RWE: Ein paar nette Worte

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Bildquelle: Pressefoto RWE

So etwas gibt es auch noch. Nachdem die RWE-Aktie (WKN 703712) Ende 2014 und zu Beginn des neuen Jahres heftig verprügelt wurde sowie erst gestern einen negativen Analystenkommentar verkraften musste, zeigten nun die Analysten von BNP Paribas, dass man auch etwas Nettes über die Essener sagen kann.

Zwar wurde das Kursziel für die Aktie der Nummer zwei unter den deutschen Energieversorgern von 35 auf 31 Euro gesenkt, allerdings wurde zumindest das „Outperform“-Rating beibehalten. Auf Analystenseite ist man der Ansicht, dass die Strompreise angesichts fallender Rohstoffpreise wieder Luft nach oben hätten. Gestern hatten jedoch die Analysten bei Merrill Lynch gerade RWE in einer Branchenstudie ein schlechtes Zeugnis ausgestellt und das Kursziel von 29,60 drastisch auf 20,10 Euro gesenkt. Zudem wird das Papier nur noch mit „Underperform“ und nicht mehr mit „Neutral“ geführt, da RWE laut Analystenmeinung besonders unter dem Preisverfall für Strom sowie den Risiken für Kohle und Gas leiden würde.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Wenn man sich den jüngsten Nachrichtenfluss ansieht, dann scheint nicht gerade ein fulminantes Comeback für die RWE-Aktie anzustehen. Neben den altbekannten negativen Folgen der deutschen Energiewende für die konventionelle Stromerzeugung sind in jüngster Zeit neue Unsicherheiten hinzugekommen. Dazu gehören die Russland-Sanktionen und eine sich daraus ergebende Schwebe in dem angedachten Dea-Verkauf. Gleichzeitig lässt die Konjunkturschwäche nicht gerade darauf schließen, dass die Stromnachfrage in die Höhe schießt. Wer trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchte, könnte einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG3PMB werfen.

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Bildquelle: Pressefoto RWE


2 KOMMENTARE

  1. Viel Positives über RWE. Die RWE Aktie hat eigentlich viele Standbeine. Nicht
    nur, dass es sich um einen großen Bergbaukonzern -Rheinbraun- handelt, der
    noch riesige Vorräte für die Zukunft hat. Vielen Experten fällt es schwer, diese
    Reserven richtig zu bewerten. Es wäre zu einfach RWE nur als Energieerzeuger
    zu sehen. Hier ist es sicherlich richtig, dass RWE, Staat und Bevölkerung die
    Entwicklung für die erneuerbaren Energien verschlafen. Es müssten viel mehr
    Projekte zur Stromerzeugung- Wind und Solar- von RWE und Partnern -hier sind
    Bürger und Kommunen aufgerufen- auf den Weg gebracht werden. Es ist
    natürlich schön zu lesen, wenn im Mai 2014 80 % von den Erneuerbaren
    (Bio, Solar, Wind u. Wasser) erzeugt wurde und in diesem Monat Mai nur
    noch 20 % durch Atom, Kohle und Gas erzeugt wurde. Nur diese 80 % sollten
    auch RWE zu denken geben. Nicht nur hier wird die Entwicklung regelrecht
    verschlafen. Die billigen Grundstücke von RWE, die an den Tagenauen
    liegen, werden zu wenig genutzt. Nicht nur Kohle liegt in den Tagebauen.
    Auch hier wird und wurde die Entwicklung verschlafen. Wertvolle Tochter-
    Gesellschaften werden verkauft; in Zeiten wo die Zinsen am Boden liegen
    und bei Unternehmen, die sich etwas wert sind, investier wird. Das
    Potential und die Menschen bei RWE sind vorhanden; nur der Wille ist
    leider nicht da. Die Zeit läuft RWE davon; noch 100 Jahre Braunkohle
    und danach muss eine 100 % Absicherung durch Wind, Solar, Bio und
    Wasser stehen. Die Schulden sind nach 100 Jahren durch die Inflation
    verbraucht. Wie viele Milliarden hat RWE durch Atom in den Sand
    gesetzt und wie wenig ist RWE bereit für die Erneuerbaren zu investieren.
    Das Potential der Aktie liegt sicherlich weit über 100 Euro. Nur,
    die Manager müssen bereit sein, wenigstens die 100 % für das Salär
    zu bringen. Es gibt sicherlich noch mehr Positives zu berichten. Nur
    die Schulden in der jetzigen Situation abzubauen ist falsch.

  2. […] Zuerst hatten die Analysten bei BNP Paribas einige nette Worte für RWE (WKN 703712) parat und nun sorgen die Essener selbst für gute Stimmung und verhelfen der RWE-Aktie am Freitagnachmittag zum Sprung an die DAX-Spitze. Grund ist ein Durchbruch beim geplanten Dea-Verkauf. Allerdings wären damit längst nicht alle Probleme aus der Welt. […]

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