Ahlers hält an Prognose für das Gesamtjahr 2013/14 fest

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Messestand der Ahlers-Marke Pierre Cardin Bildquelle: Pressefoto Ahlers

Diblo Nachgefragt

Dr. Karsten Kölsch, Finanzvorstand der Ahlers AG
Dr. Karsten Kölsch, Finanzvorstand der Ahlers AG
Heute richtet sich der Blick auf den Herforder Modehersteller Ahlers AG (WKN 500970 [ST] und WKN 500973 [VZ]). Bereits im Mai 2014 hatten wir uns mit dem Unternehmen beschäftigt. Das damalige Interview gibt es hier. Als Gesprächspartner stand uns abermals Dr. Karsten Kölsch, Finanzvorstand der Ahlers AG, Rede und Antwort.

Die Börsenblogger: Wie wirkt sich die Ukraine-Krise auf die Bekleidungshersteller und ihr Geschäft aus?

Karsten Kölsch: In 2014 hielten sich die Auswirkungen auf das Gesamtgeschäft in engen Grenzen. Wir gehen von stabilen Umsätzen in der Ukraine für das Geschäftsjahr 2013/14 aus.

Die Börsenblogger: Kann Ahlers den jüngsten Schwächen in der deutschen Textilwirtschaft trotzen?

Karsten Kölsch: Das vierte Quartal 2014 wird auch bei Ahlers aufgrund des milden Wetters etwas schwächer ausfallen. Wir halten jedoch an der Prognose für das Gesamtjahr 2013/14 fest, ein deutlich zweistelliges Plus im EBIT vor Sondereffekten und ein Plus von 5 bis 10 Prozent im Konzernergebnis nach Steuern zu erzielen. Auch der Umsatz im Gesamtjahr wird im Plus liegen.

Die Börsenblogger: Sind, nachdem zuletzt einige Sondereffekte die Ahlers-Zahlen beeinflusst hatten, im kommenden Jahr ähnliche Effekte zu erwarten?

Karsten Kölsch: Eine offizielle Prognose gibt es für das Geschäftsjahr 2014/15 zu diesem Zeitpunkt nicht. Wie Sie richtig vermuten, entfallen 2015 die Sonderaufwendungen für die Schließung des Standortes Sindelfingen (etwa 1,5 Mio. Euro) und die operativen Kosten dürften durch diese Schließung um etwa 1 Mio. Euro sinken. Deshalb ist eine Steigerung des Ergebnisses wahrscheinlich. Eine offizielle Ergebnisprognose geben wir auf der Bilanzpressekonferenz der Ahlers AG am 10. März 2015 in Düsseldorf ab.

Messestand der Ahlers-Marke Pierre Cardin
Messestand der Ahlers-Marke Pierre Cardin
Die Börsenblogger: Wie kommt die Shop-in-Shop-Expansion im Einzelhandel voran?

Karsten Kölsch: Die Shop-in-Shop-Expansion verläuft nach Plan. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung des neuen Pierre Cardin Lifesyle-Konzept „Appartement Français“. Mit „Appartement Français“ rückt Ahlers die französische Heritage von Pierre Cardin in den Fokus und bringt die Identität der Marke zum Ausdruck. In Anlehnung an ein Pariser Stadt-Appartement werden klassische und moderne Designelemente vereint. Das neue Shop-System ist unter anderem auf die Präsentation ganzheitlicher Looks zugeschnitten. Unser Ziel ist es nun, das Konzepts auch für Flächen umzusetzen.

Die Börsenblogger: Welche Fortschritte macht ihr E-Commerce-Geschäft?

Karsten Kölsch: Wir haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 einen Zuwachs auf kleinem Niveau von 50 Prozent verzeichnet. Dieser Trend setzt sich auch im vierten Quartal fort. Im kommenden Jahr werden wir die gute Entwicklung der eigenen Online Shops von Baldessarini und Otto Kern gezielt ausbauen und das Geschäft auf den Marktplätzen Otto.de, Zalando und Amazon weiter forcieren. Daher erwarten wir auch für 2015 ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Die Börsenblogger: Vielen Dank für das Interview.

Die Idee hinter unserer Interview-Reihe „Die Börsenblogger nachgefragt“ ist es, wenig bekannte Unternehmen aus der D-A-CH-Region vorzustellen, um so auch das Interesse von Investoren zu wecken, die bisher nur auf Blue Chips fixiert waren. Neben dem anfänglichen Standardfragebogen wird künftig jedes Quartal bzw. Halbjahr der Gesprächsfaden erneut durch aktuelle Fragen aufgenommen. Wir hoffen dadurch, auch ein wenig einen kleinen Teil zur Verbesserung der Aktienkultur beitragen zu können.

Bildquellen: Ahlers


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