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EUR/CHF-Crash – welche Forex-Broker sind betroffen

Die Ereignisse haben sich seit Donnerstag förmlich überschlagen, und das dicke Ende ist wohl noch nicht einmal in Sicht. Die unerwartete Kehrtwendung der Schweizer Notenbank (die SNB hat entschieden, den EUR/CHF bei 1,2 nicht weiter zu stützen und gleichzeitig den Zinssatz von 0,5 auf -0,75% zu senken) hat dazu geführt, dass nicht wenige Forex-Broker massive Verluste erleiden mussten, was in manchen Fällen zu Liquiditätsproblemen geführt hat. Besonders erwischt hat es überraschend nicht nur einige Exoten ohne Kundenstamm in Deutschland, sondern auch die beiden Schwergewichte Alpari UK und FXCM. Unsere Partner-Broker hingegen beruhigen bzw. denken sogar an Expansion.

Ich möchte heute einen kurzen Abriss zum Stand der Dinge bringen was in Deutschland relevante Forexbroker betrifft. Basierend auf einem Mix aus offiziellen Meldungen und der Gerüchteküche, die heiß brodelt. Dank der guten Kontakte von BrokerDeal zu vielen in Deutschland vertretenen Brokern hören wir so manches hinter vorgehaltener Hand, was sich wohl erst im Laufe der nächsten Tage bestätigen lässt (oder eben nicht). Bis Montag oder Dienstag wird sich hier sicher noch viel tun, es folgt dann noch ein Update. Die Probleme und bereits eingetretene Insolvenzen von in Deutschland unbekannten Brokern sollen uns hier nicht tangieren.

Wie es überhaupt dazu kommen kann, dass Broker so in Schieflage geraten können, haben wir in diesem Artikel zu beschreiben versucht.

Alpari

Game Over. Das hat  eingeschlagen wie eine Bombe. Alpari hat mit vielen Konten tief im Minus zu kämpfen, geschätzter Verlust $45 Millionen. Und da diese Verluste durch den Broker gedeckt werden müssen, dies aber die liquiden Mittel von Alpari übersteigt, musste Insolvenz beantragt werden. So schnell kann es selbst bei Großen gehen, erschreckend.

Offizielles Statement lesen

Und was sagt die Gerüchteküche dazu? Alpari führt als Market-Maker ja im Grunde ein B-Buch, d.h. sie hätten eigentlich von den Kundenverlusten am Donnerstag sogar profitieren können. Nur: einzig gegen den Schweizer Franken hatte man sich am Markt abgesichert, weil aufgrund der garantierten Preisuntergrenze von 1,2 CHF die Kunden ja sonst auf Kosten von Alpari risikofreie Gewinne hätten einfahren können. Das nenne ich mal einen Boomerang.

Die Kundengelder müssten „safe“ sein, da diese in segregierten Konten lagern und damit nicht in das Firmenvermögen einfließen. Bleibt abzuwarten, ob das auch zu 100% der Fall sein wird. Wir drücken allen Alpari-Kunden diesbezüglich die Daumen, empfehlen bei weiteren Engagements unsere weiter unten beschriebenen soliden Partner-Broker.

Update 18.01.: da staunen wir nicht schlecht, laut letzten Meldungen überlegt jetzt sogar FXCM nach seiner Rettung in letzter Minute, das Geschäft von Alpari zu übernehmen!

FXCM

Das war eine knappe Kiste. Der größte Retail-Broker der USA hat mit einem Minus auf Kundenkonten von in Summe 225 Millionen USD zu kämpfen. Das hat sämtliche freien Mittel mehr als aufgefressen, schließlich betrug das freie Vermögen Ende September 2014 gerade einmal 138,7 Mio USD (siehe Daten von FXCM). Damit wurden bereits die Auflagen der NFA verletzt und die Lizenz war formal im Eimer. Auch die ehemals hohe Marktkapitalisierung half nicht mehr, nachdem die Aktie am Freitag um 90% gefallen war, bevor sie vom Handel ausgesetzt wurde.

Der Retter in letzter Minute war dann die Leucadia Group, die ein $300 Millionen schweres Darlehen gewährt hat. Die kurze Laufzeit von zwei Jahren bei einer angeblich 10%igen Verzinsung sind nicht ohne, aber so kann FXCM das normale Geschäft wieder aufnehmen. Hier werden sicher noch spannende News folgen, wie jene dass FXCM nun sogar das Geschäft von Alpari übernehmen möchte.

