Goldman Sachs & Co sorgen für eine Stimmungseintrübung

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Aluminiumkonzern Alcoa (WKN 850206) hatte am vergangenen Montag noch für einen positiven Start in die US-Berichtsaison für das Schlussquartal 2014 gesorgt. Doch im weiteren Wochenverlauf sorgten die großen Banken von der Wall Street für eine Stimmungseintrübung. Selbst Goldman Sachs (WKN 920332) vermochte nicht zu überzeugen.

Die Goldmänner konnten mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,38 US-Dollar im vierten Quartal zwar die Markterwartungen von 4,32 US-Dollar übertreffen, allerdings verzeichnete das Institut im Vorjahresvergleich einen Gewinnrückgang. Der Überschuss fiel um knapp 7 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar. Schuld war vor allem ein schwächeres Abschneiden im Investmentbanking, an sich ein Steckenpferd von Goldman Sachs. Wenigstens profitierte man auf Jahressicht vom Erfolg im Geschäft mit der Beratung bei Firmenübernahmen und Börsengängen. Allerdings hatten auch JPMorgan (WKN 850628), Citigroup (WKN A1H92V) und Bank of America (WKN 858388) mit einer enttäuschenden Entwicklung des Geschäfts mit Anleihen, Rohstoffen und Währungen zu kämpfen, während wenigstens der Aktienhandel erfreulich verlief.

Im Fall von JPMorgan trugen im vierten Quartal auch überraschend hohe Gerichtskosten für einen deutlichen Gewinnrückgang um 6,6 Prozent auf 4,93 Mrd. US-Dollar bei. Auf Gesamtjahressicht konnten jedoch geringere Kosten für Rechtsstreitigkeiten ausgewiesen werden und der 2014er-Überschuss insgesamt um 22 Prozent auf 21,8 Mrd. US-Dollar klettern. Bank of America musste dagegen auf Jahressicht wegen der gestiegenen Kosten für Gerichtsprozesse einen Gewinneinbruch um fast 60 Prozent verbuchen. Im Schlussquartal waren es wiederum die Schwächen im Handelsgeschäft, die ganz besonders belastend wirkten. Bei der Citigroup kamen noch die hohen Kosten des Konzernumbaus hinzu. Ergebnis: 86 Prozent weniger Gewinn im vierten Quartal als im Vorjahr.

Etwas abseits von der Zockerei an der Wall Street stand wieder einmal Wells Fargo (WKN 857949). Allerdings fiel der Gewinnanstieg im Schlussquartal 2014 von 2 Prozent auf 5,7 Mrd. US-Dollar nicht besonders üppig aus. Trotzdem: Immerhin war es ein Gewinnzuwachs. Wells Fargo spielt dabei weiterhin die Erholung der US-Wirtschaft in die Karten. So können Kreditraten immer häufiger rechtzeitig bedient werden. Auf der anderen Seite hatte Wells Fargo mit höheren Kosten zu kämpfen.

Die US-Banken wurden zum Jahresende 2014 insbesondre durch die Volatilität sowie durch den Preissturz bei Rohöl und durch die deutlich sinkenden Zinsen für einige Staatsanleihen auf dem falschen Fuß erwischt. Dabei kommen die Institute allesamt mit einer moderaten Bewertung daher, so dass die Kursrückgänge im US-Bankensektor seit Jahresbeginn 2015 als Einstiegschance dienen können. Gleichzeitig könnte die Volatilität noch eine Weile andauern. Zudem herrscht immer noch Unsicherheit darüber, was die Fed in diesem Jahr tun wird. Ganz nebenbei bleiben Fragezeichen rund um die Lösung verschiedener Rechtsstreitigkeiten und strengere Regulierungsvorschriften.

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