Tele Columbus: Börsengang kommt zur richtigen Zeit

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Bildquelle: Pressefoto Tele Columbus

Der Zeitpunkt ist mit Blick auf das Börsenumfeld sehr günstig. Der für Ende nächster Woche geplante Börsengang des drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreibers Tele Columbus (WKN TCAG17) hat die Chance ein voller Erfolg zu werden und das Börsenjahr 2015 mit einem starken Auftakt zu versehen.

Konkret bietet Tele Columbus im Rahmen des Börsengangs bis zu 37.500.000 neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie bis zu 15.272.500 existierende Aktien, die von Tele Columbus S.à r.l. verkauft werden – einer Beteiligungsgesellschaft, die indirekt durch die Eigentümer von Tele Columbus gehalten wird. Die Preisspanne der angebotenen Aktien wurde auf 8 bis 12 Euro je Aktie festgesetzt. Die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 21. Januar 2015. Die Erstnotiz im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 23. Januar 2015 geplant.

Das gesamte Angebotsvolumen wird bei 447 Mio. Euro liegen, wenn die angebotenen Aktien zum Mittelwert der Preisspanne platziert werden (477 Mio. Euro bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption). Dies entspricht einer Marktkapitalisierung in Höhe von 530 Mio. Euro zum Mittelwert der Preisspanne. Tele Columbus beabsichtigt, Erlöse von rund 300 Mio. Euro aus dem Verkauf neuer Aktien (exklusive möglicher Erlöse aus der Greenshoe Option von bis zu 10 Prozent des Angebots der neuen Aktien) zu erzielen.

Mit dem Großteil der Nettoerlöse aus dem Angebot neuer Aktien will Tele Columbus die Kapitalstruktur verbessern und Finanzverbindlichkeiten abbauen. Den restlichen Anteil der Erlöse wird Tele Columbus für generelle Unternehmenszwecke verwenden, insbesondere den weiteren Ausbau ihres Kabelnetzes und die Anbindung von zusätzlichen Haushalten an die eigene, integrierte Netzebene 3 Infrastruktur. Mittelfristig strebt Tele Columbus eine Verschuldung des 3,0 bis 4,0-fachen des normalisierten EBITDA an. „Unser Ziel ist es, die Zahl der Produkte pro Kunde mittelfristig von aktuell 1,43 auf 1,7 zu steigern, den durchschnittlichen monatlichen Erlös pro Kunde von 14,0 Euro auf 17,0 Euro zu erhöhen und den Anteil der Haushalte, die mit unserem eigenen Signal versorgt werden und internetfähig aufgerüstet sind, von 54 auf 70 % anzuheben. Damit wollen wir die Position von Tele Columbus als drittgrößtem Anbieter im deutschen Kabelmarkt stärken“, so Tele Columbus-Chef Ronny Verhelst.

Alles in allem sind die Rahmenbedingungen gut. Kabelnetzbetreiber sind begehrte Investments und von der Größe her, passt der Börsengang ebenfalls in die Zeit. Sollte der DAX nicht völlig in den Keller gehen, dürfte ein erfolgreicher Börsengang erfolgen. Als Privatanleger sollte man sich wie gewohnt zurückhalten und einige Zeit des Börsenhandels abwarten. Wer sich der Risiken bewußt ist, hat aber durchaus auch die Chance auf einen kleinen Zeichnungsgewinn – sofern es die betreuenden Banken nicht mit dem Ausgabepreis übertreiben.

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Bildquelle: Pressefoto Tele Columbus


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