Gold: Die Erwartungen sollten nicht zu hoch gesteckt werden

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Mit dem bevorstehenden Schweizer Gold-Referendum gibt es für die Goldpreis-Bullen einen neuen Hoffnungsträger, nachdem die Notierungen für das gelbe Edelmetall trotz vieler geopolitischer Herausforderungen zuletzt weiter gefallen sind. Während dies kurzfristig für steigende Goldpreise sorgen könnte, sollte man auf längere Sicht die Hoffnungen jedoch nach unten schrauben.

Geldpolitisch deutet in den USA vor dem Hintergrund der positiven konjunkturellen Entwicklung vieles darauf hin, dass die Fed an ihrem moderaten Straffungsplan festhält, wohingegen in Europa und Japan eine lockere geldpolitische Gangart zu beobachten ist. Der US-Dollar kann hiervon deutlich profitieren, was Gold zuletzt gehörig unter Druck brachte. Dabei rutschte der Preis für die Feinunze Gold zuletzt sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 1.200 US-Dollar. Auf Jahressicht hat das gelbe Edelmetall inzwischen rund 3 Prozent an Wert verloren, obwohl man nach traditioneller Auffassung meinen müsste, dass der Preis für die Krisenwährung angesichts der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der Ebola-Epidemie steigen würde.

Während die jüngste Politik der wichtigsten Notenbanken dem Goldpreis nicht gerade zugutekam, erhoffen sich viele Gold-Investoren von der am 30. November anstehenden Volksbefragung in der Schweiz über die Initiative „Rettung des Schweizer Goldes“ eine ganze Menge. Die Initiative beruht auf drei Eckpfeilern: Demnach soll der Goldanteil an der Bilanzsumme der Schweizer Nationalbank (SNB) bis 2019 von aktuell 7,5 Prozent auf 20 Prozent steigen, während die SNB in Zukunft kein Gold mehr verkaufen dürfte. Schließlich soll das SNB-Gold in zwei Jahren ausschließlich in der Schweiz lagern („Heimholung“). Allerdings werten unsere DZ BANK Analysten eine Umsetzung der Initiative eher als Randrisiko für steigende Goldnotierungen.

Ein realistischeres Szenario ist daher, dass die Edelmetallnotiz mit Ausschlägen um die Marke von 1.200 US-Dollar eine Weile lang oszilliert. Danach sollte der Goldpreis jedoch aufgrund des im kommenden Jahr weiter erstarkenden US-Dollar und der im Sommer 2015 aller Voraussicht nach vollzogenen Leitzinswende der Fed seine Reise in Richtung 1.050 US-Dollar fortsetzen. Das Erreichen dieser Notierungen stellen unsere DZ BANK Analysten derzeit für das zweite Quartal des kommenden Jahres in Aussicht. Kurzfristig sieht das Bild jedoch ein wenig anders aus. Da die konjunkturellen Abwärtsrisiken aktuell überwiegen und sich das Aktien-Sentiment noch nicht wieder aufgehellt hat, geht man in der DZ BANK Researchabteilung davon aus, dass es kurzfristig eine positive Preis-Gegenbewegung geben könnte.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Goldpreises könnte sich ein Put-Optionsschein der DZ BANK (WKN DZT7B5) auf Gold anbieten. Das Papier wird am 11. März 2015 fällig. Der Strike liegt bei 1.150 US-Dollar, während das Bezugsverhältnis 10:1 beträgt. Fällt der Goldpreis bis März auf 1.050 US-Dollar, würden 8 Euro je Optionsschein ausbezahlt (bei einem EUR/USD-Kurs von 1,25). Der Käufer des Put-Optionsscheins würde damit bei unverändertem EUR/USD-Wechselkurs von 1,25 EUR/USD eine Performance von etwa 140 Prozent erzielen (aktueller Kaufkurs des Put 3,33 Euro).

Stand 12.11.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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