K+S: Das wirkt befreiend

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Bildquelle: Pressebild K+S

Nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr standen beim Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88) erneut Umsatz- und Gewinnrückgänge gegenüber 2013 zu Buche. Allerdings lief das dritte Quartal so gut, dass der DAX-Konzern seine Gesamtjahresprognose nach oben schrauben konnte und der K+S-Aktie am Donnerstag somit zum Sprung in die Index-Spitzengruppe verhalf.

Demnach sollen die Erlöse 2014 mit 3,7 bis 3,9 Mrd. Euro ins Ziel kommen, nachdem man zuvor einem Wert zwischen 3,65 und 3,85 Mrd. Euro erwartet hatte. 2013 lagen die Erlöse aber noch bei 3,95 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis EBIT I soll wiederum von 656 Mio. Euro auf 580 und 640 Mio. fallen (bisher: 490 bis 570 Mio. Euro). Als Grund nannte man die optimistischeren Erwartungen für die Preise für Kali- und Magnesiumprodukte. Diese sollen nicht mehr ganz so stark absinken wie befürchtet.

Dank der anhaltend guten Nachfrage nach Kalidüngemitteln und der Tatsache, dass die Preise inzwischen ihren Tiefpunkt hinter sich gelassen haben konnte K+S im September-Quartal sogar einen Anstieg beim operativen Ergebnis um 16 Prozent auf 134 Mio. Euro ausweisen, während der Umsatz um 1 Prozent auf 827 Mio. Euro kletterte und unter dem Strich 76 Mio. Euro nach 72 Mio. Euro im Vorjahr übrig blieben. Geholfen haben aber auch das Salzgeschäft, das davon profitierte, dass in den USA vor dem Winter die Lageraufgefüllt wurden, und die jüngsten Sparmaßnahmen. Da laut Einschätzung der DZ Bank Analysten sowohl die Zahlen für das dritte Quartal als auch die Prognoseanhebung positiv überrascht haben, ist es kein Wunder, dass die DZ Bank die K+S-Aktie bei einem Kursziel von 28 Euro weiterhin zum „Kauf“ empfiehlt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Damit sollte die K+S-Aktie kurzfristig ihre jüngste Erholung fortsetzen. Allerdings wäre es noch zu früh, um in Euphorie zu verfallen. Schließlich bleiben laut Unternehmenseinschätzung die Umsätze, der Gewinn und die Durchschnittspreise für Kaliprodukte unter ihren Vorjahreswerten. Zwar ist eine Markterholung nach dem letztjährigen Schock durch das Ende für das weißrussisch-russische Preiskartell BPC zu beobachten, allerdings hatten die Preise für Kalidüngemittel schon in den Jahren davor den Rückwärtsgang eingelegt. Daher sollte man abwarten, bis K+S mit weiteren Erholungstendenzen nachlegen kann. Anleger, die jetzt schon einmal gehebelt auf steigende Kurse der K+S-Aktie setzen möchten, könnten das Produkt mit der WKN DZN8BL ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressebild K+S


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