Bei den folgenden 10 Brokern handeln Mitglieder von BrokerDeal bis zu 40% günstiger!

JFD Brokers

Nur sehr wenige Konten bei JFD waren überhaupt von den heftigen Turbulenzen betroffen und erlitten größere Verluste, Stopps wurden sehr rasch ausgeführt. Temporär werden die Marginanforderungen erhöht beim FX-Trading, damit ist der Broker aber nicht alleine. Das Business läuft gewohnt geschmiert weiter wie eh und je.

Zur detaillierten Meldung

GKFX

Überhaupt keine Probleme auch bei GKFX. Im Gegenteil, GKFX hält sogar Ausschau nach Übernahmekandidaten! Das werden noch spannende Tage im Januar und Februar für diesen Partner-Broker.

Ganze Meldung lesen

WH SelfInvest

WH SelfInvest hat den Sturm unbeschadet überstanden, auch hier laufen die Geschäfte sicher und stabil weiter wie bisher. Der Partner Gain Capital hat am Donnerstag sogar Gewinne verzeichnen können, damit ist die Finanzlage weiterhin absolut in Ordnung. Nicht nur das, es werden sogar Möglichkeiten der Expansion sondiert.

FXFlat

Auch hier kein Problem, da die Fäden bei Gain Capital zusammen laufen, siehe obige Meldung.

OANDA

Alles geht seinen gewohnten Gang, trotz geschätzter Verluste von $5-$-10 Millionen. Und nicht nur das: OANDA steht zu seinem Versprechen von „Keine Nachschusspflicht“ und hat negative Saldi ausgeglichen. Respekt, das wird für eine starke Kundenbindung und zusätzliche Interessenten sorgen!

Admiral Markets

Auch Admiral Markets verkündet Beruhigendes, die Auswirkungen auf den Broker sollen begrenzt sein. Es kann allerdings zur Orderausführungskorrekturen kommen in den nächsten Tagen. Der Handel mit einigen Währungspaaren ist derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

ActivTrades

Bereits seit einiger Zeit werden als Vorkehrung höhere Margen auf CHF-Währungspaare verlangt. Dadurch konnte der SNB-Entscheid unbeschadet überstanden werden. Die Geschäfte gehen ihren gewohnten Gang (CHF-Positionen aber derzeit eingestellt), und vor allem: auch hat ActivTrades sämtliche Konten im Minus ausgeglichen! Dicker PR-Bonus

ETX Capital

Hier wird es spannend: zwar wird in einem Kundenmailing betont, dass das Unternehmen finanziell gefestigt ist und die Kundengelder zu 100% sicher sind. Aber mit nachträglichen Kursänderungen wie angekündigt werden viele Kunden nicht glücklich sein. Wir bleiben natürlich am Ball, da hier auch viele Mitglieder von BrokerDeal ihre Konten führen.

IronFX

Laut Statement alles ok, und wir haben auch noch nichts Gegenteiliges vernommen. Wir sind allerdings speziell darauf gespannt, wie mit Konten im Minus umgegangen wird. Da auch IronFX in unserem Fragenkatalog bejaht hat, keine Nachschussforderungen zu stellen.

X-Trade Brokers

Sieht sehr gut aus laut einem gestrigen Interview und direkte Auskunft an uns auf Nachfrage. Auch dank größerer Marginanforderungen für CHF-Pairs seit einiger Zeit. Auch einen Seitenhieb auf die Schweizer Nationalbank kann man sich nicht verkneifen.

Interactive Brokers

Laut eigener Aussage sollen Kundenkonten insgesamt $120 Millionen ins Minus gerutscht sein. Was kein Problem für den weltgrößten Broker darstellt, da dies nur 2,5% des Firmenvermögens ausmacht. In so einer komfortablen finanziellen Situation möchten sicher einige stecken.

CMC Markets

Trotz geschätzter Verluste von $10 Millionen scheint CMC diesen Sturm ziemlich unbeschadet überstanden zu haben. Allerdings rumort es bereits in einigen Foren was nachträglich geänderte Ausführungskurse betrifft, selbst Shorttrades wurden so noch zu Verlusten. Dem werden wir in einem weiteren Artikel auf den Zahn fühlen, die Kundengelder bei CMC sind jedenfalls sicher und der Handel kann weitergehen.

