ArcelorMittal: Zu hart abgestraft!

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Bildquelle: Pressefoto ArcelorMittal

Seiner Bergbausparte hatte es ArcelorMittal (WKN A0M6U2) zu verdanken, dass die Aktie im Branchenvergleich übermäßig viele Prügel beziehen musste. Dadurch hat sich aber auch reichlich Potenzial für ein Comeback angestaut.

Die europäische Stahlindustrie hat nun schon seit Jahren mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben Überkapazitäten und dem daraus resultierenden Preisdruck hat sich auch die Nachfrage aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in Südeuropa, ebenfalls wenig erfreulich entwickelt. Aus diesem Grund befindet sich die Aktie des weltgrößten Stahlproduzenten ArcelorMittal nun schon seit Jahren in einem Abwärtstrend. Zuletzt wurde sogar ein neues Allzeittief ausgebildet. Allerdings ergeben sich in solchen Phasen auch Investmentchancen, vor allem wenn man bedenkt, dass die ArcelorMittal-Aktie zu hart abgestraft wurde und das Unternehmen bereits die richtigen Schritte unternommen hat, um wieder für erfreulichere Ergebnisse zu sorgen.

Im Vergleich zu anderen Stahlwerten, die ebenfalls unter den herausfordernden Marktbedingungen leiden mussten, hatte ArcelorMittal einen zusätzlichen Klotz am Bein. Dabei ist der starke Kursrückgang der Aktie auch auf den dramatischen Verfall der Eisenerzpreise und dessen negative Auswirkungen auf das Segment Mining zurückzuführen. Immerhin macht die Bergbausparte einen wichtigen Teil des Geschäfts aus. Zuletzt hatten Konjunktursorgen dazu beigetragen, dass die Rohstoffmärkte durchgeschüttelt wurden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum für 2015 und 2016 um jeweils 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Demnach soll das weltweite BIP in diesem Jahr nur noch um 3,5 Prozent und im kommenden Jahr um 3,7 Prozent wachsen, während die Wachstumsdynamik in China immer weiter abnimmt und so eine schwächere Rohstoffnachfrage signalisiert wird.

Unsere DZ BANK Analysten gehen jedoch unverändert davon aus, dass ArcelorMittal seine Zielsetzung für 2014 eines EBITDA von über 7 Mrd. US-Dollar erreichen wird. In 2015 erwartet man auf Analystenseite einen marginalen Anstieg beim EBITDA. Als globaler Marktführer ist das Unternehmen auf den wichtigen Kernmärkten USA und Europa gut positioniert und wird auch zunehmend von der fortgesetzten Optimierung der Geschäftsprozesse sowie der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den USA profitieren können. Dieser Effekt wird laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten die zu erwartenden Ergebnisrückgänge im Segment Mining kompensieren. Ferner wird damit gerechnet, dass geringere Abschreibungen, Kosteneinsparungen und niedrigere Finanzierungskosten positive Ergebniseffekte nach sich ziehen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen; Hinweis: Aussagen zu früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen von Finanzinstrumenten, Finanzindizes oder Wertpapierdienstleistungen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Wertentwicklungen dar. Eine Gewähr für den künftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in diesem Dokument genannten Finanzinstruments, Finanzindex oder einer Wertpapierdienstleistung kann daher nicht übernommen werden.

In der DZ BANK Researchabteilung hält man zwar einen Bewertungsabschlag gegenüber anderen Stahlkonzernen aufgrund der Eisenerzaktivitäten bzw. des integrierten Geschäftsmodells für gerechtfertigt. Als geographisch breit diversifizierter Weltmarktführer im Stahlbereich ist der Abschlag aber mittlerweile zu groß geworden. Aus diesem Grund wurde das Anlageurteil auf „Kaufen“ geändert. Der faire Wert liegt bei 9,30 Euro. Damit würde sich ein Kurspotenzial von knapp 9 Prozent ergeben. Allerdings sollten Anleger, trotz der guten Aussichten auf ein Comeback, beachten, dass sich die ArcelorMittal-Aktie in einem langfristigen Abwärtstrend befindet, so dass Absicherungen angebracht sind.

Mit Blick auf das aktuelle Volatilitätsumfeld und die fundamentale Analyse des Unternehmens ArcelorMittal könnte sich als Alternative zum Direktinvestment ein Bonus-Zertifikat mit Cap der DZ BANK (WKN DG116W) auf die Aktie des weltgrößten Stahlkonzerns anbieten. Das rund halbjährige Papier (Fälligkeitstag: 26.06.2015) hat einen Cap von 10,75 Euro, was derzeit einer Bonusrendite von etwa 14,7 Prozent p.a. entspricht. Die Barriere liegt bei 5,75 Euro und der Puffer damit aktuell bei rund 30 Prozent. Notiert der Kurs der ArcelorMittal-Aktie an den Beobachtungstagen (22.10.2014 bis 19.06.2015) nie auf oder unter der Barriere von 5,75 Euro, entspricht der Auszahlungsbetrag dem Bonusbetrag von 10,75 Euro. Andernfalls entspricht der Auszahlungsbetrag dem Schlusskurs der ArcelorMittal-Aktie am Bewertungstag (19.06.2015; Referenzpreis).

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 21.01.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: Pressefoto ArcelorMittal


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