Im Fokus Bayer-Aktie: Dünnere Luft?

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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer (WKN BAY001) konnte zuletzt gleich in mehrfacher Hinsicht für positive Schlagzeilen sorgen. Dabei versprechen die Abspaltungspläne für die MaterialScience-Sparte sowie die Wachstumsaussichten im Pharma- und Agrargeschäft auch für die Zukunft einen erfreulichen Nachrichtenfluss. Allerdings bleibt die Frage, inwieweit der Kurs der Bayer-Aktie die positiven Erwartungen bereits widerspiegelt.

Schon mit der Ankündigung vom 18. September, wonach man das MaterialScience-Geschäft abspalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen möchte, hatten die Leverkusener an den Märkten für Begeisterung gesorgt. Nun konnte das Unternehmen im Zuge der Veröffentlichung der Ergebnisse zum dritten Quartal 2014 am 30. Oktober die Prognose für das Gesamtjahr anheben und damit die schon gute Stimmung rund um die Bayer-Aktie weiter befeuern. Dabei zeigte sich Bayer nicht nur dank der Erfolge im Pharma- und Agrargeschäft optimistischer, sondern auch wegen der geringer gewordenen Wechselkursbelastungen und der positiven Auswirkungen der Einbeziehung der vom US-Pharmakonzern Merck & Co. übernommenen Sparte  für rezeptfreie Medikamente.

Bis zuletzt hatte Bayer noch für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 41 Mrd. Euro Aussicht gestellt. Nun sollen es 42 Mrd. Euro werden. Das bereinigte EBITDA soll wiederum im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen, nachdem zuvor ein Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. Zwischen Juli und September lag der Konzernumsatz noch bei 10,2 Mrd. Euro und damit um 5,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 1,4 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro, während es beim Nettogewinn sogar um 12,7 Prozent auf 826 Mio. Euro nach oben ging.

Dabei profitierte das Unternehmen einmal mehr in der HealthCare-Sparte von neuen Pharma-Produkten und dem Wachstum in den Schwellenländern. Das Agrargeschäft wuchs wiederum in allen Bereichen und Regionen. Aber auch in dem zuletzt etwas schwächelnde und zur Abspaltung stehenden MaterialScience-Bereich konnte man sich über steigende Absatzmengen freuen. Trotzdem dürften es die Marktteilnehmer weiterhin positiv aufnehmen, dass man sich bei Bayer zukünftig auf die stark wachsenden und weniger konjunkturanfälligen Life-Science-Geschäfte konzentrieren möchte. Dabei machen insbesondere die vielversprechenden Pharmaprodukte wie das Schlaganfall- und Thrombosemittel Xeralto, das Augenmittel Eylea oder die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo Mut.

Allerdings könnte Bayer ausgerechnet dort neuer Gegenwind erwarten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am 13. Oktober darüber berichtet, dass in den USA bereits eine massive Schadenersatzkampagne gegen den Gewinnbringer Xarelto laufen würde. Dabei könnte es für Bayer möglicherweise richtig teuer werden, da US-Anwälte laut dem Bericht bereits kräftig die Werbetrommel zur Gewinnung von Klienten rühren würden. Gleichzeitig kennt die Bayer-Aktie nun schon seit geraumer Zeit kaum ein Halten, so dass die positiven Aussichten des Unternehmens möglicherweise bereits eingepreist sind und die Luft für den DAX-Wert daher inzwischen deutlich dünner geworden sein könnte.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Bayer-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT6JHB) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,39, die Knock-Out-Schwelle bei 83,45 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT62HS, aktueller Hebel 3,18; Knock-Out-Schwelle bei 140,10 Euro) auf fallende Kurse der Bayer-Aktie setzen.

Stand: 06.11.2014/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Bayer AG


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