IG

Weniger glücklich war IG Group über den Kursverlauf am Donnerstag. Schon am Donnerstag wurde sehr transparent in die Offensive gegangen und ein Verlust von 30 Millionen Pfund verkündet, aktuell sind es sogar $45 Millionen. Am 20. Januar werden Unternehmenszahlen veröffentlich, dann weiß man mehr über den finanziellen Zustand des Unternehmens. Das Geschäft geht aber weiterhin seinen Lauf, Auszahlungen sind problemlos möglich.

Varengold

Der Vorstand beruhigt, Kunden haben keinerlei Probleme zu fürchten und das Geschäft geht seinen gewohnten Gang. Allerdings hat auch Varengold BrokerDeal gegenüber angegeben, Nachschusspflicht auszuschließen. Auch hier werden wir uns umhören unter Kunden, ob dem auch tatsächlich so ist. Wenn ja, Hut ab.

Plus500

Auch dieser Broker will am Donnerstag sogar einen kleinen Gewinn gemacht haben. Während Kunden sehr wohl unter dem Kursrutsch litten wie überall, ist in den AGB von Plus500 unter Punkt 2.1 zu lesen „However you cannot lose more than the balance on your Trading Account.“ Da hören wir uns natürlich ebenfalls wieder um.

Saxo Bank

Noch ein großer Name mit der unglücklichen Entscheidung, ausgeführte Kundenorders im Nachhinein zum Schlechtern verändern zu wollen, selbst der angebliche Verlust von $50-$100 Millionen ist hier keine Rechtfertigung. Vor negativer PR scheinen sich also mehrere Broker nicht zu fürchten.

Soweit zu den für Deutsche interessantesten Forex-Brokern. Wir fühlen Anfang kommender Woche sämtlichen Brokern weiter auf den Zahn und halten Sie auf dem Laufenden! Und wer schon auf der Suche nach einem neuen vertrauenswürdigen Broker ist, dem sei unser objektiver Brokervergleich inklusive zahlreicher hinterlassener Bewertungen echter Trader ans Herz gelegt.

Abseits dieser FX-Broker haben natürlich auch andere Finanzinstitute geblutet. So verkündete die Deutsche Bank einen vorläufigen Verlust von 130 Millionen Euro, auch Barclays soll mehrere zehn Millionen in den Sand gesetzt haben. Da genauere Schätzungen von den meisten großen Banken und Hedgefonds noch fehlen, gehen wir von Verlusten von mehreren Milliarden Euro aus. Der geschätzte Buchverlust der Schweizer Nationalbank selbst im Ausmaß von 60 Milliarden Euro gar nicht mitgerechnet. Bestätigt werden wir in dieser Annahme durch die erste vermeldete Insolvenz eines US-Hedgefonds, der ca. $830 Millionen schwer war.

Da kommt sicher noch viel an die Oberfläche in den nächsten Wochen, da heißt es kräftig Beine treten um nicht unterzugehen.

michael-hinterleitnerEin Beitrag von Michael Hinterleitner

Er ist Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de.

Bereits mit 16 der Faszination Börse erlegen, wurde Trading neben dem Studium der Wirtschaftswissenschaften zu seiner Hauptbeschäftigung, seit 2006 ist er auch Redakteur und Trader bei Godmode Trader tätig. Sein Fokus: Swing- und News-Trading mit Aktien. Neben der täglichen spannenden Jagd an den Börsen kam 2011 die Idee zu einem neuen Brokervergleich, der nicht nur einen detaillierten Blick hinter die Kulissen erlaubt, sondern auch handfeste Vorteile für Mitglieder bringt. Als Mitbegründer der Vergleichsplattform BrokerDeal.de hat sich Michael Hinterleitner zum Ziel gesetzt, Licht in den Brokerdschungel zu bringen. Er erklärt, worauf es bei der Brokerwahl ankommt, welcher Anbieter für welche Bedürfnisse Sinn macht, und auf welche Unterschiede man bei den Produkten und der Ausführungsqualität achten sollte.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


