Novartis hat noch nicht genug

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Auch wenn aus der Riesen-Übernahme des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca durch Pfizer vorerst nichts geworden ist, zeigt es in welcher Aufbruchstimmung sich die Pharmaindustrie befindet. Während einige der traditionellen Pharma-Riesen mit auslaufenden Patenten zu kämpfen haben, sorgt der Biotechnologiesektor für Schwung. Zudem bringt die Ebola-Epidemie neue Aufmerksamkeit. Und globale Megatrends wie alternde Gesellschaften sorgen für enorme Wachstumschancen. Aus diesem Grund werden wir in dieser Woche einige Unternehmen beläuchten, die zu den Gewinnern zählen sollten. Heute ist Novartis (WKN 904278) an der Reihe.

Bei dem, gemessen am Umsatz, größten Pharmakonzern der Welt Novartis lief es zuletzt rund. Während die 2014er-Jahresziele nach einem starken dritten Quartal bestätigt werden konnten, stellt das Schweizer Unternehmen mit seinem Konzernumbau und den eingeleiteten Sparmaßnahmen sicher, dass es genauso gut weiterläuft. Neben dem Konzernumbau sorgten insbesondere die jüngsten Erfolge neuer Pharma-Produkte und das Wachstum in den Schwellenländern für positive Aussichten sowie den jüngsten Sprung der Novartis-Aktie auf ein neues Allzeithoch. Und schließlich bleibt auch noch die Beteiligung von knapp einem Drittel an den stimmberechtigten Inhaberaktien des ebenfalls erfolgreichen Baseler-Nachbarn Roche.

Während die Umsatzerlöse im dritten Quartal im Vorjahresvergleich währungsbereinigt um 5 Prozent auf 14,7 Mrd. US-Dollar gesteigert werden konnten, sorgte ein Beteiligungsverkauf dafür, dass der Reingewinn um satte 45 Prozent (währungsbereinigt 49 Prozent) auf 3,2 Mrd. US-Dollar nach oben schoss. Damit wurden die Markterwartungen übertroffen. Für das Gesamtjahr geht Novartis weiterhin von einem währungsbereinigten Umsatzplus im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer Zunahme des operativen Kernergebnisses über dem Niveau des Umsatzwachstums im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Im dritten Quartal lag dieser Zuwachs bei 11 Prozent. Damit sollten auch die Ergebnisziele kein Problem sein.

Konzentration auf Kernbereiche

Allerdings will man bei Novartis mithilfe einer Portfolioumbildung und der Konzentration auf die Kernbereiche Pharma, Augenheilkunde und Generika sowie weiteren Einsparungen noch mehr Potenzial generieren. Zu diesem Zweck wurden das Novartis-Krebsmittelgeschäft und die Sparte für Impfstoffe ohne Grippemittel von GlaxoSmithKline übernommen, während das Geschäft mit Tierarzneimitteln an Eli Lilly ging und die Grippemittel-Sparte nun an das australische Pharmaunternehmen CSL abgegeben wurde. Zudem dürften vielversprechende Medikamente wie „LCZ696“, das bei Patienten mit einer chronischen Herzschwäche eingesetzt wird und das Mittel gegen die Schuppenflechte „AIN457“ den verlorenen Patentschutz für den Blutdrucksenker „Diovan“ schnell vergessen machen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Angesichts einer nahezu Kursverdopplung des Novartis-Aktienkurses in den vergangenen Jahren und des vor kurzem verzeichneten Allzeithochs ist es wenig verwunderlich, dass das 2015er-KGV von 16 etwas günstiger ausfallen könnte. Allerdings ist die Wachstumsgeschichte des weltgrößten Pharmakonzerns aufgrund der Portfolioumbildung und des Potenzials in den Schwellenländern sowie übergeordneter Trends in der Pharma- und Gesundheitsbranche längst nicht zu Ende. Hinzu kommt eine ordentliche Dividendenrendite von 3 Prozent. Wer als Anleger das Risiko nicht gänzlich scheut, könnte mit einem Mini Future – Bull der HypoVereinsbank (ISIN DE000HY4EKJ6) schon mit relativ geringem Einsatz gehebelt auf steigende Kurse der Novartis-Aktie setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Novartis

Wir werden die Reihe in den nächsten Tagen fortsetzen.


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