RWE: Schwacher Trost

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Bildquelle: Pressefoto RWE

In einem durchwachsenen Marktumfeld rutschen die beiden Versorgerwerte E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) am Donnerstag an das DAX-Ende. Nachdem gestern schon Deutschlands größter Energieversorger E.ON Gewinn- und Umsatzrückgänge für die ersten neun Monate des Jahres gemeldet hatte, folgte nun RWE. Dabei haben die Essener mit ganz speziellen Problemen zu kämpfen.

Während die RWE-Ergebnisse zuletzt durch die sinkenden Großhandelsstrompreise weiter belastet wurden, kämpfte man zudem mit einer aufgrund milder Temperaturen geringeren Stromnachfrage sowie dem allgemeinen Trend zum Energiesparen. Vielmehr trieb Analysten und Anleger die Unsicherheit über den Verkauf der Öl- und Gastochter Dea an einen russischen Investor für rund 5,1 Mrd. Euro um. Vonseiten des Konzernchefs Peter Terium hieß es dazu, dass es derzeit nicht abzusehen sei, ob man die Gespräche bereits 2014 abschließen könnte. Bisher hat die britische Regierung wegen der Russland-Sanktionen derzeit etwas gegen den dringend benötigten Verkauf.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ähnlich wie E.ON hatte nun auch RWE die Jahresprognose bestätigt, allerdings werden auch dort Umsatz- und Ergebnisrückgänge gegenüber 2013 erwartet. Zudem sieht es derzeit nicht nach einer raschen Verbesserung der fundamentalen Ausgangsituation für die einst stolzen europäischen Versorger aus. Während die Wirtschaft gerade wieder zu schwächeln beginnt, hat die Energiewende eine unaufhaltsame Entwicklung in Gang gesetzt, die RWE, E.ON & Co teilweise die Geschäftsgrundlage entzogen hat. Gerade deshalb wäre es so wichtig gewesen, die Erneuerbaren Energien auszubauen. Doch das ist immer noch nicht in einem ausreichenden Maße geschehen. Immerhin können sich Anleger damit trösten, dass es für die Aktien nun schon seit Jahren nicht mehr nennenswert nach unten geht und ein Boden erreicht wurde. Wer auf steigende Kurse der RWE-Aktie setzen möchte, könnte einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN HY52ZJ werfen.

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Bildquelle: Pressefoto RWE


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2 KOMMENTARE

  1. […] Allerdings haben die jüngsten Quartalsberichte bei beiden Unternehmen nicht gerade Grund geliefert, optimistisch zu sein, dass die beiden seit Jahren im Tief steckenden Aktien ausgerechnet jetzt zum Comeback ansetzen. Immerhin machen sich die Folgen der Energiewende weiterhin negativ bemerkbar, während die schwächelnde Konjunktur in Südeuropa, der stockende Ausbau des Geschäfts in Wachstumsmärkten und im Bereich der Erneuerbaren Energien oder die weiterhin hohe Verschuldung nicht dafür sprechen, dass sich die Lage in Kürze fundamental verbessert. Hinzu kommen noch die Ukraine-Krise und die Russland-Sanktionen, die aktuell im Fall von RWE dem Verkauf der Öl- und Gastochter Dea an eine…. […]

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