4 Kommentare zu EUR/CHF-Crash – welche Forex-Broker sind betroffen

  1. Wohin führt die expansive Geldpolitik der EZB?
    Es ist theoretisch möglich Unternehmungen mehrmals zu Geld zu machen.
    Ein Beispiel aus der Vergangenheit war die Kirch-Gruppe; die bekanntlich
    auch am hohen Schuldenberg gescheitert ist. Eine EZB ist natürlich kein
    Privatunternehmen. Im Prinzip kann auch jeder Unternehmer eine Geld-
    Schöpfung durch Wechseleinreichung vornehmen. Hier stehen bekanntlich
    hinter der Schuld Waren, die später zahlbar sind. Was passiert jetzt bei
    den Schuldpapieren, die von Staaten in Europa ausgegeben werden? Hier
    reißen sich unter normalen Umständen Banken darum, diese Scheine
    von den Staaten zu bekommen, ins eigene Depot zu nehmen oder weiter
    zu verkaufen. Diese Schleife scheint zur Zeit etwas beschädigt. Gute
    Länder in der Bonität brauchen zur Zeit gar kein Geld aufzunehmen. Dazu
    gehört auch die BRD. Es ist verständlich, dass aus diesem Grund, die
    BRD der expansiven Geldpolitik der EZB kritisch gegenübersteht. Von
    schwächeren Staaten in der EU wollen die Banken erst gar keine
    Schuldscheine mehr? Wenn jetzt von einem Programm der EZB von
    700 Mrd. und mehr gesprochen wird, müssen alle Bürger in der EU
    dies kritisch sehen. Die EZB schöpft hier wie bei einem Wechsel
    künstlich Geld -nur die Wechselstrenge- erlaubt nur gute Wechsel.
    Es gibt den Wechselbetrug, wenn im Vorhinein schon klar ist,
    dass der Schuldner nicht zahlen kann. Länder wie Griechenland,
    die bekanntlich schon einen Schuldenschnitt hinter sich haben.
    Also Gläubiger bereits um ihre Einlagen betrogen haben und
    wieder unseriöse Anträge und Erpressungen vortragen könne
    bekanntlich keine Wechsel mehr ausstellen. Das Programm soll
    jedoch gerade den schwächeren Staaten helfen, wo Banken und
    Gläubiger keinen Kredit mehr gewähren wollen. Es hat in der
    Geschichte ein Beispiel mit Zündhölzern gegeben; hier wurde
    eine Anleihe ausgegeben, die nicht mehr in Relation zum
    wahren Wert stand. Die EZB bewegt sich in einen Traumbereich
    hinein. Die Schweizer Notenbank hat der EZB gezeigt, dass
    durch die Einlagerung der 4 fachen Menge Euroscheine
    binnen kurzer Zeit in der Schweiz, eine Aufwertung des
    Franken notwendig war. Die BRD hat bekanntlich kein
    Interesse daran, den Euro kaputt zu machen. Der Grundsatz,
    dass jeder Staat für seine Schulden selber verantwortlich ist,
    sollte also bleiben. Am Beispiel von Griechenland, kann
    ersehen werden, was ein Fass ohne Boden für die Zukunft
    der EU und der EZB bedeuten kann. Verträge von Staaten
    müssen auch bei neuen Machthabern eingehalten werden.
    Die BRD steht momentan mit ihren Reformbemühungen alleine
    in der EU. Die BRD hat schon viel zu lange den Weihnachtsmann
    mit sich machen lassen. Wenn die BRD in Wahrheit 1/4 dieser
    Geldschöpfung beanspruchen könnte; jedoch im Kontrollgremium
    nichts zu sagen hat, braucht nicht weiter gesprochen zu werden.
    Solidarität muss Grenzen haben. Falsche Götter und Machthaber
    hat es leider zu jeder Zeit gegeben. Schlimm ist es, wenn diese
    die Menschen ins Verderben reißen. Seit 2008 lässt die Moral
    jeden Tag ein Bisschen mehr nach?.

