Bayer meint es ernst

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Auch wenn aus der Riesen-Übernahme des britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca durch Pfizer vorerst nichts geworden ist, zeigt es in welcher Aufbruchstimmung sich die Pharmaindustrie befindet. Während einige der traditionellen Pharma-Riesen mit auslaufenden Patenten zu kämpfen haben, sorgt der Biotechnologiesektor für Schwung. Zudem bringt die Ebola-Epidemie neue Aufmerksamkeit. Und globale Megatrends wie alternde Gesellschaften sorgen für enorme Wachstumschancen. Aus diesem Grund werden wir in dieser Woche einige Unternehmen beläuchten, die zu den Gewinnern zählen sollten. Den Anfang macht heute Bayer (WKN BAY001).

Welche Bedeutung bei dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer dem Geschäft mit Medikamenten beigemessen wird zeigt die Absicht, sich zukünftig auf die Life-Science-Bereiche HealthCare und CropScience zu konzentrieren. Daher wurde unter großem Jubel an den Aktienmärkten bekannt gegeben, dass man die MaterialScience-Sparte abspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen möchte. Dort werden zum Beispiel Vorprodukte für Farben, Lacke, Kleb- und Dichtstoffe produziert. Schon 2004 hatte sich Bayer von seiner Spezialchemiesparte getrennt. Das daraus entstandene Unternehmen Lanxess ist heute im Leitindex DAX zu finden, während Bayer-Chef Marijn Dekkers auch der abgespaltenen MaterialScience-Sparte einen DAX-Aufstieg zutraut.

Dabei wird dem Pharma- und Agrargeschäft am Markt mehr Wachstumspotenzial beigemessen, während der MaterialScience-Bereich als konjunkturanfällig gilt. Auf diese Weise kann Bayer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zudem sind die beiden Life-Science-Sparten schon heute für etwa 70 Prozent des Konzernumsatzes und sogar 88 Prozent des bereinigten EBITDA verantwortlich. Wie ernst es Bayer mit dem Umbau ist zeigt sich auch an der Übernahme der Sparte für rezeptfreie Medikamente des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Immerhin ist es mit einem Volumen von 14,2 Mrd. US-Dollar die zweitgrößte Übernahme der Firmengeschichte. Allerdings erhält Bayer im Gegenzug besseren Zugang zum US-Markt, während das Geschäft als relativ krisensicher gilt.

Optimistischere Ziele

Die Übernahme zahlte sich schon im dritten Quartal 2014 aus. Dank der Einbeziehung des übernommenen Geschäfts und geringerer Wechselkursbelastungen wurde die 2014er-Jahresprognose angehoben. Nachdem Bayer zuletzt Umsatzerlöse von 41 Mrd. Euro prognostiziert hatte, sollen es nun 42 Mrd. Euro werden. Das bereinigte EBITDA soll wiederum im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen, nachdem zuvor ein Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert worden war. Im dritten Quartal lag der Umsatz bei 10,2 Mrd. Euro, ein Plus von 5,6 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 1,4 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro, während der Nettogewinn um 12,7 Prozent auf 826 Mio. Euro kletterte.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Das Unternehmen profitierte von neuen Pharma-Produkten und dem Wachstum in den Schwellenländern. Langfristig versprechen erfolgreiche Medikamente wie das Schlaganfall- und Thrombosemittel Xeralto noch mehr Wachstumspotenzial. Zwar ist die Bayer-Aktie angesichts ihres langfristigen Aufstiegskurses mit einem 2015er-KGV von 16 nicht besonders günstig, allerdings erhalten Investoren neben den Wachstumschancen auch regelmäßige Dividenden. Anleger könnten mit einem Bonus-Zertifikat Cap der HypoVereinsbank (HVB) (ISIN DE000HY5U2X8) auf weiter steigende Kurse der Bayer-Aktie setzen. Dabei sorgt der Risikopuffer von derzeit knapp 20 Prozent für eine gewisse Absicherung, während man als risikofreudigerer Anleger mit einem Hebelprodukt (Mini Future – Bull) der HVB (ISIN DE000HY40SF7) auf Bayer für noch mehr Pepp sorgen kann.

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Wir werden die Reihe in den nächsten Tagen fortsetzen.


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