Volkswagen: Ergebnispotenzial längst nicht ausgeschöpft

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Während Volkswagen (WKN 766403) zuletzt in vielen Bereichen stark gewachsen ist, litt im ersten Halbjahr dieses Jahres die Profitabilität bei der Pkw Kernmarke. Doch mithilfe ausgedehnter Sparmaßnahmen dürfte sich dies ändern.

Einen Vorgeschmack auf die kommenden Margenverbesserungen haben wir im dritten Quartal erhalten. Immerhin schafften es die Wolfsburger die operative Marge bei der Marke Volkswagen Pkw von 2,1 Prozent im ersten Halbjahr 2014 auf 2,3 Prozent nach neun Monaten zu steigern. Allerdings hatte der DAX-Konzern im Vorjahreszeitraum noch einen Wert von 2,9 Prozent erreicht, während das für 2018 angepeilte Niveau von 6,0 Prozent noch ein ganzes Stück entfernt ist. Damit dieses Ziel erreicht wird, hat VW vor allem für das Automobilsegment ein Effizienzprogramm gestartet. Immerhin half dieses Mal der im Vergleich zum ersten Halbjahr etwas günstigere Wechselkurs des Euro.

Noch mehr überzeugen konnte VW zuletzt auf der Konzernebene. Dabei schaffte man es mit den Zahlen zum dritten Quartal sowohl die Markterwartungen als auch die etwas optimistischeren Annahmen unserer DZ BANK Analysten zu übertreffen. So lag das operative Ergebnis zwischen Juli und September bei 3,23 Mrd. Euro, während die Konsensschätzungen bei 2,90 Mrd. Euro gelegen hatten und man in der DZ BANK Researchabteilung einen Wert von 2,97 Mrd. Euro erwartet hatte. Neben den Erfolgen bei der Marke VW profitierte das Unternehmen auch von einem deutlichen Rückgang der internen Ergebnisverrechnung. Außerdem verbuchte VW im dritten Quartal erstmals in diesem Jahr einen positiven Saldo aus reduzierten Produktionskosten (MQB) und den mit der Implementierung verbundenen Investitionen.

Angesichts der erfreulichen Geschäftsentwicklung konnte das Management die Jahresziele bestätigen. Ausgehend von einem neuen Absatzrekord sollen sich die Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 3 Prozent um den Vorjahreswert bewegen. Die operative Marge wird gegenüber dem Vorjahr in einer Spanne von 5,5 Prozent und 6,5 Prozent erwartet. Dies impliziert ein EBIT von 10,5 bis 13,2 Mrd. Euro. Allerdings bewegen sich sowohl die Konsensschätzungen als auch die Prognosen unserer DZ BANK Analysten mit 12,2 Mrd. Euro bzw. 12,5 Mrd. Euro im oberen Bereich der in Aussicht gestellten Spanne.

Während VW selbst mit der schwächelnden Profitabilität der Kernmarke nach neun Monaten einen Gewinnsprung vor Steuern im Vorjahresvergleich um 22,2 Prozent auf 9,4 Mrd. Euro verbuchen konnte und für das Gesamtjahr einen neuen Rekordwert anstrebt, sehen unserer DZ BANK vor allem in den gestarteten Effizienzmaßnahmen sowie der stärkeren Nutzung modularerer Baukästen weiteres Ergebnispotenzial. Aus diesem Grund haben sie zuletzt ihr „Kaufen“-Votum für die Volkswagen-Aktie bei einem fairen Wert von 225,00 Euro bestätigt. Dabei ist das Papier angesichts der Kurs-Gewinn-Verhältnisse für 2014 und 2015 von 7,5 bzw. 7,0 selbst im Branchenvergleich sehr günstig bewertet.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Ebenso interessant wie ein Direktinvestment in die VW-Aktie könnte ein Sprint-Zertifikat der DZ BANK (WKN DZT02P) auf den DAX-Konzern sein. Momentan kostet das Sprint-Zertifikat 176,63 Euro. Dieses Sprint-Zertifikat ermöglicht es dem Anleger die doppelte Performance bezogen auf die Aktienkursentwicklung zu erhalten, sobald der Aktienkurs der VW über 175 Euro steigt. Ab dieser Schwelle partizipiert das Sprint-Zertifikat mit einem 2fachen Hebel. Dabei ist jedoch die Partizipation an der Aktie bis zu einem Aktienkurs von 225 Euro begrenzt. Dies führt zu folgendem Auszahlungsprofil per Laufzeitende des Sprint-Zertifikates: Liegt der Kurs der VW-Aktie am Bewertungstag (19.06.2015) auf oder über dem Cap (=Höchstbetrag) von 225,00 Euro, erhält der Anleger am Fälligkeitstag (26.06.2015) den Maximalbetrag von 275,00 Euro ausbezahlt. Dieser Betrag ergibt sich aus der Aktienperformance von 50 Euro (225 Euro – 175 Euro) mit 2 multipliziert = 100 Euro (100 Euro Aktienperformance + 175 Euro Basispreis = 275 Euro). Liegt der Referenzpreis jedoch unter dem Cap von 225 Euro aber noch oberhalb einer ersten Schwelle von 175 Euro, die Basispreis genannt wird, partizipiert der Anleger bis zum Cap doppelt an der Wertentwicklung der VW-Aktie. Auch dazu ein Beispiel: Steht die Aktie am Laufzeitende bei 205 Euro, hat sich die Aktie um 30 Euro positiv entwickelt. Durch die doppelte Partizipation, zahlt das Sprint-Zertifikat einen Betrag von 235 € (175 Euro + (30 Euro x 2)). Fällt die Aktie am Laufzeitende jedoch unterhalb von 175,00 Euro, erhält der Anleger am Laufzeitende einen Auszahlungsbetrag in Euro, der dem Aktienkurs am Laufzeitende entspricht. Das Risiko bei einem fallenden Aktienkurs entspricht daher dem Aktienkursrisiko, welches ein Investor bei einem Direktinvestments in die Aktie hat. Bei einer positiven Entwicklung des VW Aktienkurses partizipiert der Anleger jedoch doppelt, maximal bis zum Höchstbetrag.

Stand 05.11.2014/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, eniteo
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