Tesla Motors: Elon Musk versprüht weiter Optimismus

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Bildquelle: Pressefoto Tesla

Der kalifornische Elektrowagenbauer Tesla Motors (WKN A1CX3T) konnte im dritten Quartal einige beeindruckende Ergebnisse vorlegen. Doch es war auch so manche Kennzahl dabei, die an den Wachstumsaussichten des Unternehmens zweifeln lässt.

Dabei will man als Investor gerade bei einem Wachstumswert wie Tesla nichts davon hören, dass es mit der Eroberung des weltweiten Automobilmarktes nicht ganz so schnell vorangeht, wie man es erwartet hatte. Immerhin konnte das Unternehmen im September-Quartal bei der Zahl der Auslieferungen nicht die eigenen Ziele erreichen. Laut Unternehmensangaben vom 5. November wurden im Berichtszeitraum insgesamt 7.785 Model S verkauft. Dies ist zwar ein neuer Rekordwert, allerdings wollte Tesla mindestens 7.800 Fahrzeugen ausliefern. Gleichzeitig musste die Prognose für die bis zum Jahresende insgesamt an den Mann gebrachten Autos von zuvor 35.000 auf 33.000 gesenkt werden, während der Verkaufsstart des neuen SUV Model X um weitere drei Monate verschoben wurde.

Was Investoren jedoch Mut gemacht haben dürfte, waren Aussagen des Gründers und Konzernchefs Elon Musk im jüngsten Quartalsbericht. Demnach seien die derzeitigen Probleme nicht auf der Nachfrageseite zu suchen, sondern darin, dass Tesla die Produktion zuletzt nicht schnell genug ankurbeln konnte, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können. Weil das Unternehmen in diesem Punkt einige Fortschritte erzielen konnte, versprach er für die beiden kommenden Jahre Wachstumsraten bei der Autoproduktion von mehr als 50 Prozent. Vielmehr könnte dieses für die Autoindustrie einmalige Tempo laut Musk sogar lange Zeit danach noch anhalten. Möglicherweise war es der Optimismus des Unternehmenslenkers, der den Tesla-Aktienkurs trotz einiger enttäuschender Kennzahlen nicht fallen ließ, sondern vielmehr für eine positive erste Marktreaktion sorgte.

Wenn man dann noch bedenkt, dass in einigen Jahren die neue „Gigafactory“ für Lithium-Ionen-Batterien in Nevada, neue Produktionsstätten und das für rund 30.000 bis 35.000 US-Dollar veranschlagte massenmarkttaugliche Model 3 hinzukommen, könnte der optimistische Ausblick des Firmenchefs gar nicht so weit hergeholt sein. Außerdem gilt es zu bedenken, dass im Moment niemand im Bereich des Luxusautosegments mit Tesla mithalten kann, wenn es um das wichtige Thema der Reichweite der Elektrofahrzeuge geht. Dabei sollte das sich immer weiter ausbreitende Netz von „Supercharger“-Ladestationen dafür sorgen, dass der Wettbewerbsvorteil sogar noch ausgebaut wird.

Trotz aller Euphorie muss einem aber auch klar werden, dass in Bezug auf die Tesla-Aktie angesichts ihrer hohen Bewertung auch ein tiefer Fall drohen kann. Schließlich dürfte der charismatische Chef nicht jedes Mal in der Lage sein aufkommende Zweifel an der Wachstums-Story mit seinem Optimismus einfach wegzuwischen. Gleichzeitig bleibt mit dem Streit in den USA mit Händlern und anderen Herstellern um den Direktverkauf weiterhin eine ungelöste Baustelle, während der jüngst eröffnete freie Zugang zu den eigenen Patenten auch nach hinten losgehen kann.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT30EB) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,93, die Knock-Out-Schwelle bei 176,40 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT6TYY, aktueller Hebel 4,39; Knock-Out-Schwelle bei 293,25 US-Dollar) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen.

Stand: 13.11.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Tesla Motors (Nutzungsbedingungen)


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