Im Fokus Silber: Ende der Leidenszeit?

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Bildquelle: Pressefoto Heraeus

Genauso wie bei seinem großen Bruder Gold mussten Investoren auch im Fall von Silber schwere Zeiten durchmachen. Allerdings schien zuletzt am Markt die Hoffnung zurückgekehrt zu sein, dass der kleine Bruder doch noch die Edelmetall-Familienehre retten könnte.

Dabei haben nicht nur Edelmetalle in jüngster Zeit deutlich an Wert verloren. Auch bei Rohöl konnten deutliche Preisrückgänge beobachtet werden. Gold und Silber haben dabei vor allem für Investoren viel von ihrem Reiz eingebüßt. Schließlich gelten die Edelmetalle als Absicherung in wirtschaftlich turbulenten Zeiten und ganz besonders bei einer hohen Inflation. Von einer galoppierenden Inflation ist jedoch zum Beispiel in der Eurozone nichts zu sehen. Vielmehr versucht die Europäische Zentralbank mit allen Mitteln die Teuerung anzukurbeln. In der Zwischenzeit haben immer mehr Edelmetall-Investoren das Handtuch geworfen, nachdem die Erwartungen an eine Preisspirale nach oben im Zuge der Euro-Krise und der lockeren Geldpolitik der Notenbanken gesteigert wurden.

Nun zeichnet sich für das kommende Jahr sogar eine erste Zinsanhebung der US-Notenbank Federal Reserve nach vielen Jahren der Nullzinspolitik ab. Genauso wie Gold kommt auch Silber diese Entwicklung nicht zugute. Schließlich sorgt die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA auch für einen stärkeren US-Dollar. Da die Edelmetalle in der Regel in der US-Währung gehandelt werden, verteuert sich somit deren Beschaffung. Gleichzeitig steigen die so genannten Opportunitätskosten für Investitionen in Silber, das nun einmal keine laufenden Erträge abwirft. Denn gleichzeitig könnte man das Geld zum Beispiel in US-Staatsanleihen, die in Erwartung einer Zinswende der Fed zukünftig mehr Rendite abwerfen könnten, stecken.

Im Fall von Silber kommt ein weiterer Aspekt hinzu, der die Notierungen unter Druck setzt. Angesichts der geopolitischen Herausforderungen haben sich insbesondere in der Eurozone die Konjunkturaussichten eingetrübt, während selbst die Wachstumsdynamik in China abnimmt. Da Silber im Vergleich zum großen Bruder Gold eine weitaus größere Bedeutung für die Industrie hat, macht sich eine schwächere Konjunktur negativ auf der Nachfrageseite bemerkbar. Doch so schnell sollte man Silber auch nicht abschreiben. Angesichts des niedrigen Preisniveaus dürfte die physische Nachfrage einen Schub erhalten. Dabei spielen zum Beispiel Silbermünzen eine wichtige Rolle.

Außerdem gilt es noch nicht als ausgemacht, dass sich die Konjunktur weiter eintrübt. Mit dem ifo-Index oder den ZEW-Konjunkturerwartungen waren selbst hierzulande wieder etwas hoffnungsfrohere Töne in Sachen Konjunktur zu vernehmen. Zudem hat die chinesische Zentralbank mit ihrer Zinssenkung vom 21. November für eine positive Überraschung an den Finanzmärkten gesorgt, während EZB-Chef Mario Draghi nicht müde wird zu beteuern, dass die europäischen Notenbanker zu weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen bereit sind, um die Wirtschaft anzukurbeln und das Absinken der Inflation zu stoppen. Daher dürfte ein Silberpreis-Comeback weiter im Bereich des Möglichen liegen.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Silber erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 6 der Deutschen Bank (WKN DX6XAG) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Silberpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 6 der Deutschen Bank (WKN DX6SLV) die Gelegenheit dazu.

Stand: 27.11.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Heraeus


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