EUR/USD – Auf 2-Jahrestief angekommen!

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Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

Nach der turbulenten Talfahrt der vergangenen Tage sollten sich die Wogen in dieser Woche in Sachen EUR/USD etwas glätten. Der technische Handel dürfte das Geschehen in den kommenden Handelstagen dominieren.

Das Währungspaar startete recht bullisch in die vergangene Handelswoche: Gleich am Montag wurde das Wochenhoch bei 1,2508 USD markiert. Diese Rally zum Wochenstart entpuppte sich jedoch ziemlich schnell als Strohfeuer: Am Dienstag und vor allem am Mittwoch gab es einen starken Abverkauf des Währungspaars bis auf 1,2300 USD – keiner traute sich mit größeren Longpositionen in die EZB-Pressekonferenz am Donnerstag. Dementsprechend kam es dann am Donnerstag zu einer Shortsqueeze von 170 Pips bis auf 1,2450 USD. Im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten gab es jedoch keinerlei Bereitschaft für Anschlusskäufe. Zu Recht, wie sich dann am Freitag herausstellte. Das Währungspaar schloss nach den US-Daten in der Nähe des Wochentiefs.

Ausblick:
Mit den sehr starken US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag gehen der US-Notenbank nun langsam aber sich die Argumente aus, warum Sie seit mehr als fünf Jahren den Leitzins quasi auf 0% belässt, und damit mal wieder eine Blase bei den Vermögenswerten kreiert. Inflation ist bekanntermaßen nicht in Sicht, zumindest nicht bei dem Korb von Konsumgütern, den die Fed im Auge hat. Dies sind aus dem fundamentalen Blickwinkel keine guten Aussichten für die EUR/USD Bullen im kommenden Jahr. Ob Yellen & Co. dann tatsächlich an der Zinsschraube drehen werden in 2015 bleibt abzuwarten.

Aus charttechnischer Sicht spielt in dieser Woche die Marke von 1,2365 USD eine relativ wichtige Rolle (Chart siehe unten). So lange es den Bullen nicht gelingt, diese Marke auf Stundenschlusskursbasis zurückzuerobern, muss tendenziell mit weiter nachgebenden Kursen gerechnet werden. Aus dem technischen Blickwinkel besteht durchaus Potential für eine größere Erholung. Mit stärkeren Impulsen von den in dieser Woche anstehenden Wirtschaftsdaten ist jedoch nicht unbedingt zu rechnen: Bis auf wenige Ausnahmen stehen nur Daten aus der zweiten Reihe auf dem Wirtschaftsdatenkalender. Die Daten mit dem größten potentiellen Einfluss auf EUR/USD kommen erst am Donnerstag und Freitag.

Quelle: Guidants Devisen-Analysen
Quelle: Guidants Devisen-Analysen

Autor: Henry Philippson, Charttechnischer Analyst bei GodmodeTrader.de.

Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank


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