Im Fokus adidas: Wird jetzt alles besser?

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Bildquelle: Pressefoto adidas group

Nachdem die adidas-Aktie (WKN A1EWWW) in diesem Jahr regelrecht abgestürzt ist, sehnen viele Investoren den Zeitpunkt herbei, an dem die Trendwende ausgerufen werden kann. Wenn man sich die Marktreaktionen auf die jüngsten Quartalsergebnisse der Herzogenauracher anschaut, könnte man meinen, dass dieser Augenblick nun endgültig gekommen ist. Allerdings könnte es noch zu früh sein, allzu euphorisch auf den Turnaround zu setzen.

Europas größter Sportartikelhersteller und die weltweite Nummer zwei hinter dem US-Konkurrenten Nike konnte im dritten Geschäftsquartal 2014 einige Fortschritte bei der Aufarbeitung der jüngsten Herausforderungen verbuchen. Gleichzeitig sind aber noch längst nicht alle Risiken aus der Welt. Zwar schaffte es adidas im September-Quartal nicht ganz so schlecht abzuschneiden, wie man es am Markt befürchtet hatte. Trotzdem stand unter dem Strich laut Unternehmensangaben vom 6. November ein Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 282 Mio. Euro zu Buche. Die Reuters-Konsensschätzungen  lagen zuvor jedoch nur bei 271 Mio. Euro.

Während adidas das etwas besser als erwartet ausgefallene Nettoergebnis als Erfolg verbuchen konnte, musste das Unternehmen die Gesamtjahresprognose für die Bruttomarge von 48,5 bis 49,0 Prozent auf nun 48,0 bis 48,5 Prozent senken. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag diese bei 48,5 Prozent nach 49,8 Prozent im Vorjahr. Hierfür machte das Management die altbekannten Probleme wie negative Wechselkurseffekte und höhere Beschaffungskosten verantwortlich. Außerdem trugen verstärkte Lagerräumungsverkäufe, insbesondere in Russland/GUS, zum Rückgang der Bruttomarge bei.

So richtig schmerzen dürfte jedoch das US-Geschäft. Dieses trug dazu bei, dass die Umsätze in Nordamerika insgesamt währungsbereinigt um 7 Prozent rückläufig waren, während in allen anderen Regionen Zuwächse erzielt wurden. Konzernweit lag das währungsbereinigte Umsatzplus nach neun Monaten bei 6 Prozent auf 11,1 Mrd. Euro und zwischen Juli und September sogar bei 9 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Für den Umsatzrückgang in Nordamerika sorgte insbesondere die sinkende Lust der US-Amerikaner auf den Golf-Sport. Dieser sorgte im Segment TaylorMade für einen Umsatzrückgang um 36 Prozent. Noch ärgerlicher dürfte jedoch die Tatsache sein, dass adidas in den vergangenen Monaten auf dem weltweit wichtigsten Markt für Sportartikel hinter Nike und Under Armour auf Platz drei zurückgefallen ist.

Aus diesen Gründen wird sich die für März 2015 angekündigte neue Strategie für die kommenden fünf Jahre aller Voraussicht zu einem großen Teil mit dem US-Geschäft beschäftigen. Ob dann ein Reebok-Verkauf in Erwägung gezogen wird, bleibt abzuwarten. Am 20. Oktober hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass eine Investorengruppe 2,2 Mrd. US-Dollar bieten könnte. Allerdings verzeichnete adidas jüngst einige Erfolge bei der lange Zeit kränkelnden Tochter, während der gehandelte Preis deutlich unter den von adidas 2005 gezahlten 3,8 Mrd. US-Dollar liegen würde. Aufgrund dieser und weiterer ungeklärter Fragen sollten Anleger trotz der jüngsten Erholungstendenzen möglicherweise nicht zu euphorisch in Bezug auf einen schnellen Turnaround sein.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX4KTV) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,28, die Knock-Out-Schwelle bei 44,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT5PG0, aktueller Hebel 3,28; Knock-Out-Schwelle bei 74,35 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen.

Stand: 11.11.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto adidas group


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