nun schon seit einer Weile zu beobachten, nachdem sich der Trend weg von den Desktop-PCs hin zum mobilen Internet beschleunigt hatte. Beide Konzerne haben es wiederum gemein, dass sie wie verrückt Geld für Zukunftsprojekte aus dem Fenster werfen. Allerdings hat Google dabei einen entscheidenden Vorteil. Seit Jahren hält sich der Internetriese als ganz großer Platzhirsch im Bereich Internetsuche und scheffelt Werbemilliarden, so dass man sich die Großzügigkeit auch leisten kann.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
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Amazon dagegen macht immer wieder neue Baustellen auf und versucht sich an allem, was gerade im Trend liegt. Während das Smartphone aus dem Hause Amazon, das in der Entwicklung teuer war, droht in der Versenkung zu verschwinden, ist es meiner Meinung nach jetzt nicht der ganz große Wurf, wenn das Unternehmen zu einem Filmstudio wird und Filme sowie Serien für den eigenen Video-Streamingdienst produzieren möchte. Ist ja nicht so, als ob die etablierten Filmstudios Amazon ohne Gegenwähr in ihrem Revier wildern lassen möchten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
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Zudem vertrauen Anleger zu sehr darauf, dass das vierte Quartal 2014 eine generelle Trendwende in der Ausgabenpolitik Amazons dargestellt hat. Vielmehr hat Gründer und Konzernchef Jeff Bezos schon häufiger ein Quartal mit geringeren Ausgaben und einem etwas höheren Gewinn eingestreut, um Kritiker etwas zu besänftigen, doch relativ schnell explodierten die Kosten wieder. Daher würde ich jederzeit die Google-Aktie favorisieren, obwohl Investoren Amazon gestern Abend einen klaren Punktsieg beschert hatten. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Google-C-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DT4CVX ins Auge fassen. Amazon-Fans könnten wiederum auf das Hebelprodukt mit der WKN DT5Q10 setzen.

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