  2. Die Spekulation gegen den Euro wird leider noch künstlich von der EZB angeheizt?
    Die angekündigte Ausdehnung der Geldmenge durch die EZB, kann bekanntlich nicht
    ohne Folgen bleiben. Alle die genannten Hedgefonds, die jetzt angeben Verluste
    gemacht zu haben, könnten ihre Schulaufgaben nicht richtig gemacht haben. Gut,
    die Volksverdummung durch die Finanzbranche schreitet seit 2008 ständig weiter.
    Traurig ist, dass die starke BRD im Gremium der EZB in Sachen Geldstabilität nichts
    zu bestellen hat. Die bekannte Ohnmacht des deutschen Vertreters in der EZB wird
    ständig öffentlich bekannt gemacht. Und dies alles wird den Bürgern für eine wahre
    Semmel verkauft. Die Wahrheit sieht anders aus. Die wahren Worte der Politik in
    der BRD“ die Ersparnisse der Bürger werden garantiert“? Heute die Ersparnisse
    von Firmen und Bürgern können im Extrem nur noch bis 100000 Euro gesichert
    werden. Die EZB ist dabei aus einem Stück Kuchen zwei Stücke zu machen und
    nimmt in Kauf, dass die Währung 50 % weniger wert wird. Ein schönes Beispiel
    ist die ING-Gruppe in Holland, die die Aktienstückzahl auch verdoppelt hat und
    in Kauf genommen hat, dass sich der Kurs halbiert. Die wahren Worte dieser
    Bank spiegeln die ganze EZB wider; jedoch die Bürger müssen die Lektüre
    wirklich lesen. Heute ist zu lesen, dass der BGH windigen Geschäftemachern
    keine Sicherheit bietet. Die Bürger wären schon froh vom BGH zu hören, dass
    nicht nur die Banken Freifahrtscheine für die Zukunft ausgestellt bekommen.
    Die vielen Gaunereien der Banken können bekanntlich nicht strafrechtlich verfolgt
    werden. Der Fall Maddoff in den USA war nur der Auslöser und hat den
    Sündenfall ein wenig offengelegt? Der Terrorismus wird von der Finanzbranche
    durch unseriöses Handeln gezüchtet. Die Politik verlangt von den Bürgern, dass
    die Ersparnisse nicht mehr auf Konten sondern in Tresoren gebunkert werden.
    Gibt es noch seriöse Worte von der Politik?
    Kapitalerhöhungen der Banken werden ohne Investitionen in Anspruch genommen.
    Hier fällt mir auf Anhieb die Commerzbank ein; etliche Kapitalerhöhungen und
    keine wirklichen Zukäufe sondern nur Vernichtung von Geld. Die genannten
    Bankennamen sollte nicht negativ für diese Institute verstanden wissen; sondern
    soll nur den Zustand des überwiegenden Teils dieser Branche wiedergeben.
    Die Bankenrettung durch die Bürger? Der Vorwurf: „die Banken wollen zukünftig
    ihr Geld von den Bürgern kostenlos und nach Möglichkeit nichts mehr zurückgeben.
    Es ist Unfug den Bürgern einzureden, dass der Euro sicher sei. Der Faden einer
    Spinne ist sicherer als der Euro und dies ist leider gewollt? Die Politik spricht
    von Wirtschaftsreformen, es tut sich leider nichts in Europa diesbezüglich?
    Was wäre wenn das Land NRW einen Schuldenschnitt beantragt? Würde
    der Bund eingreifen; sicherlich nur bei Griechenland?
    Ist es nur der unterschiedliche Wirtschaftsraum. Wem nützt der Euro eigentlich?
    Die Bürger in BRD erhalten weitgehend ihre Arbeitsplätze auf Kosten einer
    starken Geldentwertung, die sich erstmals nur im Außenwert zeigt.
    Der EZB-Präsident wird morgen die „Heiligen Worte“ verkünden und die deutschen
    Politiker stehen voll hinter diesen Worten? Der Schreiber ist sich bewusst, dass
    die Zeilen sehr provozierend sind. Demokratie Pro und Kontra
    Wahrheit oder Unwahrheit In diesem Beitrag geht es sich nicht darum
    Parteien zu belobigen egal welcher Fakultät.

  3. Die feinen Unterschiede der vergangenen Notenbankchefs zum jetzigen?
    Wie waren die Gründer des Euros noch darauf bedacht Vertrauen aufzubauen,
    damit der Euro zu einer starken Währung in der Welt wird. Dies wurde auch
    weitgehend geschafft. Länder wie China hatten sogar erwogen dem Euro
    eine Chance als einer der Leitwährungen der Welt zu gewähren. Der größte
    Vertrauensbonus war sicherlich von China Anleihen der notleidenden Staaten
    in Europa zu kaufen. Die gute Arbeit der vorherigen Notenbanker scheint
    über Bord zu gehen. Lag nicht bei den anderen Notenbankchefs auch ein
    Schweigen darüber vor, wie die nächsten notwendigen Schritte waren. Die
    Leitzinserhöhungen oder Leitzinssenkungen scheint der neue Notenbankchef
    vorher -seine Maßnahmen- mit der Bildzeitung abzusprechen. Dies ist eigentlich
    schon Vertrauensbruch zu viel. Das Programm von Anleihekäufe bereits
    ca. 2 Monate vorher zu publizieren bekanntzugeben, muss als Mafia-Methode
    verstanden werden. Gerade die obengenannten Hedgefonds die angeblich
    unter der Frankenaufwertung gelitten hätten, Lügen sich hier die Taschen voll.
    Niemand hat mehr Wanzen an den Entscheidungstischen als Hedgefonds.
    Es wird doch sicherlich jedem klar sein, dass der Euro in den kommenden
    Monaten nicht aufwerten wird. Ach, wie heiß ist doch der Markt, wo mit
    wenigem Geld Milliarden-Beträge in Valuten umgeschlagen werden. Die
    obengenannten Gruppen werden von der Gesellschaft der Bürger kritisch
    gesehen. Die meisten dieser Hedgefonds werden am Montag Milliarden
    Gewinne durch den Währungsverfall und die Äußerung des EZB-Präsidenten
    verdienen. Was wird der gute Herr dagegen unternehmen. Der innere
    Wert des Euros stimmt. Dies wird sicherlich ein Thema für den Karneval
    am Rhein sein. Ob nicht hier noch ein Präsident gesucht wird? Der neue
    Präsident der EZB könnte wenigstens solange schweigen, bis die erwogenen
    Maßnahmen zur Stabilisierung des Euros greifen?

