Adecco: Es gibt Wichtigeres

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Bildquelle: Pressefoto Adecco

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Euro-Kopplung des Franken aufzugeben, hat für enorme Turbulenzen am Schweizer Aktienmarkt gesorgt. Doch inzwischen haben sich der Leitindex SMI und damit die wichtigsten Werte von dem zwischenzeitlichen Schock etwas erholt. Dabei dürften insbesondere für den Personaldienstleister Adecco (WKN 922031) andere Ereignisse und Entwicklungen an den Weltmärkten wichtiger sein.

Adecco bilanziert in Euro. Bei der Umrechnung in Schweizer Franken (CHF) bleibt seit neuestem weniger übrig, da sich die SNB dazu entschlossen hat, die künstliche Abwertung der Franken aufzugeben und somit für eine noch stärkere Schweizer Währung gesorgt hat. Allerdings hat Konzernchef Patrick de Maesenaire im Rahmen des Wirtschaftsforums in Davos betont, dass ihn andere Aspekte eher umtreiben. Es geht vor allem darum, dass die europäische Wirtschaft anspringt und Unternehmen wieder mehr Mitarbeiter einstellen.

Daher dürfte man bei Adecco zuletzt auf die Entscheidung einer anderen Notenbank mit noch größerer Spannung geschaut haben. Die Rede ist natürlich von der EZB und der historischen Entscheidung, monatlich Anleihen im Volumen von 60 Mrd. Euro bis September 2016 aufzukaufen. Einerseits haben die europäischen Notenbanker rund um Mario Draghi den Kampf gegen die Deflation im Euroraum im Blick. Andererseits werden Banken Anleihen abgenommen und damit die Kreditvergabe an Firmen angekurbelt, während der Euro weiter geschwächt wird und die Exporteure frohlocken. Zudem sorgt der fallende Ölpreis dafür, dass die Chancen auf eine Konjunkturerholung steigen.

Der weltweit führende Personalvermittler profitiert von diesen Entwicklungen, wenn sie sich zum Beispiel in Frankreich, dem mit einem 25-prozentigen Umsatzanteil größten Einzelmarkt von Adecco, positiv bemerkbar machen. Gleichzeitig profitiert man aber auch vom Aufschwung in wichtigen Märkten wie Nordamerika oder Großbritannien und Irland. Daher wird Adecco die Folgen der schwerwiegenden SNB-Entscheidung zu spüren bekommen, gleichzeitig haben die EZB und der sinkende Ölpreis dafür gesorgt, dass diese Effekte mehr als ausgeglichen werden können.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ganz nebenbei hat das Unternehmen Ende 2014 ein frisches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 250 Mio. Euro aufgelegt, während sich die Dividendenrendite von 3,5 Prozent und das 2015er-KGV von 13 sehen lassen können. Anleger, die überproportional und schon mit kleinen Geldbeträgen von steigenden Kursen der Adecco-Aktie profitieren möchten, könnten einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DX83F9 werfen.

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Bildquelle: Pressefoto Adecco


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