E.ON: Wenig Aussicht auf Besserung

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Bildquelle: Pressebild Christian Schlüter/E.ON

Im Zuge der Präsentation seiner Neunmonatszahlen konnte E.ON (WKN ENAG99) die 2014er-Jahresziele bestätigen. Allerdings hatte Deutschlands größter Energieversorger unlängst einen Ergebnisrückgang vorhergesagt, so dass sich die Freude in Grenzen halten dürfte. Gleichzeitig hätte es laut Konsensschätzungen auch schlimmer kommen können. Daher kann die E.ON-Aktie am Mittwoch in einem schwachen Gesamtmarkt mit einem leichten Plus an die DAX-Spitze klettern.

2014 soll das EBITDA von 9,3 Mrd. Euro im Vorjahr auf 8,0 bis 8,6 Mrd. Euro sinken, während der für die Dividende ausschlaggebende nachhaltige Konzernüberschuss von 2,2 auf 1,5 bis 1,9 Mrd. Euro schrumpfen soll. Zwischen Januar und September fiel der nachhaltige Konzernüberschuss um 25 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro, während das EBITDA um 7 Prozent auf 6,6 Mrd. Euro zurückging. Die Umsatzerlöse fielen um 9 Prozent auf 81,3 Mrd. Euro. Allerdings hatten Analysten laut Reuters im Schnitt beim EBITDA sogar nur einen Wert von 6,435 Mrd. Euro prognostiziert, während das Ergebnis nach Aussagen des Konzernchefs Johannes Teyssen ohne Währungseffekte und Beteiligungsverkäufe sogar angestiegen wäre. Gleichzeitig stand unter dem Strich aber auch Verlust von 14 Mio. Euro zu Buche.

Dem Unternehmen machten die altbekannten Probleme, die sich aus der Energiewende ergeben haben, zu schaffen. Nun fehlten aber auch noch Einnahmen aus verkauften Beteiligungen, während sich auch noch der schwache Rubel negativ bemerkbar machte. Die Beteiligungsverkäufe mussten die Düsseldorfer wiederum vornehmen, um Geld für Investitionen in Erneuerbare Energien und den Ausbau des Auslandsgeschäfts einzusammeln sowie die immense Schuldenlast zu drücken. Das enttäuschende dabei ist jedoch, dass weder der Ausbau des Geschäfts mit Erneuerbaren Energien noch in Wachstumsmärkten wie der Türkei, Russland oder Brasilien wie gewünscht vorankommt.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Damit bleibt es abzuwarten, ob die nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallenen Ergebnisse für einen neuerlichen Erholungsversuch der E.ON-Aktie sorgen können, nachdem mehrere Anläufe in den vergangenen Jahren gescheitert waren. Immerhin hat sich die fundamentale Ausganglage für die großen Versorger wie E.ON und RWE (WKN 703712) wenig verbessert, während mit der Ukraine-Krise und der nicht ganz so dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung in einigen Schwellenländermärkten wie Brasilien oder der Türkei, wie man es in den Konzernen erhofft hatte. Wer trotzdem gehebelt auf steigende Kurse der E.ON-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN HY4341 ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressebild Christian Schlüter/E.ON


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