  4. Hat der Euro seinen Tiefpunkt bereits gefunden?
    Letztendlich entscheiden heute nicht mehr die Märkte direkt darüber, wie eine Währung
    zu anderen Valuten im Verhältnis steht. Bei vielen Staaten in der Welt helfen die Notenbanken
    mit, die Kurse festzulegen. Diese orientieren sich oft an den jeweiligen nationalen Bedürfnissen.
    Wenn ein nationaler Vorteil darin besteht Auf- oder Abzuwerten, wird der Vorgang schnell
    in Gang gesetzt. Über die Art und Weise, wie diese Ziele im Einzelfall erreicht werden, kann
    sicherlich debattiert werden. Im Fall der Euro-Abwertung gegen andere Valuten meinen viele
    Menschen in Europa, dass einiges verkehrt gelaufen ist. Wenn eine Währung wie der Euro
    gegenüber anderen Währungen 25 % und mehr verliert, weil es die EZB wünscht, ist dies
    bedenklich. Es kann in der Gesellschaft nichts Schlimmeres geben, als wenn eine Notenbank
    die eigene Leitwährung schlecht redet. Nicht nur, dass nur wenige Menschen einen Inflations-
    Ausgleich von mehr als 6 % erhalten; die meisten in der Gesellschaft erhalten noch nicht
    mal 3 % und die Rentner eine Null. Also, den Beschäftigten, Rentnern und Arbeitslosen wird
    mit diesen Maßnahmen nicht geholfen. Die Kaufkraft wird zuerst durch den Außenwertverlust
    geschmälert und längerfristig durch Verteuerungen im jeweiligen Inland. Hierbei ist es egal,
    ob die Bürger aus Griechenland, Portugal, Spanien oder Deutschland kommen. Die
    arbeitenden Menschen werden drunter leiden; nicht die Firmen. Es ist auch fadenscheinig
    zu meinen, dass in jedem Fall durch eine Abwertung Arbeitsplätze entstehen. Dies ist
    auch falsch; zuerst muss die Infrastruktur eines Landes in Ordnung gebracht werden,
    damit die Firmen sehen, dass sich Investitionen lohnen und neue Arbeitsplätze schaffen.
    Nicht nur das politische Umfeld ist wichtig. Vertrauen schaffen.
    In den demokratischen Staaten von Europa haben auch Hedgefonds eine Verantwortung.
    Diese sollte nicht nur darin bestehen an einem Tag 10 oder 20 Mrd. egal welche Valuta
    zu verdienen. Die konservativen Regierungen in der Welt wollen keine Reglementierungen?
    Gibt es hier eine Universallösung? Wahrscheinlich nicht. In einem Markt wo Firmen
    und Länder, über einen Zeitraum von 30 Jahren und mehr Geld für fast null % leihen
    können, ist es unsinnig noch eine Geldschwemme künstlich aufzubauen; die nur von
    Banken zum Aufblähen der Märkte genutzt wird. Niemand in Europa möchte die Zeit
    nach Bismarck noch einmal erleben? Massenarbeitslosigkeit keine Geldwertstabilität
    1 Brot 1 Billion? Inflation = das richtige Verhältnis Warenkorb – Geldmenge
    In BRD verstehen die Menschen darunter Geldvernichtung.
    Es gibt zur Zeit schon viele Ungereimtheiten; die nicht dem Euro dienen.
    Die 100000 Euro Regel dient leider nur den Finanzmafiosos und dies sollten
    die Regierungen und die EZB bedenken.

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