Aktien 2015: Borussia Dortmund – Das kann man nicht emotionslos hinnehmen

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Es wird wohl keine echten Fußballexperten und solche, die sich dafür halten, geben, die vorhergesagt hätten, dass Borussia Dortmund (WKN 549309) zum Ende der Hinrunde der Bundesligasaison 2014/15 im Tabellenkeller feststeckt. Es ist aber ganz genau so gekommen – und so lange der BVB in der Liga weiterschwächelt, wird auch das Kurspotenzial der BVB-Aktie begrenzt bleiben.

Dabei wurde bereits einiges an Porzellan zerschlagen. Schließlich konnte die BVB-Aktie dank des SDAX-Aufstiegs, attraktiver Ankeraktionäre oder starker Geschäftsergebnisse, selbst ohne Champions League Finale, zur Jahresmitte 2014 auf 5,20 Euro nach oben schießen. Doch wegen der Schwäche in der Liga folgte der Absturz. Damit wird die Qualifikation für die überaus wichtige Champions League immer unwahrscheinlicher.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Auf Unternehmensseite wird man zwar nicht müde zu betonen, dass ein Jahr ohne die europäischen „Geldtöpfe“ locker zu verkraften wäre, allerdings wäre der Verein damit für Starspieler deutlich weniger attraktiv, vor allem wenn man bedenkt, dass der BVB nicht gewillt ist, die Gehaltsexzesse einiger europäischer Spitzenklubs mitzugehen, um die Topspieler auf diese Weise zu locken. Selbst wenn der BVB also dank des Stadions, des Mannschaftswertes oder weiter steigender Marketingeinnahmen in Sachen Börsenwert Luft nach oben hätte, dürfte sich das Kurspotenzial der BVB-Aktie in meinen Augen in Grenzen halten, so lange der sportliche Erfolg in der Liga nicht zurückkehrt. Schließlich spielt an der Börse auch die Psychologie eine wichtige Rolle. Dies gilt insbesondere, wenn die Emotionen rund um einen Fußballverein wie Borussia Dortmund hinzukommen.

In der Reihe Aktien 2015 schreiben wir über die Stars und die Looser des vergangenen Jahres und wie wir die Aussichten für 2015 einschätzen.

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA


1 KOMMENTAR

  1. Der Artikel ist eher bearish gemeint, ist aber in der Konsequenz eigentlich bullish, denn wenn die Psychologie eine große Rolle spielt, dann spricht das ja für zukünftig steigende Kurse, denn die Psychologie kann nicht mehr negativer werden, es sei denn der BVB steigt ab. Und genau darüber wird ja bereits in den Finanzforen ausführlich gesprochen.

    Und natürlich sollte man, gerade bei einem Fussballklub, versuchen emotionslos zu analysieren, denn die Psychologie führte hier beim BVB durch die Niederlagenserie der Mannschaft zu einer fundamental völlig abstrusen Bewertung, unabhängig davon ob jetzt 2-3 Stars wie Reus oder Gündogan gehen.

    Und die Aussagen Watzkes auf der hauptversammlung hier in der Analyse in einem Nebensatz abzutun als wäre es unwichtig, dass der BVB die fehlenden Einnahmen aus der ChampionsLeague kompllett durch höhere Einnahmen aus MarketPools, Sponsoren und geringeren Kaderkosten ausgleichen kann, ist schon irgendwo befremdlich.

    Ich will dem Autor hier nichts vorwerfen, denn er macht es ja nicht anders als andere Analysten, aber merkwürdig sind diese eher oberflächlichen Analysen der BVB-Aktie schon. Auch diese mehrheitlich zur Zeit skeptischen Analystenkommentare sprechen für mich psychologisch übrigens dafür, dass wir nahe am Tief des Aktienkurses liegen.

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