Gold: +210 $ über Nacht?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Die beiden Großbanken Bank of America und UBS gehen von deutlichen Kurssteigerungen aus, sollte das Schweizer Gold-Referendum Erfolg haben.

In diesem Falle müsste die Schweizer Nationalbank mehr als 1000 Tonnen Gold kaufen, um die Anforderungen des Referendums zu erfüllen. Doch selbst wenn die Schweizer Goldinitiative keinen Erfolg haben sollte, eines hat sie geschafft: Sie hat eine weltweite Debatte über das Thema Gold angestoßen.
Die Bank of America geht von +18% im Goldpreis aus, sollte das Schweizer Referendum Erfolg haben. Analysten von SG schätzen, dass in dem Falle, dass die SNB jährlich 500 Tonnen Gold kaufen würde, es zu einer Steigerung der physischen Goldnachfrage um 10% gegenüber dem Niveau des laufenden Jahres kommen würde.

Dies könnte automatisch zu einer Belebung der privaten Goldnachfrage führen, schätzen die Analysten. Ende des Jahres 2013 trug Gold zu 7,4% zur Bilanz der SNB bei. Das ist der niedrigste Anteil an Gold seit der Internationale Währungsfonds IWF im Jahr 1948 damit begann, die Daten aufzuzeichnen. Die SNB muss aufgrund Artikel 99 der Verfassung der Schweiz einen gewissen Anteil an Gold halten, darf sich aber aussuchen, wie hoch dieser sein muss. Seit dem Jahr 2008 sind es 1040 Tonnen Gold, neun Jahre zuvor waren es noch 2591 Tonnen. Damals wurde beschlossen, dass der Anteil des Goldes an den Devisenreserven zu hoch sei, was zu jährlichen Verkäufen des Bestands führte, schreibt SG.

Vom Ende des Jahres 2012 bis Ende 2013 sank der wertmäßige Anteil der Goldreserven um 28%, während der Anteil der Fremdwährungsreserven, die vor allem aus den Sonderziehungsrechten des IWF bestehen, um den Faktor elf zunahm. Diese Zunahme ist vor allem auf die Reaktion der SNB auf die hohe Nachfrage nach dem Schweizer Franken und die daraus entstandene Stärke der eigenen Währung zurückzuführen, schreibt SG. Um die Stärke des Franken zu bekämpfen intervenierte die SNB am Devisenmarkt und häufte so große Mengen an Fremdwährungsreserven an.

Autor: Jochen Stanzl, Finanzmarktanalyst bei GodmodeTrader.de.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank


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