Im Fokus DAX: Keine Angst vor Schreckgespenstern?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Gleich zu Jahresbeginn ist die Euro-Krise als Schreckgespenst an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Die Unsicherheit über die bevorstehende Parlamentswahl in Griechenland scheint viele Anleger zu verunsichern.

Am Ende einer Kette von möglichen Ereignissen könnte ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone stehen. Aus diesem Grund kommt der am 25. Januar stattfindenden Parlamentswahl in dem Euro-Krisenland eine enorme Bedeutung zu. Bei einem Sieg des derzeit favorisierten Linksbündnisses um den Chef der Syriza-Partei Alexis Tsipras wird befürchtet, dass Griechenland seinen Spar- und Reformkurs verlassen sowie auf einen Schuldenschnitt pochen könnte.

Angesichts seiner geringen Größe ist es dabei weniger eine mögliche Pleite Griechenlands oder ein Euro-Austritt, was die Marktteilnehmer verunsichert. Vielmehr sind es (wie auch auf dem Höhepunkt der Euro-Krise) die befürchteten Ansteckungsgefahren für Länder wie Portugal, Irland oder Spanien, die Investoren Sorgen bereiten. Doch wenn man einem „Spiegel“-Bericht vom 3. Januar Glauben schenken darf, könnte der Dominoeffekt laut Einschätzung der deutschen Bundesregierung weit weniger schlimm als befürchtet ausfallen. Demnach würden Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble ein Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft inzwischen wegen der Fortschritte in der Eurozone seit dem Krisenhöhepunkt im Jahr 2012 für verkraftbar halten.

Die Parlamentswahlen in Griechenland sind jedoch nicht das einzige Ereignis, dem Anleger im Januar entgegenfiebern. Bereits am 22. Januar wird die Europäische Zentralbank (EZB) über die Aufnahme der – insbesondere in Deutschland – umstrittenen Ankäufe von Staatsanleihen entscheiden. Dabei hatte EZB-Chef Mario Draghi gleich zu Jahresbeginn in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ vom 2. Januar angedeutet, dass es in diesem Jahr zu den Staatsanleihenkäufen kommen könnte. So sei das Risiko, dass die EZB ihr Mandat der Preisstabilität nicht erfüllt, höher als vor sechs Monaten, sagte Draghi. Während sich die Notenbank eine Inflationsrate von 2 Prozent vorgenommen hat, ist diese zuletzt in der Eurozone auch wegen der sinkenden Ölpreise deutlich in Richtung 0 Prozent nach unten gegangen.

Auf der einen Seite sind mit den Diskussionen um einen Euro-Austritt Griechenlands sowie den Spekulationen um Staatsanleihenkäufe der EZB und deren Wirksamkeit neue Unsicherheiten hinzugekommen, gleichzeitig könnten aber die Aktienkurse von anderer Seite einiges an Unterstützung erfahren. Dabei könnte beispielsweise der fallende Ölpreis der schwächelnde Konjunktur in Europa Auftrieb verleihen und somit möglicherweise auch den Unternehmensgewinnen. Außerdem dürfte der schwächere Euro im Vergleich zum US-Dollar einigen deutschen Exporteuren zugutekommen. Daneben könnte der anhaltende Aufschwung der US-Wirtschaft die Kurse an der Wall Street beflügeln und so auch dem DAX zu einer guten Performance verhelfen. Allerdings bleibt die Frage, ob die US-Notenbank Fed in diesem Jahr tatsächlich den Leitzins anhebt.

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT65FS) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,35, die Knock-Out-Schwelle bei 6.850 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT65HE, aktueller Hebel 3,65; Knock-Out-Schwelle bei 11.970 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 07.01.2015/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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2 KOMMENTARE

  1. Ich denke die Anleihenkäufe werden eine größere Rolle spielen als ein eventueller Exit von Griechenland. Zusätzlich denke ich das Griechenland den Euro behalten will und auch wahrscheinlich wird. Die Anleihenkäufe werden meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich ab 22.Januar dann stark ins Blickfeld rücken, da heute ein neuer Bericht gezeigt hat, dass in der Eurozone im Dezember eine Deflation von 0,2% aufgetreten ist. Man ist also schon leicht in der Deflation und sollte das so schnell wie möglich bekämpfen. In Japan hat man ja toll gesehen was eine Deflation anrichten kann.

    MFG

  2. Euro-Stärke oder Euro Schwäche? Eigentlich sollte keine Währung schwach geredet
    werden. Die Bürger in der Eurozone haben momentan das Glück, dass der niedrige
    Ölpreis, der fast jedem Haushalt zugute kommt, die Inflation fast einschlafen lässt. Die
    Kritiker meinen, es müsste etwas Inflation sein, sonst würde das Bruttosozialprodukt
    nicht wachsen; dies ist natürlich falsch. Das Bruttosozialprodukt wird durch eine erhöhte
    Wirtschaftsleistung in der Produktion und vom Dienstleistungssektor bestimmt. Alle der
    genannten Faktoren sind bei der Lokomotive BRD als Antreiber im EU-Raum in Ordnung.
    Die künstlich herbeigeredete Schwäche des Euros ist natürlich übertrieben. Die
    Reduzierung des Ölpreises von 2014 auf 2015 um fast 50 % ist ein weiterer Konjunktur-
    Motor, der dem Euroraum zugute kommt. Weiter sprechen die Zahlen der Autoindustrie
    und Zulieferindustrie mit Steigerungen von fast 10 % für sich. Niemand würde sich
    Aufregen, wenn in Bremen, Nordrhein-Westfalen oder einem anderen Bundesland
    welches hoch verschuldet ist Wahlen stattfinden. Also die Debatte scheint übertrieben
    und der Ball könnte etwas flacher gehalten werden. Die Kritiker wünschen einen
    schwächeren Euro, damit der Export noch besser läuft. Es gibt nur wenige Währungen
    in der Welt, die so eine starke Vorstellung abgeben, wie der Euro? Auch die Befürchtung,
    dass die Nullzinspolitik, eine Inflation auslöst, hat sich nicht bewahrheitet. Das Verhältnis
    von Produktions- u. Dienstleistungssektor im EU-Raum steht in einem gesunden
    Verhältnis zur Geldmenge. Die Staaten im EU-Raum versuchen ihre Haushalte zu
    konsolidieren, welches langfristig zu ausgeglichenen Haushalten führen dürfte. Kein
    Bürger in der EU braucht wirklich zu hungern; für die schwächsten in den Staaten
    wird durch Sozialtransfer gesorgt. Der starke Euro kommt auch den Griechen zugute
    durch eine gute Kaufkraft.

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